Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 31 - Oktober 2005 (533 - 538)

Training der Atemmuskulatur bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
K.H. Rühle, G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke

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DOI 10.5414/ATP31533

Abstrakt

In den letzten Jahren wurde außer dem Training der Extremitätenmuskulatur vermehrt die Trainierbarkeit der Atemmuskulatur untersucht. Es konnte gezeigt werden, daß bei COPD durch Training der Atemmuskulatur eine Leistungsverbesserung und eine Abnahme der Dyspnoe erreicht werden kann. In dieser Übersicht werden die Meßmethoden zur Analyse der Kraft und Ausdauer sowie die verschiedene Formen des Atemmuskeltrainings (inspiratorisches Muskeltraining (IMT), exspiratorisches Muskeltraining (EMT), und respiratorisches Muskeltraining (RMT)) vorgestellt. Früher bestand das Atemmuskeltraining in der Atmung gegen einen Widerstand. Heute kann das Training mit Geräten, bei denen Druck oder der Fluß genau definiert sind, sehr viel besser dosiert werden. Ein weiteres Trainingsverfahren arbeitet mit erhöhter Atemfrequenz und erhöhtem Atemzugvolumen und einem Rückatmungsbeutel, so daß Hypokapnien vermieden werden und eine ausreichende Trainingslast (Atemarbeit) erreicht wird. Die Tests zum Nachweis des Trainingseffekts wie maximale Leistungsfähigkeit, gemessen mit der maximalen O2- Aufnahme, Sechs-Minuten-Gehstrecke, dem maximalen Inspirationsdruck und maximalen Exspirationsdruck, sind allerdings erheblich mitarbeitsabhängig. Der positive Effekt des Trainings der Atemmuskulatur hinsichtlich Dyspnoe und Ausdauerleistung bei Patienten mit mittel- und schwergradiger COPD dürfte sowohl durch eine Verbesserung der Atemmuskelkraft- und Ausdauer als auch durch zentrale Anpassungsmechanismen wie verbesserte Koordination oder Änderung der Dyspnoeschwelle bedingt sein. Atemmuskeltraining ist deshalb eine weitere wichtige Komponente von Rehabilitationsprogrammen bei COPD-Patienten.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke

Adresse

Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin
Klinik Ambrock
Universität Witten-Herdecke
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]

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Citation

K.H. Rühle und G. Nilius.Training der Atemmuskulatur bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung. 2005; 31: 533-538. doi: 10.5414/ATP31533.

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