Allergologie, Jahrgang 31 - Februar 2008 (41 - 47)

Wirksamkeit und Verträglichkeit moderner Antihistaminika in der Therapie allergischer Erkrankungen nachfolgend auf eine Anwendung generischer Antihistaminika
L. Klimek1,2, M. Spielhaupter1,2, I. Hansen1,2, W. Wehrmann3, C. Bachert4
1 Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2 HNO-Universitätsklinik, Mannheim, 3 Dermatologische Praxis, Münster, 4 HNO-Universitätsklinik, Ghent, Belgien

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DOI 10.5414/ALP31041

Abstrakt

In einer prospektiven Praxisstudie dokumentierten Allergologen und allergologisch tätige Fachärzte die Therapieverläufe von 1.243 Patienten, die aufgrund allergischer Erkrankungen mit oralen Antihistaminika behandelt wurden. Ziel der Untersuchung war eine Erfassung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von verschreibungspflichtigen Antihistaminika der 3. Generation bei Patienten, die durch eine Behandlung mit rezeptfreien und als Generikum verfügbaren Antihistaminika der 2. Generation nicht ausreichend versorgt waren. Die Patienten waren im Durchschnitt 38,4 Jahre alt, der Frauenanteil lag bei 56%. Bei 30% der Patienten wurde die Diagnose einer intermittierenden Rhinoconjunctivitis allergica, bei 57% einer persistierenden Rhinoconjunctivitis allergica gestellt. Bei 15% der Patienten wurden (gegebenenfalls zusätzlich) andere allergische Erkrankungen der Atemwege diagnostiziert und eine chronische Urtikaria lag bei 16% der Patienten vor. Von der Umstellung auf ein Antihistaminikum der 3. Generation profitierten mit 64% bei Vorliegen einer intermittierenden und 53% bei Vorliegen einer persistierenden Rhinoconjunctivitis vor allem diejenigen Patienten, bei denen eine starke bis sehr starke nasale Obstruktion vorlag. Von den Patienten mit chronischer Urtikaria erzielten vor allem diejenigen Patienten eine Verbesserung der Symptomatik nach Umstellung auf ein Antihistaminikum der 3. Generation, die unter starkem bis sehr starkem Juckreiz litten. Die Verträglichkeit des Antihistaminikums wurde als gut oder sehr gut bewertet von 84% der Generika-Anwender und von 96% der Patienten, die ein Präparat der 3. Generation erhielten. Die Prävalenz unerwünschter Ereignisse betrug 5,4% unter den Generika und 1,7% unter Antihistaminika der 3. Generation. Diese Praxisstudie belegt, dass Patienten mit allergischen Erkrankungen von der Umstellung von einem generischen auf ein modernes Antihistaminikum der 3. Generation profitieren können – sowohl hinsichtlich einer besseren Wirksamkeit und Verträglichkeit als auch einer besseren Patientenaufklärung durch den verschreibenden Arzt.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden,
  • 2 HNO-Universitätsklinik, Mannheim,
  • 3 Dermatologische Praxis, Münster,
  • 4 HNO-Universitätsklinik, Ghent, Belgien

Adresse

Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]

Citation

L. Klimek, M. Spielhaupter, I. Hansen, W. Wehrmann und C. Bachert.Wirksamkeit und Verträglichkeit moderner Antihistaminika in der Therapie allergischer Erkrankungen nachfolgend auf eine Anwendung generischer Antihistaminika. 2008; 31: 41-47. doi: 10.5414/ALP31041.

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