Allergologie, Jahrgang 29 - März 2006 (77 - 85)

Eotaxin-, Eotaxin-2-, Eotaxin-3- und RANTES-Proteinsynthese bei Polyposis nasi – Korrelation zu Eosinophilie und Ätiologie
H. Olze1,2, U. Förster1, T. Zuberbier2,3, L. Morawietz5, E.O. Luger3,4
1 Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Campus-Virchow-Klinikum, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 2 Mitglied im Global Allergy and Asthma European Network (GA 2 LEN), 3 Allergie-Centrum Charité, Klinik fürDermatologie und Allergologie, Charité-Univers

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DOI 10.5414/ALP29077

Abstrakt

Einleitung: Ein Hauptmerkmal der Polyposis nasi ist die ausgeprägte Gewebseosinophilie. Die CC-Chemokine RANTES, Eotaxin, Eotaxin-2 und Eotaxin-3 spielen eine wichtige Rolle bei der Aktivierung und Anlockung von Eosinophilen zum Ort der Entzündung. Ziel der Studie war deshalb die Untersuchung einer möglichen Rolle von Eotaxin, Eotaxin-2, Eotaxin-3 und RANTES bei der Entstehung der Gewebseosinophilie und der Polyposis nasi. Methoden: Eosinophile Nasenpolypen (Allergiker, Nicht-Allergiker; ASS-Intolerante, je n = 8) wurden histologisch untersucht und die Eosinophilie bestimmt. Als Kontrolle dienten Proben aus der Concha inferior (n = 8). Nach Homogenisierung erfolgte die Ermittlung des Proteingehalts mittels ELISA (quantitative Sandwich ELISA). Ergebnisse: Die Proteinkonzentration aller Eotaxine war in der Patientengruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht und die Werte korrelierten untereinander signifikant. Dagegen ergab sich für RANTES kein signifikanter Unterschied im Proteingehalt der Patienten- und der Kontrollgruppe. Die Proteinkonzentration aller Eotaxine korrelierte signifikant mit der Anzahl der Eosinophilen – im Gegensatz zu RANTES. In den Polypen der ASS-Intoleranten war die Anzahl der Eosinophilen gegenüber den anderen Patientengruppen signifikant erhöht. Korrespondierend dazu lag der Eotaxin-, Eotaxin-2- und -3-Proteingehalt der ASS-Intoleranten signifikant über dem der nicht allergischen Patienten, der Eotaxin-3-Gehalt auch über dem der allergischen Patienten. Schlußfolgerungen: Die Ergebnisse weisen darauf hin, daß alle Mitglieder der Eotaxinfamilie am Mechanismus der selektiven Migration eosinophiler Granulozyten und der Entstehung der Polyposis nasi beteiligt sind. Die simultane Expression der CCR3-Liganden oder das Erreichen einer bestimmten Konzentrationsschwelle ist möglicherweise eine Voraussetzung für den starken Einstrom der Eosinophilen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Campus-Virchow-Klinikum, Charité-Universitätsmedizin Berlin,
  • 2 Mitglied im Global Allergy and Asthma European Network (GA
  • 2 LEN),
  • 3 Allergie-Centrum Charité, Klinik fürDermatologie und Allergologie, Charité-Univers

Adresse

Dr. med. H. Olze
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Campus Virchow-Klinikum
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1

D-13353 Berlin
Email: [email protected]

Citation

H. Olze, U. Förster, T. Zuberbier, L. Morawietz und E.O. Luger.Eotaxin-, Eotaxin-2-, Eotaxin-3- und RANTES-Proteinsynthese bei Polyposis nasi – Korrelation zu Eosinophilie und Ätiologie. 2006; 29: 77-85. doi: 10.5414/ALP29077.

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