Allergologie, Jahrgang 42 (2019) - Februar (60 - 70)

„Neue“ inhalative Pflanzenallergene
S. Röseler1, J.M. Baron1, C. Höflich2, H.F. Merk1, M. Bas7, H. Bier†, W. Dott4, K. Fietkau1, Z. Hajdu6, L. Kaiser2, T. Kraus4, G. Laven4, S. Moll-Slodowy1, H.-G. Mücke2, W. Straff2, G. Wurpts1, A. Yazdi1, A. Chaker3, G. Balakirski5
1 Klinik für Dermatologie und Allergologie der Universitätsklinik der RWTH Aachen, 2 Umweltbundesamt, Fachgebiet II 1 . 5 , Berlin, 3 Hals-Nasen-und Ohrenklinik der Technischen Universitätsklinik München, 4 Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der RWTH Aachen, 5 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, 6 Hals-Nasen- Ohrenheilkunde des Helios-Amper Klinikum Dachau, 7 Praxis für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Ottobrunn

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DOI 10.5414/ALX02066

Abstrakt

Spezifische IgE-Messungen, von Inhalationsallergikern (n = 952) zeigen, dass trotz ähnlicher klimatischer Bedingungen, am Beispiel von NRW und Bayern, deutliche regionale Unterschiede von Pollensensibilisierungen bestehen – Daten u.a. aus dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, Ufoplan 3710 61 228, des Umweltbundesamtes, für Nordrhein-Westfalen und Bayern (2011 – 2014). Die mehrheitlich multiallergischen Inhalationsallergiker weisen bereits jetzt durch Sensibilisierungen/Kreuzallergien, speziesspezifische Sensibilisierungen auf „neue“ Pollenallergene (wie z.B. das Hundszahngras und die Olive) auf. Diese Pflanzen sind derzeit kaum in Deutschland etabliert, können aber bei zunehmenden Temperaturen (Klimaerwärmung) vermehrt vorkommen. Aber auch regional gehäuft vorkommende Pflanzen, können „Neue“ Pollenallergene sein. Hier werden Pflanzen mit mehr als 8% Sensibilisierungen aufgeführt (z.B. Brennnessel, Zypressen- und Kieferngewächse), deren klinische Relevanz am ehesten unterschätzt, bzw. nicht diagnostiziert wird. In klinischer Konsequenz, sollte für den Zeitraum des Beschwerdemaximums des Pollenallergikers, diagnostisch die regional blühenden Pflanzen erfasst werden und jede daraus indizierte Immuntherapie, mindestens ein Jahr mittels Pollensymptomtagebuch, zur Symptom-Pollen-Korrelation begleitet werden.

*Dieser Beitrag wurde Herrn Prof. Dr. med. Henning Bier gewidmet, dessen Blick auf den Patienten als Mensch und dessen medizinisches Handeln „Wissen schafft Heilung“ nachhaltig prägend war.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Klinik für Dermatologie und Allergologie der Universitätsklinik der RWTH Aachen,
  • 2 Umweltbundesamt, Fachgebiet II
  • 1 .
  • 5 , Berlin,
  • 3 Hals-Nasen-und Ohrenklinik der Technischen Universitätsklinik München,
  • 4 Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der RWTH Aachen,
  • 5 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn,
  • 6 Hals-Nasen- Ohrenheilkunde des Helios-Amper Klinikum Dachau,
  • 7 Praxis für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Ottobrunn

Adresse

Dr. med. Stefani Röseler
Universitätsklinikum Aachen
Anstalt des öffentlichen Rechts
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Pauwelsstr. 30
52074 Aachen
Email: [email protected]

Citation

S. Röseler, J.M. Baron, C. Höflich, H.F. Merk, M. Bas,H. Bier, W. Dott, K. Fietkau, Z. Hajdu, L. Kaiser, T. Kraus, G. Laven, S. Moll- Slodowy, H.-G. Mücke, W. Straff, G. Wurpts, A. Yazdi, A. Chaker und G. Balakirski.„Neue“ inhalative Pflanzenallergene. 2019; 42: 60-70. doi: 10.5414/ALX02066.

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