Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 35 - März 2006 (99 - 102)

Hypertonie, Magnesiummangel und Intima-Media-Dicke
K. Kisters1,3, H. Al Tayar1, J. Kozianka1, C. Funke1, P. Franitza1, B. Gremmler2, F. Wessels1, H. Liebscher3, F. Tokmak3, M. Hausberg3, J. B
1 Medizinische Klinik I, St. Anna-Hospital, Herne, 2 Kardiologie, Marienhospital, Bottrop, 3 Arbeitskreis Trace Elements and Electrolytes (AKTE e.V.)

Add to Cart  

 

DOI 10.5414/NHP35099

Abstract

Ein Magnesiummangel spielt bekanntlich bei der Pathogenese einer essentiellen Hypertonie eine wichtige Rolle. Patienten mit essentieller Hypertonie weisen ebenfalls eine erhöhte Inzidenz für die Entstehung einer Arteriosklerose auf. Von besonderer Bedeutung ist auch das Vorhandensein einer vermehrten Intima-Media-Dicke oder von Arteria-carotis-Plaquebildungen oder höhergradigen Stenosen der hirnversorgenden Arterien bei Hypertonikern. Von besonderer Bedeutung ist diese Thematik auch bei der Auswahl eines geeigneten antihypertensiven Medikaments und entsprechenden Gefäßläsionen. Hierbei kann der Magnesiummangel ursächlich sein oder über gestörte Transportmechanismen, z.B. einen gestörten Kalzium-Magnesiumantagonismus, Natrium-Magnesiumantiport oder gestörte Magnesiumkanäle entstehen. In der hier vorliegenden Untersuchung wurden 10 essentielle, unbehandelte Hypertoniker mit einem Serum-Magnesiummangel (1,65 ± 0,04 mg%) untersucht bezüglich ihrer Intima-Media-Dicke der Arteria carotis interna. Hierzu wurden mit einem Farbduplexgerät der Firma GE die Arteria carotis communis untersucht und die Intima-Media-Dicke dort in mm gemessen. Dabei fanden wir die Intima-Media-Dicke bei unseren essentiellen Hypertonikern mit Hypomagnesiämie auf Werte von 0,96 ± 0,04 mm verdickt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß ein Magnesiummangel ursächlich bei der Pathogenese einer essentiellen Hypertonie beteiligt ist. Des weiteren neigen Hypertoniker mit Magnesiummangel dazu, im Bereich der Arteria carotis communis eine vermehrte Intima-Media-Dicke zu entwickeln, was ein prognostischer Marker für die Entstehung einer Arteriosklerose und vermehrter arterial stiffness ist, eine Therapie mit Kalziumantagonisten und/oder eine Magnesiumsubstitution scheinen sich hierbei günstig auszuwirken.

Author Details

Authors

Departments

  • 1 Medizinische Klinik I, St. Anna-Hospital, Herne,
  • 2 Kardiologie, Marienhospital, Bottrop,
  • 3 Arbeitskreis Trace Elements and Electrolytes (AKTE e.V.)

Address

Prof. Dr. med. K. Kisters
Medizinische Klinik I
St. Anna-Hospital
Hospitalstraße 19
D-44649 Herne
Email: [email protected]

Log in for Subscribers

Citation

K. Kisters, H. Al Tayar, J. Kozianka, C. Funke, P. Franitza, B. Gremmler, F. Wessels, H. Liebscher, F. Tokmak, M. Hausberg und J. B. Hypertonie, Magnesiummangel und Intima-Media-Dicke. 2006; 35: 99-102. doi: 10.5414/NHP35099.

###article_not_exists_msg###

Shopping Overview

Shopping Overview
Type Qtty Discount VAT Price
Your basket is empty
View Cart