Handekzeme in der Zahnarztpraxis – Auswertung einer fragebogengestützten Analyse
L. Bogner, M. Worm
Allergie-Centrum-Charité, Bereich Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Charité Campus MitteUniversitätsmedizin Berlin
DOI 10.5414/DBP53183
Abstract
Mitarbeiter in Zahnarztpraxen sind aufgrund des Tätigkeitsprofils einer erhöhten Hautbelastung ausgesetzt. Ziel der Untersuchung war, die Häufigkeit und Auslöser von arbeitsplatzbezogenen Hautproblemen von Personal in zahnärztlichen Praxen mittels einer fragebogengestützten Analyse zu erfassen. Neben der allergologischen Eigenanamnese wurden Parameter wie Handschuhart und -tragezeit, Desinfektionsmittelgebrauch, Anwendung von Hautpflege- und Hautschutzmitteln ausgewertet. Der Fragebogen wurde an 1.222 randomisiert ausgewählte Zahnarztpraxen verschickt und von allen Beschäftigten einer Praxis ausgefüllt. Die Ergebnisse zeigen, daß 17,3% von n = 987 befragten Personen aus 244 Zahnarztpraxen (Rücklaufquote 19,7%) arbeitsplatzbezogene Hautprobleme angeben. Es fand sich kein statistischer Zusammenhang zwischen Personen mit arbeitsplatzbezogenen Hautproblemen und Alter, Geschlecht, Berufsjahren oder der wöchentlichen Arbeitszeit. Die detaillierte Befragung der Personen mit arbeitsplatzbedingten Hautproblemen (n = 150) zu möglichen Auslösern ergab, daß Handschuhe mit 73%, Desinfektionsmittel mit 42%, Hautpflegemittel mit 8% und die Hautschutzmittel mit 2,7% genannt wurden. Bei Hautproblemen im Zusammenhang mit Handschuhen wurden die Beschwerden häufiger in den ersten 20 Minuten als 1 bis 2 Tage später angegeben (4:1). Die Befragung nach bestehender Atopie ergab am häufigsten (46,5%) eine allergische Rhinitis. 26% der Befragten mit arbeitsplatzbezogenen Hautproblemen berichten über eine bestehende Latexallergie. Die Daten zeigen, daß arbeitsplatzbezogene Hautprobleme in Zahnarztpraxen häufig sind und vor allem Handschuhe und Desinfektionsmittelgebrauch von den Befragten als Auslöser angegeben werden. Auch die Latexallergie wird noch sehr häufig als Auslöser angegeben. Primär- aber auch sekundärpräventive Maßnahmen sind für den Bereich der Zahnarztpraxen erforderlich, um dem Entstehen von Handekzemen entgegenzuwirken.
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- Allergie-Centrum-Charité, Bereich Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Charité Campus MitteUniversitätsmedizin Berlin
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Prof. Dr. med. M. Worm
Allergie-Centrum-Charité
Bereich Berufsdermatologie und Umweltmedizin
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Charité Campus Mitte
Universitätsmedizin Berlin
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Citation
L. Bogner und M. Worm. Handekzeme in der Zahnarztpraxis – Auswertung einer fragebogengestützten Analyse. 2005; 53: 183-188. doi: 10.5414/DBP53183.