Klinische Symptome bei Magnesiummangel-Patienten
K. Kisters1,5, M. Hausberg2,5, B. Gremmler3, U. Liebscher4,5, F. Tokmak5, M.Q. Ngugen5, H. Liebscher4, 5
1 Medizinische Klinik I, St. Anna-Hospital Herne, 2 Medizinische Klinik I, Städtische Kliniken Karlsruhe, 3 Kardiologische Abteilung, Marienhospital Bottrop, 4 SHO-Mineralimbalancen e.V., Berlin, 5 Arbeitskreis Trace Elements and Electrolytes (AKTE e.V.), Bielefeld
DOI 10.5414/NHP37597
Abstract
Ein Magnesiummangel spielt bekanntlich bei der Entstehung einer primären Hypertonie eine essentielle Rolle. Es ist bekannt, dass Patienten mit einer essentiellen Hypertonie ebenfalls eine erhöhte Inzidenz für die Entstehung einer Arteriosklerose mit Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben. Von besonderer Bedeutung ist auch das Vorhandensein einer vermehrten Intima-Media-Dicke oder von Arteria-carotis-Plaquebildungen oder höhergradigen Stenosen der hirnversorgenden Arterien bei Hypertonikern. Neben der geeigneten antihypertensiven Therapie kann ursächlich auch ein bestehender Magnesiummangel durch eine Magnesiumsubstitution erfolgreich therapiert werden. In diesem Zusammenhang wurden 38 Patienten (Selbsthilfeorganisation Mineralimbalancen e.V.) mit einem seit vielen Jahren bestehenden Magnesiummangel untersucht. Die Serummagnesium-Konzentrationen wurden mit Werten zwischen 0,4 und 0,7 mmol/l erniedrigt gemessen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass bei 84,2% dieser Magnesiummangel-Patienten eine essentielle Hypertonie vorlag. 60,5% zeigten erhöhte Pulsdruckwerte über 50 mmHg. Bei 76,3% lag ein gestörter Lipidstoffwechsel vor. Eine gesteigerte Intima-Media-Dicke wurde bei 50,3% gemessen. 16% der Magnesiummangel-Patienten hatten bereits einen Schlaganfall erlitten. 5% der Magnesiummangel-Patienten gaben an, einen Myokardinfarkt erlitten zu haben. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass ein Magnesiummangel sich in schweren klinischen Symptomen äußern kann. Besonders Schlaganfall und kardiovaskuläre Erkrankungen sind ein enormer Risikofaktor bei der Beurteilung der Lebensqualität und der Lebenserwartung für diese Magnesiummangel-Patienten. Bei diesen Patienten sind ein ausgeglichener Magnesiumhaushalt anzustreben und eine Magnesium-Supplementierung erforderlich. Hierbei sind oft Gaben von 1 g Mg oder auch mehr/Tag erforderlich.
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- 1 Medizinische Klinik I, St. Anna-Hospital Herne,
- 2 Medizinische Klinik I, Städtische Kliniken Karlsruhe,
- 3 Kardiologische Abteilung, Marienhospital Bottrop,
- 4 SHO-Mineralimbalancen e.V., Berlin,
- 5 Arbeitskreis Trace Elements and Electrolytes (AKTE e.V.), Bielefeld
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Prof. Dr. med. K. Kisters; Medizinische Klinik I, St.-Anna-Hospital, Hospitalstraße 19, D-44649 Herne
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Citation
K. Kisters, M. Hausberg, B. Gremmler, U. Liebscher, F. Tokmak, M.Q. Ngugen und H. Liebscher, .Klinische Symptome bei Magnesiummangel-Patienten . 2008; 37: 597-601. doi: 10.5414/NHP37597.