Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 38 - 3. Quartal (123 - 135)

Präklinisches und frühes innerklinisches Synkopenmanagement – Wie machen wir es sicher, effektiv und ökonomisch?
M. Christ, J. Schmidt, S. Popp, H.-J. Heppner, Y. Greve
Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin, Klinikum Nürnberg

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DOI 10.5414/IBX00399

Abstrakt

Synkope ist definiert als eine vorübergehende Bewusstlosigkeit, die plötzlich auftritt und durch eine kurzdauernde globale zerebrale Minderperfusion des Gehirns verursacht wird. Patienten, die sich wegen einer Synkope oder Beinahe-Synkope in die notfallmedizinische Betreuung begeben, haben ein erhöhtes Risiko zu versterben und signifikante zugrunde liegende Erkrankungen aufzuweisen. Die Abklärung der Patienten ist aufgrund des heterogenen Beschwerdebildes und der unterschiedlichen Patientenpräsentation sehr komplex. Dies führt häufig zu einer unnötig breiten Diagnostik, welche für die Betreuung der Patienten nicht zielführend ist („shotgun approach“). Insbesondere technisch aufwendige Untersuchungen wie kraniale Computertomografie, Echokardiografie etc. sind häufig unnötig und sollten nur bei vorliegender Indikation gezielt und fokussiert eingesetzt werden. Aus unserer Sicht ist erforderlich, die Diagnostik und die Risikostratifizierung bei Patienten mit Synkope bzw. Beinahe-Synkope entsprechend den Vorschlägen der Leitlinien strukturiert durchzuführen und eine standardisierte Vorgehensweise zu etablieren (Anamnese, körperliche Untersuchung, 12-Kanal-EKG, Orthostasetest und Laboruntersuchungen in der Notaufnahme). Klinische Entscheidungsinstrumente können die Identifizierung gefährdeter Patienten unterstützen, sie sind jedoch fehlerhaft. Aus diesem Grund muss die klinische Entscheidung über stationäre oder ambulante Versorgung immer individuell durch den betreuenden Notfallmediziner erfolgen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin, Klinikum Nürnberg

Adresse

Prof. Dr. med. M. Christ
Klinik für Notfall- und internistische Intensivmedizin
Klinikum Nürnberg
Prof. Ernst Nathan-Straße 1
D–90419 Nürnberg
Email: [email protected]

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Citation

M. Christ, J. Schmidt, S. Popp, H.-J. Heppner und Y. Greve.Präklinisches und frühes innerklinisches Synkopenmanagement – Wie machen wir es sicher, effektiv und ökonomisch?. 2013; 38: 123-135. doi: 10.5414/IBX00399.

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