Allergologie, Jahrgang 46 (2023) - Juni (382 - 391)

SARS-CoV-2 und Allergie – was haben wir gelernt?
A. Alexiou1, M.L. Irmer1, A. Bauer2, R. Treudler3, G. Wurpts4, H. Dickel5, T. Buhl6, A. Jung7, N. Mülleneisen8, S. Schuh9, H. Timmermann10, G. Heine11, B. Wedi12, K. Brockow13, M. Worm1
1 Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 2 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, 3 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie (CAC), Universitätsmedizin Leipzig, 4 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, 5 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Abteilung für Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum, Ruhr-Universität Bochum, 6 Klinik für Dermatologie Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität, 7 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, 8 Asthma- und Allergiezentrum Leverkusen, 9 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Augsburg – am Standort Medizincampus Süd, Augsburg, 1  0 Schwerpunktpraxis Colonnaden, Hamburg, 1  1 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel, 1  2 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Medizinische Hochschule Hannover, 1  3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München

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DOI 10.5414/ALX02411

Abstrakt

Impfungen haben zum Ziel eine antigenspezifische Immunantwort auszulösen, um den Organismus vor einer Infektionskrankheit zu schützen. Dabei können selten auch überschießende Immunreaktionen ausgelöst werden. Im Folgenden berichten wir über die Ergebnisse von im Jahr 2021 durchgeführten Beratungen und allergologischen Untersuchungen, die von Allergiezentren in Deutschland durchgeführt wurden. Ca. 8.000 angefragte Beratungen wurden von insgesamt 13 Zentren gemeldet, wobei ein direkter Kontakt per Telefon und/oder persönlich bei n = 2.467 erfolgte. Die Ergebnisse zeigen, dass nur in Ausnahmefällen die Empfehlung einer Impfung nicht gegeben werden konnte bzw. diese ausschließlich unter intensivierten Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Anhand von 3 exemplarischen Fallbeispielen zeigen wir das allergologische Vorgehen bei 3 ausgewählten Patienten, die erfolgreich bei guter Verträglichkeit des Impfstoffes geimpft werden konnten. Eine wichtige Differenzialdiagnose von Sofortreaktionen im Kontext einer Impfung sind vasovagale Reaktionen. Die wichtigste anamnestische Abgrenzung vasovagaler im Gegensatz zu mastzellabhängigen Überempfindlichkeits-Reaktionen ist das Fehlen von Hautsymptomen wie Urtikaria oder Schleimhautschwellungen. Die deutschlandweite allergologische Versorgung wurde während der COVID-19-Pandemie aufgrund zahlreicher Anfragen an ihre Grenzen geführt. Die Indikation für eine weiterführende allergologische Diagnostik sollte kritisch überdacht werden, um unnötige Hauttestungen zu vermeiden. Wir konnten mittels einer frühzeitigen Implementierung eines standardisierten Vorgehens zeigen, dass das Risiko einer Impfstoffallergie sehr gering ist.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin,
  • 2 Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden,
  • 3 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie (CAC), Universitätsmedizin Leipzig,
  • 4 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen,
  • 5 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Abteilung für Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum, Ruhr-Universität Bochum,
  • 6 Klinik für Dermatologie Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität,
  • 7 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen,
  • 8 Asthma- und Allergiezentrum Leverkusen,
  • 9 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Augsburg – am Standort Medizincampus Süd, Augsburg,
  • 1 
  • 0 Schwerpunktpraxis Colonnaden, Hamburg,
  • 1 
  • 1 Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel,
  • 1 
  • 2 Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Medizinische Hochschule Hannover,
  • 1 
  • 3 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München

Adresse

Prof. Dr. med. Margitta Worm
Allergologie und Immunologie
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Email: [email protected]

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Citation

A. Alexiou, M.L. Irmer, A. Bauer, R. Treudler, G. Wurpts, H. Dickel, T. Buhl, A. Jung, N. Mülleneisen, S. Schuh, H. Timmermann, G. Heine, B. Wedi, K. Brockow und M. Worm.SARS-CoV-2 und Allergie – was haben wir gelernt?. 2023; 46: 382-391. doi: 10.5414/ALX02411.

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