Chirurgische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe und des Schnarchens B.A. Stuck Universitäts-HNO-Klinik, Universitätsmedizin Mannheim
DOI 10.5414/ATP37160
Abstrakt
Chirurgische Verfahren in der Schlafmedizin sind noch immer umstritten. Dies erklärt sich unter anderem durch den Mangel an belastbaren kontrollierten Therapiestudien, die gerade in der Behandlung des Schnarchens und der obstruktiven Schlafapnoe von besonderer Bedeutung sind. In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden die Möglichkeiten für kontrollierte Therapiestudien in der Chirurgie kritisch diskutiert und beispielhaft aktuelle, methodisch anspruchsvolle Studien vorgestellt. Dies soll deutlich machen, dass sich die wissenschaftliche Datenlage derzeit stetig verbessert und eine objektivere Einschätzung der Wirksamkeit der chirurgischen Verfahren zulässt. Der Vergleich zwischen konservativen und operativen Verfahren sollte die Unterschiede in der Compliance berücksichtigen, wie dies in aktuellen Arbeiten beispielhaft vorgestellt wurde. Werden operative Verfahren als Alternative zu konservativen Therapieoptionen verstanden (z.B. bei mangelnder Akzeptanz oder Compliance), tritt dieser Vergleich jedoch in den Hintergrund. Auf Basis dieser Überlegungen werden grundsätzliche Erwägungen bei der Indikation und Auswahl der chirurgischen Verfahren erläutert und die wichtigsten Eingriffe beispielhaft beurteilt. Ziel ist es hierbei, dem nichtoperativ tätigen Schlafmediziner die Möglichkeiten und Grenzen der chirurgischen Therapie näher zu bringen.
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