In-vitro-Leukotrienproduktion gemessen im CAST-ELISA über einen Beobachtungszeitraum von 5 Monaten
E.M. Engels, J. Lange, D. Beischer, J. Kühr, M.V. Kopp
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universität Freiburg
DOI 10.5414/ALP25460
Abstract
Einleitung: Der Cellular Antigen Stimulation Test (CAST; Bühlmann Laboratory AG, CH) quantifiziert die In-vitro-Cystinyl-Leukotrienproduktion (= CysLT: LTC4, LTD4, LTE4) isolierter Leukozyten, die bei der allergischen Entzündungsreaktion Bronchokonstriktion, gesteigerte Gefäßpermeabilität und Hypersekretion hervorrufen. Fragestellung: Lassen sich saisonale Effekte bei der In-vitro-CysLT-Produktion beobachten? Population und Methoden: Es wurden 9 Probanden im Alter von 7 – 18 Jahren rekrutiert (3 ohne Sensibilisierung, 2 mit Hausstaubmilbensensibilisierung sowie 4 Probanden mit Sensibilisierung gegen Gräserpollen). Monatlich erfolgte jeweils eine Blutentnahme. Nach Dextransedimentation wurden die isolierten Zellen mit Medium alleine (Negativkontrolle), mit einem Anti-IgE-Rezeptor-Antikörper (Anti-IgE-rAK; 0,5 mg/mL; Positivkontrolle) sowie mit Graspollenallergen (Sechs-Gräsermischung GX1, 20 ng/ml) stimuliert. Die CysLT-Produktion (LTC4, LTD4, LTE4) wurde mittels ELISA quantifiziert (CAST-ELISA, Bühlmann Laboratory AG, Schönenbuch, Schweiz). Ergebnisse: Nach Stimulation mit Anti-IgE-rAK lagen die CysLT-Konzentrationen im März zwischen 1163 und 6187 pg/ml, im Monat Mai zwischen 2048 und 7620 pg/ml (mediane Zunahme 63%; Range: 35% – 114%; p = 0,012). Nach Stimulation mit Graspollenallergen wurde eine CysLT-Konzentration zwischen 158 und 208 pg/ml im März sowie zwischen 337 und 7057 pg/ml im Mai gemessen (mediane Zunahme 49,9%; Range: 38 – 133%; p = 0,004). Die mediane In-vitro-CysLT-Produktion nach Stimulation mit Graspollenallergen im Monat Mai lag bei Probanden mit Graspollensensibilisierung bei 6137 pg/ml (Range: 4249 – 7620), bei Probanden ohne Graspollensensibilisierung bei 2130 pg/ml (2048 – 5421). Schlußfolgerung: Es konnten saisonale Schwankungen mit einer signifikant höheren In-vitro-Produktion der CysLT im Monat Mai im Vergleich zum Monat März gezeigt werden. Diesem saisonalen Effekt muß beim Einsatz des CAST-ELISA im Rahmen von klinischen Langzeitstudien Rechnung getragen werden.
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- Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universität Freiburg
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Dr. med. M.V. Kopp
Zentrum für Kinderheilkunde
und Jugendmedizin
Universität Freiburg
Mathildenstraße 1
D-79106 Freiburg
Citation
E.M. Engels, J. Lange, D. Beischer, J. Kühr und M.V. Kopp. In-vitro-Leukotrienproduktion gemessen im CAST-ELISA über einen Beobachtungszeitraum von 5 Monaten. 2002; 25: 460-465. doi: 10.5414/ALP25460.