Allergologie, Jahrgang 30 - Juli 2007 (240 - 248)

In-vitro-Testverfahren bei Analgetikaintoleranz
R. Dollner1,2, L. Klimek1, O. Pfaar1,2, B.A. Stuck2, K. Hörmann2
1 Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2 Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

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DOI 10.5414/ALP30240

Abstrakt

Das Krankheitsbild der Analgetikaintoleranz (AIT) wird heute als eine fortschreitende, nichtallergische Überempfindlichkeitsreaktion verstanden, die auf einer pathognomonischen Dysbalance des Arachidonsäurestoffwechsels basiert. Durch die Einnahme von COX-1-Inhibitoren exazerbiert die Erkrankung und es kommt aufgrund der überschießenden Leukotrienproduktion und der reduzierten Gegenregulation durch Prostaglandin E2 zu den typischen asthmatischen und anaphylaktoiden Akutreaktionen. Bislang gilt der Provokationstest als der Goldstandard in der Diagnostik der AIT. Allerdings ist ein solches Vorgehen aufgrund der möglichen Komplikationen Zentren mit intensivmedizinischem Hintergrund vorbehalten. In Kenntnis der pathophysiologischen Vorgänge wurden daher seit den 90er Jahren In-vitro-Testverfahren als mögliche Alternativen zu der Provokationstestung entwickelt. Die Verfahren lassen sich in Mediatorfreisetzungstests, durchflusszytometrische Verfahren und Hybridverfahren bzw. Methodenkombinationen einteilen. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt die Testrationale und die aktuelle diagnostische Wertigkeit der verfügbaren Verfahren gegenüber und gibt damit einen kritischen Überblick über den heutigen Stand der anspruchsvollen In-vitro-Diagnostik der Analgetikaintoleranz.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden,
  • 2 Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

Adresse

PD Dr. med. R. Dollner
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]

Citation

R. Dollner, L. Klimek, O. Pfaar, B.A. Stuck und K. Hörmann.In-vitro-Testverfahren bei Analgetikaintoleranz. 2007; 30: 240-248. doi: 10.5414/ALP30240.

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