Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 56 - 4. Quartal (132 - 150)

Begutachtungsempfehlungen für die Begutachtung von Haut- und Hautkrebserkrankungen – Teil I: Hauterkrankungen
T.L. Diepgen1, C. Bernhard-Klimt2, O. Blome3, S. Brandenburg4, D. Dienstbach5, H. Drexler6, P. Elsner7, M. Fartasch8, K.H. Frank9, S.M. John10, P. Kleesz11, A. Köllner12, H. Otten3, W. Pappai13, W. Römer14, E. Rogosky3, J. Sacher15, C. Skudlik10
1 Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.-Klinikum, Heidelberg, 2 Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarbrücken, 3 DGUV, Sankt Augustin, 4 BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg, 5 BG der chemischen Industrie, Frankfurt a.M., 6 Univ. Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 7 Klinikum der Friedrich-Schiller-Univ. Jena, 8 BGFA, Bochum, 9 BG der Bauwirtschaft, 1  0 Univ. Osnabrück, 1  1 BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Mannheim, 1  2 Duisburg, 1  3 Maschinenbau- und Metall-BG, Köln, 1  4 BG Metall Nord Süd, Hannover, 1  5 BG der chemischen Industrie, Köln

   

 

DOI 10.5414/DBP56132

Abstrakt

Die nachfolgenden Begutachtungsempfehlungen richten sich in erster Linie an den berufsdermatologischen Gutachter, der bei einer fraglich berufsbedingten Hautkrankheit eine Aussage über den ursächlichen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen und die durch die Folgen der Hautkrankheit bedingte Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) trifft. Das vollständig überarbeitete „Bamberger Merkblatt“ befasst sich in dem Teil 1 mit der in der Anlage (Berufskrankheiten-Liste) zur Berufskrankheiten-Verordnung genannten Berufskrankheit Nr. 5101 „Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können“ und in dem Teil 2 mit bösartigen Hauttumore, wie Plattenepithelkarzinome, inklusive des Bowenkarzinoms und deren Vorstufen sowie Basaliome (auch Basallzellkarzinom genannt). Es ist Aufgabe des Unfallversicherungsträgers im Sinne der §§ 20 ff SGB X die entscheidungserheblichen Daten (insbesondere zur Exposition und Erkrankung) zu ermitteln. Die erforderlichen Untersuchungsmethoden sind Gutachtenstandards und in Verbindung mit den MdE-Vorschlägen wird die erforderliche Schlüssigkeitsprüfung der Gutachten für die Unfallversicherungsträger (UV-Träger) und die Sozialgerichtsbarkeit erheblich leichter; hiermit wird aber auch mehr Transparenz für die betroffenen Versicherten erreicht. Die von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes geforderten formalen Voraussetzungen an ein antizipiertes Sachverständigengutachten sind für Begutachtungsempfehlungen bei Berufskrankheiten vollständig erfüllt worden. Das Bamberger Merkblatt wurde in einer öffentlichen Konsensuskonferenz am 12. Juni 2008 in Potsdam verabschiedet. Die Abschlussdiskussion wird in einem eigenen Berichtsband der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung wiedergegeben. Die Arbeitsgruppe „Bamberger Merkblatt“ wurde von Prof. Dr. T.L. Diepgen geleitet. Die Leitung von Seiten der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erfolgte zunächst von Otto Blome und später von Dr. Heinz Otten und Fred-D. Zagrodnik, die Protokollführung zu Beginn von Frau Elke Rogosky und zuletzt von Fred-D. Zagrodnik. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft war durch die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie durch folgende Personen vertreten: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Prof. Dr. P. Elsner, Frau Prof. Dr. M. Fartasch, Prof. Dr. S.M. John, Dr. A. Köllner, PD Dr. C. Skudlik. Der Berufsverband deutscher Dermatologen (BVDD) wurde zunächst von Dr. I. Schindera, dann von Dr. A. Köllner und Dr. A. Stary, die Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) durch Prof. Dr. H. Drexler und zeitweise auch durch Prof. Dr. St. Letzel (Teil 2), der Verband der Gewerbeärzte durch Frau Dr. C. Bernhard-Klimt vertreten. Für die am häufigsten mit berufsbedingten Hautkrankheiten befassten BGen nahmen folgende Personen teil: Professor Dr. jur. Stephan Brandenburg, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege; Dieter Dienstbach, Berufsgenossenschaft der chem. Industrie; Dr. med. K. H. Frank, Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft; Dr. rer. nat. Peter Kleesz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten; Ass. Wilfried Pappai, Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft; Dr. jur. Wolfgang Römer, Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd; Ass. Joachim Sacher, Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.

Autoreninformation

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  • 1 Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.-Klinikum, Heidelberg,
  • 2 Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarbrücken,
  • 3 DGUV, Sankt Augustin,
  • 4 BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg,
  • 5 BG der chemischen Industrie, Frankfurt a.M.,
  • 6 Univ. Erlangen-Nürnberg, Erlangen,
  • 7 Klinikum der Friedrich-Schiller-Univ. Jena,
  • 8 BGFA, Bochum,
  • 9 BG der Bauwirtschaft,
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  • 3 Maschinenbau- und Metall-BG, Köln,
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  • 4 BG Metall Nord Süd, Hannover,
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Adresse

Prof. Dr. T.L. Diepgen; Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Unweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Thibautstraße 3, D–69115 Heidelberg
Email: [email protected]

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T.L. Diepgen, C. Bernhard-Klimt, O. Blome, S. Brandenburg, D. Dienstbach, H. Drexler, P. Elsner, M. Fartasch, K.H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, A. Köllner, H. Otten, W. Pappai, W. Römer, E. Rogosky, J. Sacher, C. Skudlik.Begutachtungsempfehlungen für die Begutachtung von Haut- und Hautkrebserkrankungen – Teil I: Hauterkrankungen . 2008; 56: 132-150. doi: 10.5414/DBP56132.

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