Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 35 - April (168 - 172)

Hämoptysen als ungewöhnliche Komplikation nach Inhalation von Cannabinoiden
D. Walter1, S.M. Schmidt2, R. Bruns2, S. Gläser1, C. Schäper1, R. Ewert1
1 Klinik für Innere Medizin B, 2 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald

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DOI 10.5414/ATP35168

Abstract

Wir berichten über zwei junge Männer, die mit Hämoptysen nach sporadischer Inhalation von Cannabis einer stationären Behandlung bedurften. Psychische Auffälligkeiten bis hin zur Abhängigkeit und pneumologische Erkrankungen, wie eine chronische Bronchitis, sind bekannte Komplikationen nach Inhalation von Cannabis. Bei unseren Patienten zeigten sich röntgenologisch beidseits parenchymale Verdichtungen der Lunge und laborchemisch geringe Entzündungszeichen. Endoskopisch fand sich keine Blutungsquelle. In beiden Fällen unterstützt der histologische Befund das Vorliegen einer inhalativ induzierten, exogenen Alveolitis. Therapeutisch waren eine antibiotische Prophylaxe und eine orale Therapie mit Prednisolon erfolgreich. Beide Patienten berichteten über eine erst kurzzeitige und sporadische Nutzung der Droge, so dass mit steigender Anzahl jugendlicher Konsumenten auch zunehmend mit dieser akut auftretenden Komplikation zu rechnen ist.

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  • 1 Klinik für Innere Medizin B,
  • 2 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald

Address

Dr. med. Dörthe Walther; Bereich Pneumologie/Infektiologie, Klinik für Innere Medizin B, Ernst-Moritz-Arndt Universität, Loefflerstrasse 23a, D-17489 Greifswald

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Citation

D. Walter, S.M. Schmidt, R. Bruns, S. Gläser, C. Schäper und R. Ewert. Hämoptysen als ungewöhnliche Komplikation nach Inhalation von Cannabinoiden. 2009; 35: 168-172. doi: 10.5414/ATP35168.

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