Insektenallergie – Millionen von Arten als Auslöser?
B. Przybilla, R. Eben
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum, Ludwig-Maximilians-Universität, München
DOI 10.5414/ALP31361
Abstrakt
Allergische Reaktionen auf Insekten werden vor allem durch Gift, Speichel, andere Ausscheidungen oder Körperteile (z.B. Haare) der Tiere ausgelöst. Klinisch am bedeutsamsten sind Soforttypreaktionen (vor allem Kontakturtikaria, Rhinokonjunktivitis, Asthma, Anaphylaxie) und Spättypreaktionen. Die bekanntesten zu Allergiekrankheiten führenden Insekten gehören der Ordnung der Hymenopteren (vor allem Bienen, Wespen, Ameisen) bzw. der Ordnung der Schaben an, sie lösen insbesondere Anaphylaxie bzw. Asthma bronchiale aus. Stechmücken, Läuse, Wanzen oder Flöhe verursachen vor allem Hauterkrankungen. Reaktionen auf Schmetterlinge, Motten oder Raupen (Lepidopterismus), beispielsweise auf den Eichenprozessionsspinner, sind toxisch oder allergisch bedingt. Allergische Reaktionen wurden auch auf viele andere Insekten, wie Marienkäfer oder Fliegen, berichtet. Insektenstiche sowie intensiver Insektenkontakt führen häufig zur Sensibilisierung. Unter geeigneten Bedingungen kann vermutlich jede Insektenspezies allergische Reaktionen auslösen.
Autoreninformation
Autoren
Abteilungen
- Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Adresse
Prof. Dr. med. B. Przybilla; Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum, Ludwig-Maximilians-Universität, Frauenlobstraße 9-11, D-80337 München
Citation
B. Przybilla und R. Eben .Insektenallergie – Millionen von Arten als Auslöser? . 2008; 31: 361-365. doi: 10.5414/ALP31361.