Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 55 (2026) - Juli (284 - 293)

Stellenwert der Lipoproteinapherese zu Zeiten der siRNA-basierten Lipidsenker
V.J.J. Schettler
Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR, Göttingen

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DOI 10.5414/NHX02526

Abstract

Die aktuelle Rolle der Lipoproteinapherese (LA) bei schweren Fettstoffwechselstörungen, insbesondere bei homozygoter familiärer Hypercholesterinämie, schwerer Hypercholesterinämie/heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie sowie isoliert erhöhter Lipoprotein(a)-Konzentration mit progredienter kardiovaskulärer Erkrankung wird unter Berücksichtigung neuer Therapieformen neu bewertet. Neue Antisense- und siRNA-Therapien gegen PCSK9 oder apo(a) können LDL-C bzw. Lp(a) stark und langanhaltend senken und könnten künftig die Häufigkeit oder Notwendigkeit der Apherese reduzieren. Gleichzeitig fehlen insbesondere für Lp(a)-gerichtete Therapien noch endgültige Outcome-Daten zu harten kardiovaskulären Endpunkten. Die LA bleibt daher als multimodale Ultima-Ratio-Therapie bei ausgewählten Hochrisikopatienten weiterhin unverzichtbar, vor allem wenn eine sofortige Reduktion atherogener Lipoproteine notwendig ist oder medikamentöse Therapien nicht ausreichen.

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  • Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR, Göttingen

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Prof. Dr. med. Volker J.J. Schettler
Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR
An der Lutter 24
37075 Göttingen
Email: [email protected]

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Citation

V.J.J. Schettler.Stellenwert der Lipoproteinapherese zu Zeiten der siRNA-basierten Lipidsenker. 2026; 55: 284-293. doi: 10.5414/NHX02526.

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