Allergologie, Jahrgang 38 - Februar (47 - 54)

Milben sind nicht gleich Milben
K.-C. Bergmann1, H. Müsken2
1 Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2 Schwerpunktpraxis für Allergologie und Pneumologie, Bad Lippspringe

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DOI 10.5414/ALX01733

Abstrakt

Seit mindestens dem 17. Jahrhundert ist bekannt, dass die Inhalation von Hausstaub Asthma und Rhinitis auslösen kann. Vor 50 Jahren bewies das holländische Ehepaar Spieksma, dass es Allergene aus Hausstaubmilben sind, die zu den allergischen Erkrankungen führen. Neben den Hausstaubmilben der Superfamilie Pyroglyphoidea (mit Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae und Euroglyphus maynei) führen auch Vorratsmilben aus den Familien Acaroidea und Glycyphagidae zu Allergien. Alle Milbenarten, die in Häusern oder Wohnungen auftreten und IgE-vermittelte Sensibilisierungen auslösen können, werden als „Domestic mites“ bezeichnet. Die Biologie der rund 40 Vorratsmilbenarten in Deutschland ist ähnlich der Biologie der Hausstaubmilben, aber nicht identisch. Vorratsmilben werden meist auf Bauernhöfen nachgewiesen und können beruflich bedingte Atemwegserkrankungen auslösen; sie sind aber auch in städtischen Wohnungen nachweisbar. Anatomie und Biologie der Milben werden kurz dargestellt.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin,
  • 2 Schwerpunktpraxis für Allergologie und Pneumologie, Bad Lippspringe

Adresse

Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
D-10117 Berlin
Email: [email protected]

Citation

K.-C. Bergmann und H. Müsken.Milben sind nicht gleich Milben. 2015; 38: 47-54. doi: 10.5414/ALX01733.

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