Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 74 (2026) - 2. Quartal (55 - 64)

Auswirkung einer arbeitsbedingten Kontaktallergie gegen Nickel bei der BK 5101
E. Weisshaar1, M. Waitek1, R. Brans2, 3, A. Bauer4, D. Becker5, H. Dickel6, M. Gina7, A. Heratizadeh8, S. Krohn9, S. Nestoris10, S. Schliemann11, C. Skudlik2, 3, V. Mahler12* für die Arbeitsgruppe „Bewertung der Allergene bei BK 5101“ der Arbeitsgemeinschaft für Berufs-, Umweltdermatologie, der Deutschen Kontaktallergie-Gruppe in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
1 Sektion Berufsdermatologie, Zentrum Hautklinik, Universitätsklinikum Heidelberg, 2 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, 3 Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 4 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-AllergieCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden, 5 Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz, 6 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB), Bochum, 7 Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), Referat Berufsdermatologie, Ruhr-Universität Bochum, 8 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 9 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 1  0 Dermatologische Klinik, Klinikum Lippe-Detmold, 1  1 Privatpraxis, Hautklinik SRH Klinikum Gera, 1  2 Paul-Ehrlich-Institut, Langen (Hessen)

   

 

DOI 10.5414/DBX00503

Abstrakt

Diese Empfehlung dient zur Beurteilung der Auswirkung einer arbeitsbedingt erworbenen Kontaktallergie gegen Nickel im Hinblick auf die dadurch verschlossenen Arbeitsmöglichkeiten, wie sie für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit bei arbeitsbedingten Hauterkrankungen nach der BK-Nr. 5101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung notwendig ist. Eine Nickelallergie ist heutzutage überwiegend außerberuflich erworben und außerberuflich bedeutsam. Berufsbedingter Kontakt zu Nickel kann in der Galvanik und in weiteren Bereichen der Metallindustrie gegeben sein. Die berufliche Exposition gegenüber Nickel muss gegebenenfalls auch individuell am Arbeitsplatz ermittelt werden. Die Auswirkung einer arbeitsbedingten Kontaktallergie gegen Nickel auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist normalerweise „geringgradig“. Verschlossene Bereiche können Metallberufe (Arbeiten mit Legierungen, Edelstahl) oder weitere Berufe, bei denen mit nickelhaltigen Materialien gearbeitet wird, sein, sofern der Kontakt zu Nickel nicht gemieden werden kann. Dies kann in Einzelfällen die Galvanik oder Teile der industriellen Glas- und Keramikherstellung umfassen.

*V. Mahler gibt an, dass die in dieser Stellungnahme geäußerten Inhalte und Positionen die persönliche Experten- Meinung der Autorin wiedergeben und diese nicht so ausgelegt oder zitiert werden dürfen, als wären sie im Auftrag der zuständigen nationalen Bundesoberbehörde, der Europäischen Arzneimittel-Agentur oder eines ihrer Ausschüsse oder Arbeitsgruppen abgegeben worden oder gebe deren Position wieder.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Sektion Berufsdermatologie, Zentrum Hautklinik, Universitätsklinikum Heidelberg,
  • 2 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück,
  • 3 Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück,
  • 4 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-AllergieCentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden,
  • 5 Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz,
  • 6 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB), Bochum,
  • 7 Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), Referat Berufsdermatologie, Ruhr-Universität Bochum,
  • 8 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover,
  • 9 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin,
  • 1 
  • 0 Dermatologische Klinik, Klinikum Lippe-Detmold,
  • 1 
  • 1 Privatpraxis, Hautklinik SRH Klinikum Gera,
  • 1 
  • 2 Paul-Ehrlich-Institut, Langen (Hessen)

Adresse

Prof. Dr. med. Elke Weisshaar
Sektion Berufsdermatologie
Zentrum Hautklinik
Universitätsklinikum Heidelberg
Ruprecht-Karls Universität Heidelberg
Voßstraße 2
69115 Heidelberg
Email: [email protected]

Citation

E. Weisshaar, M. Waitek, R. Brans, A. Bauer, D. Becker, H. Dickel, M. Gina, A. Heratizadeh, S. Krohn, S. Nestoris, S. Schliemann, C. Skudlik, V. Mahler für die Arbeitsgruppe „Bewertung der Allergene bei BK 5101“ der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie und der Deutschen Kontaktallergie-Gruppe in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.Auswirkung einer arbeitsbedingten Kontaktallergie gegen Nickel bei der BK 5101. 2026; 74: 55-64. doi: 10.5414/DBX00503.

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