Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 55 (2026) - Juni (255 - 260)

Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz zur Prävention und Früherkennung in der Nephrologie
B. Hohenstein
Nephrologisches Zentrum Villingen-Schwenningen

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DOI 10.5414/NHX02529

Abstrakt

Die chronische Nierenkrankheit (CKD) entwickelt sich mit weltweit steigenden Fallzahlen zu einer massiven gesundheitsökonomischen Belastung. In Deutschland stoßen konventionelle Screening-Methoden aufgrund des demographischen Wandels und des Ärztemangels zunehmend an ihre Grenzen. Da die CKD lange symptomlos verläuft, ist ein Übergang von reaktiver Medizin zu proaktivem, KI-gestütztem Präventionsmanagement essenziell. Künstliche Intelligenz (KI) und Large Language Models (LLM) bieten enorme Chancen für die Risiko-Stratifizierung, stehen jedoch vor Hürden wie dem „Black-Box-Problem“, mangelnder Erklärbarkeit und datenschutzrechtlichen Bedenken (DSGVO-Konformität). Während die Primärprävention durch Expertenvalidierung (Human-in-the-Loop) abgesichert werden muss, verspricht die KI-basierte Entscheidungsunterstützung in der Sekundärprävention (zum Beispiel eGFR-Slope-Prädiktion) den größten kurzfristigen Nutzen. Ziel muss die Integration validierter, regulatorisch sicherer Systeme in die Regelversorgung sein.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Nephrologisches Zentrum Villingen-Schwenningen

Adresse

Prof. Dr. med. Bernd Hohenstein
Nephrologisches Zentrum Villingen-Schwenningen
Albert-Schweitzer-Str. 6
78052 Villingen-Schwenningen
Email: [email protected]

Citation

B. Hohenstein.Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz zur Prävention und Früherkennung in der Nephrologie. 2026; 55: 255-260. doi: 10.5414/NHX02529.

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