Ernährungstherapie bei Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin I. Reese Ernährungsberatung und -therapie, München
DOI 10.5414/ALP34152
Abstrakt
Unverträglichkeitsreaktionen nach Verzehr histaminhaltiger Speisen und Getränke werden häufig als Ursache von Beschwerden vermutet, für die sich kein allergischer Pathomechanismus nachweisen lässt. Aufgrund bisher fehlender objektiver Parameter, den Verdacht auf ein solches Krankheitsbild zu untermauern, wird die Diagnose rein klinisch gestellt. Dabei sind die Sicherung des tatsächlich vorhandenen Zusammenhangs zwischen Patientenangaben und reproduzierbaren Reaktionen, die Identifikation des oder der Auslöser(s) und der differenzialdiagnostische Ausschluss anderer Erkrankungen unerlässliche Bestandteile der Diagnostik. Bei nachweisbarer Unverträglichkeit ist es notwendig, den Betroffenen individuell zu beraten. Pauschallisten mit umfangreichen Verboten schränken Betroffene zu stark ein und erhöhen oftmals den Leidensdruck durch unnötige Restriktion. Ziel der Ernährungstherapie ist es, die Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität weitgehend zu erhalten.
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