Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 52 (2026) - Juni (268 - 274)

Beatmung in der letzten Lebensphase – zwischen Symptomkontrolle und Übertherapie
C. Garcia, L. Engel
Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin

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DOI 10.5414/ATX02901

Abstrakt

Die Beatmungstherapie kann in der letzten Lebensphase eine zunehmend wichtige, zugleich ambivalente Rolle spielen. Beatmung kann Dyspnoe wirksam lindern, Exazerbationen und Hospitalisierungen reduzieren und die Lebensqualität steigern, führt jedoch auch zu einer Lebensverlängerung und kann Nebenwirkungen mit sich bringen. Der Einsatz erfordert daher frühzeitige und wiederholte Zielgespräche im interdisziplinären Team unter Einbeziehung von Patient/-innen und An- und Zugehörigen. Im Rahmen palliativer Versorgung steht die Symptomkontrolle im Vordergrund; ethische Prinzipien wie Autonomie, Nichtschadensgebot und Fürsorge müssen beachtet werden. Die Entscheidung über Einleitung, Fortführung oder Beendigung einer Beatmungstherapie sollte strukturiert und im interdisziplinären Team erfolgen, um Übertherapie zu vermeiden. Langfristig ist der Ausbau von Versorgungsstrukturen erforderlich, die ein Sterben auch mit Beatmungstherapie in der häuslichen Umgebung ermöglichen und Advance Care Planning stärker in die Regelversorgung integrieren.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin

Adresse

Dr. med. Carmen Garcia
Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Intensivmedizin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]

Citation

C. Garcia und L. Engel.Beatmung in der letzten Lebensphase – zwischen Symptomkontrolle und Übertherapie. 2026; 52: 268-274. doi: 10.5414/ATX02901.

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