Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 47 (2022) - 4. Quartal (189 - 189)

Entwöhnung von der ECMO – eine einfache Anleitung
A. Becker1, 2, T. Mokry1, 2, A. Omlor1, 2, S. Mang1, 2, G. Danziger1, 2, C. Zeiner1, 2, P.M. Lepper1, 2, F. Seiler1, 2
1 Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, 2 ECLS-Zentrum Saar. Universität Saarland, Homburg/Saar

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DOI 10.5414/IBX0589

Abstrakt

Spätestens seit der SARS-CoV-2-Pandemie erlangten das akute Lungenversagen (ARDS) und die therapeutischen Strategien (z. B. ECMO) mehr Aufmerksamkeit als zuvor. Extrakorporale Membranoxygenierung dient der Unterstützung von Hämodynamik/Herz-Kreislauf System und/oder dem Gasaustausch der Lunge. Eine ECMO-Therapie zu etablieren ist relativ simpel, diese jedoch fortzuführen und zu entwöhnen kann eine Herausforderung werden. Fundamentale Unterschiede zwischen veno-venösen Konfiguration und einer veno-arteriellen Konfiguration spielen eine wichtige Rolle im Weaning-Prozess. Nach Indikationsstellung wird das jeweilige Organsystem (Lunge oder Herz-Kreislauf) temporär unterstützt oder ersetzt und dadurch „Zeit gekauft“, um eine Restitutio ad functionem des erkrankten Organs zu ermöglichen. Essenzielle Etappen sind im Verlauf der Therapie die Definition von klinischen Zielparametern, die konsequente Anpassung der extrakorporalen Organunterstützung entsprechend dieser Parameter sowie der Übergang von mechanischem Organersatz zur nativen Organfunktion. Diese einzelnen Etappen unterscheiden sich zwischen einem Lungen- oder einem Herz-Kreislauf-Ersatz. Die jeweilige Beatmungssituation oder hämodynamische Unterstützung (medikamentös) muss während des Weaning-Prozesses in adäquatem Maß angepasst werden, sodass keine vermeidbare Schädigung durch die jeweilige Therapie entsteht (Stichwort „lungen-protektive Beatmung“ oder Vermeidung von Nebenwirkungen einer Katecholamintherapie). Zuletzt weist die Entfernung des Organersatzverfahrens zusätzliche Besonderheiten auf, welche unter anderem in einem erhöhten Blutungs- und oder Thromboserisiko bestehen. Ein standardisiertes Screening-Verfahren nach solchen Komplikationen sollte fest in den Weaning-Prozess einbezogen werden. Der englische Artikel beschreibt das oben genannte im Detail in einer kliniknahen und pragmatischen Herangehensweise und dient als orientierender Erfahrungsbericht aus einem Zentrum für ECMO-Therapie.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar,
  • 2 ECLS-Zentrum Saar. Universität Saarland, Homburg/Saar

Adresse

André Becker, MD
Dept. of Internal Medicine V – Pneumology and Critical Care Medicine
ECLS Center Saar
University Hospital of Saarland
Kirrbergerstr. 1
66421 Homburg
Email: [email protected]

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Citation

A. Becker, T. Mokry, A. Omlor, S. Mang, G. Danziger, C. Zeiner, P.M. Lepper und F. Seiler. Entwöhnung von der ECMO – eine einfache Anleitung. 2022; 47: 189-189. doi: 10.5414/IBX0589.

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