Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 29 (2017) - 2. Quartal (70 - 75)

Screening von generalisierter Angststörung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen
S. Lueger1, T. Lueger2, M. Schuler2, P. Deeg1
1 Deegenbergklinik, Bad Kissingen, 2 Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Würzburg

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DOI 10.5414/PRX0509

Abstrakt

Im Vergleich zu Depressionen werden Angststörungen und insbesondere die generalisierte Angststörung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen in der Forschung wenig berücksichtigt. Die Studie untersuchte daher, wie hoch der Anteil der Rückenschmerzpatienten mit auffälligen Angstwerten ist und wie ein Angst-Screening praktisch umgesetzt werden kann. 143 konsekutiv aufgenommenen Patienten (94 Frauen und 49 Männer) mit chronischen Rückenschmerzen im Alter zwischen 23 und 63 Jahren (M = 52,9 Jahre, SD = 7,7 Jahre) bearbeiten die GAD-2 vor ihrem Heilverfahren (= T1) sowie die GAD-7 zu Beginn des Heilverfahrens (= T2). 25,9% der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen wiesen zu T2 auffällige Angstwerte auf. Daher sollte bei allen Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen ein Screening hinsichtlich Angst erfolgen, wobei bereits 2 Items (GAD-2) ausreichend erscheinen. Zur besseren Standardisierung sollte das Screening unmittelbar zu Beginn des Heilverfahrens erfolgen.

Autoreninformation

Autoren

Abteilungen

  • 1 Deegenbergklinik, Bad Kissingen,
  • 2 Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Würzburg

Adresse

Dipl.-Psych. Stefan Lueger
Leitender Psychologe
Deegenbergklinik
Burgstraße 21
97688 Bad Kissingen
Email: [email protected]

Citation

S. Lueger, T. Lueger, M. Schuler und P. Deeg.Screening von generalisierter Angststörung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. 2017; 29: 70-75. doi: 10.5414/PRX0509.

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