Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 34 (2022) - 4. Quartal (150 - 154)

Besteht ein erhöhtes Corona-Risiko bei sportmedizinischen Winterkursen?
C. Raschka1, 4, H.J. Koch2, M. Conze3, I. Tusk4, S. Schmidt-Saloff4
1 Institut für Sportwissenschaft, Fakultät für Humanwissenschaften der Julius-Maximilians- Universität Würzburg, 2 Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Zwickau, 3 Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) eG, Fulda, 4 Sportärzteverband Hessen e.V., Frankfurt/Main

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DOI 10.5414/PRX00584

Abstrakt

Zur Minimierung des Coronarisikos während des Wintersportkurses in St.Anton/Arlberg wurden vom Sportärzteverband Hessen in diesem Jahr zahlreiche Präventionsmaßnahmen eingesetzt. Neben den von offizieller Seite vorgeschriebenen Maßnahmen (Maskenpflicht, Abstandsregeln etc.) wurde daher auf Indoorsportarten komplett verzichtet. Anstelle von Präsenz-Theorie-Veranstaltungen in einem Saal konnten die Vorträge stattdessen via Internet als Live-Übertragung verfolgt werden. In der Testgruppe der Kursteilnehmer wurden 15 von 150 Personen corona-positiv getestet. In einer vergleichbaren Kontrollgruppe eines Ärztenetzes aus dem Landkreis ­Fulda wurden im gleichen Zeitraum 7 von 120 Probanden positiv getestet. Die Unterschiede waren statistisch nicht signifikant auf einem Signifikanzniveau von 5%. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass durch konsequente Hygiene- und Präventionsmaßnahmen das Risiko, sich mit dem SARS-CoV-2-Virus zu infizieren, nicht höher ist als in einer vergleichbaren Kontrollgruppe. Bei der Interpretation muss noch berücksichtigt werden, dass die Inzidenz zum Zeitpunkt der Untersuchung in Vorarlberg 3- bis 4-mal so hoch lag wie im Landkreis Fulda. Simulationen von Pandemieszenarien mittels eines Räuber-Beute-Modells unterstreichen die Bedeutung solcher konsequenter Hygienemaßnahmen, wobei die Immunität der Bevölkerung ein wichtiger Faktor bleibt, um langfristige periodische Infektionsverläufe zu verhindern.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Institut für Sportwissenschaft, Fakultät für Humanwissenschaften der Julius-Maximilians- Universität Würzburg,
  • 2 Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Zwickau,
  • 3 Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) eG, Fulda,
  • 4 Sportärzteverband Hessen e.V., Frankfurt/Main

Adresse

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka
Julius Maximilians Universität Würzburg
Judenbühlweg 11
97082 Würzburg
Email: [email protected]

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Citation

C. Raschka, H.J. Koch, M. Conze, I. Tusk und S. Schmidt-Saloff.Besteht ein erhöhtes Corona-Risiko bei sportmedizinischen Winterkursen?. 2022; 34: 150-154. doi: 10.5414/PRX00584.

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