Verdauungskrankheiten, Jahrgang 35 (2017) - Juli/August (160 - 166)

Ätiologie, Epidemiologie und Diagnose des Barrett-Ösophagus
E. Wedi
Zentrum für Interdisziplinäre Endoskopie, Klinik für Gastroenterologie und Gastrointestinale Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen

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DOI 10.5414/VDX0953

Abstrakt

Die Diagnose des Barrett-Ösophagus wird bei endoskopisch-makroskopischem Verdacht histologisch durch Nachweis von spezialisiertem intestinalem metaplastischem Zylinderepithel gestellt. Das Risiko der Progression des Barrett-Ösophagus zum Karzinom wird zwischen 0,12 und 0,33% pro Jahr angegeben und liegt deutlich niedriger als früher angenommen. Die Beschreibung des Barrett-Ösophagus erfolgt nach der Prag-Klassifikation. Die Vier-Quadranten- Biopsie in 1 – 2 cm Abständen mit gezielter Biopsie makroskopisch auffälliger Befunde ist weiterhin der Goldstandard. Kontrastverstärkende Verfahren wie die Chromoendoskopie oder virtuelle Chromoendoskopie (NBI) können unterstützend angewandt werden. Nach histologischer Diagnosestellung einer Zylinderzellmetaplasie (Barrett-Ösophagus) sollte nach einem Jahr eine endoskopische Kontrolluntersuchung erfolgen. Anschließend sollten vor allem Risikopatienten (z.B. adipöse, männliche Kaukasier) weiter überwacht und bei Nachweis von HGIEN oder eines frühen mukosalen Karzinoms (pT1a) einer endoskopischen Therapie in einem Barrett-Zentrum zugeführt werden. Der Nachweis einer LG-IEN sollte durch einen zweiten Referenzpathologen bestätigt und endoskopisch behandelt werden (EMR/Ablation).

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • Zentrum für Interdisziplinäre Endoskopie, Klinik für Gastroenterologie und Gastrointestinale Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen

Adresse

Dr. med. Edris Wedi
Zentrum für Interdisziplinäre Endoskopie
Abteilung für Gastroenterologie und Gastrointestinale Onkologie
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch Straße 40
37073 Göttingen
Email: [email protected]

Citation

E. Wedi.Ätiologie, Epidemiologie und Diagnose des Barrett-Ösophagus. 2017; 35: 160-166. doi: 10.5414/VDX0953.

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