Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 68 (2020) - 4. Quartal (159 - 170)

Gesundheitspädagogische Patientenberatung in der Individualprävention: Chancen und Herausforderungen bei der Optimierung personenbezogener Schutzmaßnahmen am Beispiel konkreter Fälle aus der Praxis
A. Wilke1, 2, 3, A. Braumann3, K. Krambeck3, K. Lange3, S. Wohlers3, C. Skudlik1, 2, 3, F.K. Sonsmann1, 2, 3
1 Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB), Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Osnabrück, 2 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Osnabrück, 3 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Hamburg

   

 

DOI 10.5414/DBX00383

Abstrakt

Auf der Ebene der Individualprävention ist die gesundheitspädagogische Patientenberatung seit langem Bestandteil interdisziplinärer, ambulanter und stationärer Präventionsmaßnahmen zur Versorgung berufsdermatologischer Patienten. Durch gesundheitspädagogische Interventionen sollen die Patienten dazu befähigt werden, das individuelle Hautschutzverhalten am Arbeitsplatz zu verbessern, zum Beispiel durch die Verwendung geeigneter Schutzhandschuhe. Bei der Beratung sind verschiedene und oftmals komplexe Anforderungen zu beachten, zum Beispiel die jeweilige berufliche Tätigkeit mit ihren hautbelastenden Expositionen, spezifischen Arbeitsprozessen und Tätigkeitsanforderungen, die berufsdermatologische Diagnose mit eventuellen, berufsrelevanten Typ-IV-Sensibilisierungen, der rechtliche Rahmen, Hygienevorgaben sowie bestimmte Anforderungen an die Schutzmaßnahmen wie bspw. hohe Taktilität, Atmungsaktivität oder Griffsicherheit. Der Beitrag beschreibt das allgemeine Vorgehen der gesundheitspädagogischen Patientenberatung. Anhand von fünf Fällen aus der Beratungspraxis werden die jeweilige Ausgangssituation und Problemstellung, das Beratungsziel sowie das individuelle Beratungsergebnis dargestellt. Durch intensive Recherche, eine dezidierte Analyse der beruflichen Expositionen, die profunde Kenntnis möglicher Schutzmaßnahmen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit können Optimierungspotenziale für einen verbesserten Hautschutz erarbeitet und somit im Einzelfall durch individualpräventive Maßnahmen der Verbleib in einer beruflichen Tätigkeit ermöglicht werden.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB), Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Osnabrück,
  • 2 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Osnabrück,
  • 3 Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Hamburg

Adresse

Dr. rer. medic. Annika Wilke
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und
Gesundheitstheorie
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Universität Osnabrück
Am Finkenhügel 7a
49076 Osnabrück
Email: [email protected]

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Citation

A. Wilke, A. Braumann, K. Krambeck, K. Lange, S. Wohlers, C. Skudlik und F.K. Sonsmann.Gesundheitspädagogische Patientenberatung in der Individualprävention: Chancen und Herausforderungen bei der Optimierung personenbezogener Schutzmaßnahmen am Beispiel konkreter Fälle aus der Praxis. 2020; 68: 159-170. doi: 10.5414/DBX00383.

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