Allergologie, Jahrgang 37 - Juli (283 - 292)

Problemsituationen beim Management der Insektengiftanaphylaxie
B. Przybilla, F. Ruëff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München

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DOI 10.5414/ALX01689

Abstrakt

Der erste Schritt bei der langfristigen Versorgung des Patienten mit Insektengiftanaphylaxie ist eine detaillierte Anamnese, die hinsichtlich des ursächlichen Insekts allerdings öfter unklar bleibt. Sind die Ergebnisse von Hauttests und Bestimmung spezifischer Serum-IgE-Antikörper zum Nachweis einer Sensibilisierung gegen Bienen- und/ oder Wespengift nicht schlüssig, dann können Zusatzuntersuchungen weiterhelfen (vor allem die Bestimmung von spezifischem IgE gegen relevante rekombinante Einzelallergene und der Basophilen-Aktivierungstest). Die Anleitung des Patienten zur Vermeidung von Insektenstichen sowie zu Verhalten und Selbstbehandlung bei erneutem Stich sollte nach dem Schulungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft Anaphylaxie Training und Edukation (AGATE) erfolgen. Die allergenspezifische Immuntherapie (ASIT) ist bei Erwachsenen mit Stichanaphylaxie unabhängig vom Schweregrad indiziert, bei Kindern mit ausschließlicher systemischer Hautreaktion kann auf sie verzichtet werden. Die allgemeinen Kontraindikationen einer ASIT sind grundsätzlich zu beachten; beim potentiell lebensbedrohlichen Krankheitsbild der Insektengiftanaphylaxie gelten dauerhafte Kontraindikationen aber nur relativ, eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung ist nötig. Bei wiederholten systemischen Nebenwirkungen der ASIT kann durch Omalizumab meist Verträglichkeit erreicht werden. Die Dauer der ASIT hängt vom Risikoprofil des Patienten ab, die Entscheidung zur Beendigung wird individuell getroffen. Manche Patienten, insbesondere solche mit Mastozytose oder reanimationspflichtiger Stichanaphylaxie, benötigen eine lebenslange ASIT.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Adresse

Univ.-Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9-11
D-80337 München
Email: [email protected]

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Citation

B. Przybilla und F. Ruëff.Problemsituationen beim Management der Insektengiftanaphylaxie. 2014; 37: 283-292. doi: 10.5414/ALX01689.

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