Allergologie, Jahrgang 43 (2020) - März (111 - 124)

Perspektiven für ein bundesweites Pollenmonitoring in Deutschland – Fachübergreifender Arbeitskreis „Bundesweites Pollenmonitoring“
R. Baeker1, K.-C. Bergmann2,3, J. Buters3,4, T. Dümmel5, C. Endler6, T. Fuchs7, S. Gilge6, K. Gloyna8, R. Heesen9, C. Herr10, M. Hicke11, C. Höflich12, L. Klimek7, S. Kutzora13, M. Langner14,15, H.-G. Mücke12, G. Petzold11, S. Pleschka16, S. Röseler17, A. Schwalfenberg16, S. Simon11, W. Straff12, A. Weber10,13, B. Werchan2, M. Werchan2
1 Referat 4  3 , Öffentlicher Gesundheitsdienst, Infektionsschutz, Umwelthygiene, Zivil- und Katastrophenschutz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Potsdam, 2 Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin, 3 Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Berlin, 4 Zentrum Allergie und Umwelt, Technische Universität München und Helmholtz Zentrum München, 5 Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin, 6 Referat Lufthygiene, Deutscher Wetterdienst, Freiburg, 7 Ärzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 8 Abteilung 3 , Fachbereich Infektiologie, Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Rostock, 9 VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf, 1  0 Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin, Gießen, 1  1 Länderarbeitsgruppe umweltbezogener Gesundheitsschutz, 1  2 Fachgebiet II 1 . 5 , „Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“, Umweltbundesamt, Berlin, 1  3 AP 2  Arbeits- und Umweltmedizin/Epidemiologie, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Erlangen, 1  4 Abteilung II 4 , „Luft“, Umweltbundesamt, Dessau, 1  5 Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz, Ausschuss Luftqualität/Wirkungsfragen/Verkehr, 1  6 Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 1  7 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen

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DOI 10.5414/ALX02137

Abstrakt

Allergene Pollen sind natürliche, biologische luftgetragene Partikel und der Hauptauslöser allergischer Atemwegserkrankungen. Die Messung allergener Pollen ist Voraussetzung für die gesundheitliche Vorsorge und zeigt Veränderungen im Pollenspektrum an, wie sie zum Beispiel im Rahmen des Klimawandels zu erwarten sind. Das in Deutschland einzige bundesweite Pollenmessnetz wird durch die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) betrieben. Fortbestand und Weiterentwicklung (u. a. Hybrid-System aus manuellen und automatischen Pollenfallen) dieses Messnetzes sind finanziell jedoch nicht gesichert. Im Sommer 2017 formierte sich daher der fachübergreifende Arbeitskreis „Bundesweites Pollenmonitoring“, um sich über diesbezügliche Perspektiven für Deutschland auszutauschen. Für den Austausch kam der Arbeitskreis zwischen November 2017 und Juni 2018 zu 3 Gesprächstagen mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammen. Die internen Protokolle zu den Gesprächstagen bildeten anschließend die Grundlage für die Erstellung des vorliegenden Positionspapiers, mit dem der Arbeitskreis seine Arbeit abschließt. Aufgrund der Bedeutung allergener Pollen für die menschliche Gesundheit und allergischer Erkrankungen für das Gesundheitssystem spricht sich der Arbeitskreis dafür aus, das bundesweite Pollenmonitoring in den Katalog staatlicher Aufgaben aufzunehmen, die der grundlegenden Versorgung der Bevölkerung mit wesentlichen Gütern und Dienstleistungen dienen (öffentliche Daseinsvorsorge). Hinsichtlich möglicher Zuständigkeiten im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge wurden im Arbeitskreis mehrere Lösungsansätze diskutiert. Unabhängig von der zukünftigen Zuständigkeit kommt der Kooperation von messtechnischen, klinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen eine grundsätzliche Bedeutung für die adäquate gesundheitliche Vorsorge zu.

Dieses Positionspapier des fachübergreifenden Arbeitskreises „Bundesweites Pollenmonitoring“ ist eine Übernahme aus dem Bundesgesundheitsblatt [Bundesgesundheitsblatt 2019;62:652–61, https:// doi.org/10.1007/s00103- 019-02940-y]. Der Artikel wurde unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (http://creativecommons. org/licenses/ by/4.0/deed.de) veröffentlicht.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Referat
  • 4 
  • 3 , Öffentlicher Gesundheitsdienst, Infektionsschutz, Umwelthygiene, Zivil- und Katastrophenschutz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Potsdam,
  • 2 Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin,
  • 3 Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Berlin,
  • 4 Zentrum Allergie und Umwelt, Technische Universität München und Helmholtz Zentrum München,
  • 5 Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin,
  • 6 Referat Lufthygiene, Deutscher Wetterdienst, Freiburg,
  • 7 Ärzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich,
  • 8 Abteilung
  • 3 , Fachbereich Infektiologie, Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Rostock,
  • 9 VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf,
  • 1 
  • 0 Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin, Gießen,
  • 1 
  • 1 Länderarbeitsgruppe umweltbezogener Gesundheitsschutz,
  • 1 
  • 2 Fachgebiet II
  • 1 .
  • 5 , „Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“, Umweltbundesamt, Berlin,
  • 1 
  • 3 AP
  • 2  Arbeits- und Umweltmedizin/Epidemiologie, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Erlangen,
  • 1 
  • 4 Abteilung II
  • 4 , „Luft“, Umweltbundesamt, Dessau,
  • 1 
  • 5 Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz, Ausschuss Luftqualität/Wirkungsfragen/Verkehr,
  • 1 
  • 6 Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach,
  • 1 
  • 7 Klinik für Dermatologie und Allergologie, Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen

Adresse

Dr. Conny Höflich
Fachgebiet II 1.5, „Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“
Umweltbundesamt
Corrensplatz 1
14195 Berlin
Email: [email protected]

Citation

R. Baeker, K.-C. Bergmann, J. Buters, T. Dümmel, C. Endler, T. Fuchs, S. Gilge, K. Gloyna, R. Heesen, C. Herr, M. Hicke, C. Höflich, L. Klimek, S. Kutzora, M. Langner, H.-G. Mücke, G. Petzold, S. Pleschka, S. Röseler, A. Schwalfenberg, S. Simon, W. Straff, A. Weber, B. Werchan und M. Werchan.Perspektiven für ein bundesweites Pollenmonitoring in Deutschland – Fachübergreifender Arbeitskreis „Bundesweites Pollenmonitoring“. 2020; 43: 111-124. doi: 10.5414/ALX02137.

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