Allergologie, Jahrgang 36 - Februar (43 - 50)

In-vitro-Diagnostik bei Insektengiftallergie
F. Ruëff1, B. Vos1,2, B. Przybilla1
1 AllergieZentrum, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2 University Medical Center Groningen, University of Groningen, Groningen, Niederlande

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DOI 10.5414/ALX01546

Abstrakt

Vor geplanter spezifischer Immuntherapie ist der Nachweis einer Insektengiftsensibilisierung erforderlich. Bei Vorgeschichte einer anaphylaktischen Stichreaktion werden Hauttests mit den Insektengiften durchgeführt und spezifische IgE-Antikörper (sIgEAK) gegen die Gesamtgifte von Bienen und Vespula sowie bei Erwachsenen die basale Mastzelltryptasekonzentration im Serum bestimmt. Ein Anstieg der Konzentration sIgEAK gegen ein Gift nach einem Stichereignis, der gefolgt ist von einem späteren Abfall, kann die kurz zuvor stattgefundene Exposition belegen. Sind sIgE-AK nicht bzw. nicht gegen das vermutlich krankheitsursächliche Gift nachweisbar, so wird die Bestimmung bei kurzem Abstand der ersten Bestimmung zum Stichereignis wiederholt. Falls negativ sowie bei späterem Abnahmezeitpunkt sollten dann auch molekulare Giftkomponenten und die Gifte anderer in Betracht kommender Insekten erfasst werden. Werden sIgEAK nicht bzw. nicht gegen das vermutlich krankheitsursächliche Insekt nachgewiesen, so können zelluläre Tests (z.B. Basophilen- Aktivierungstest) eine Insektengiftsensibilisierung belegen. Bei Nachweis von sIgE-AK gegen beide Insektengifte kann mittels Inhibitionstests ein Beleg für kreuzreagierende Antikörper gefunden werden. Weiter kann die Spezifität durch zusätzliche Bestimmung von sIgE-AK gegen CCD-freie molekulare Giftkomponenten verbessert werden. Bislang kann durch keinen In-vitro-Test festgestellt werden, ob eine klinische Relevanz für diesen Befund vorliegt. Trotz vieler Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, einen Labormarker zu finden, mit dem die klinische Relevanz einer Sensibilisierung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden kann.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 AllergieZentrum, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München,
  • 2 University Medical Center Groningen, University of Groningen, Groningen, Niederlande

Adresse

Prof. Dr. med. Franziska Ruëff
AllergieZentrum
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9-11
D-80337 München
Email: [email protected]

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Citation

F. Ruëff, B. Vos und B. Przybilla.In-vitro-Diagnostik bei Insektengiftallergie. 2013; 36: 43-50. doi: 10.5414/ALX01546.

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