Nachsorge nach venöser Thromboembolie
M. Held1, 2, 3
1 Ihre Lungenpraxis, Ambulantes Zentrum für Pneumologie, Campus Innopark, Kitzingen, 2 Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Pneumologie und Beatmungsmedizin, Klinikum Würzburg Mitte, 3 Medizinische Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
DOI 10.5414/ATX02924
Abstract
Die Lungenembolie-Nachsorge als strukturierte Form der Betreuung von Patient/-innen mit stattgehabten Thromboembolien umfasst die Verhinderung thromboembolischer Rezidive und Blutungskomplikationen, die Erkennung von kardiovaskulären, malignen und entzündlich-immunologischen Komorbiditäten und die Erkennung, Differenzierung und Therapie von Belastungseinschränkungen. Die Antikoagulation dient der Verhinderung von Rezidiven. Die Dauer ist unter Bewertung des Rezidiv-Risikos und Abwägung des Blutungsrisikos festzulegen, Risikorechner können unterstützen. Einen Einfluss auf das Vorgehen kann die initiale Erscheinungsform als akute, akut auf chronische oder primär chronische Thromboembolie haben. Daher sollte diese bei Diagnosestellung einer Thromboembolie adäquat erfasst werden. Funktionelle Einschränkungen nach Lungenembolie sind häufig und können durch chronisch-thromboembolische pulmonale Erkrankung (CTEPD), durch Komorbiditäten, einen erworbenen Alltagstrainingsmangel oder auch psychische Komorbiditäten bedingt sein. Entzündlich immunologische oder maligne Erkrankungen können zur Thromboembolie prädisponieren, ohne zuvor bekannt zu sein. Kardiovaskuläre Begleiterkrankungen sind differenzialdiagnostisch bei Leistungseinschränkungen zu berücksichtigen. Zur Erkennung von bisher nicht bekannten Komorbiditäten werden eine eingehende Anamnese unter Erfassung vorheriger Vorsorgeuntersuchungen, eine sorgfältige körperliche Untersuchung, eine Basislaboruntersuchung und bei sich ergebendem klinischen Verdacht weiterführende Untersuchungen empfohlen. Über die Aufgabenverteilung zwischen hausärztlicher, sich zunehmend spezialisierender ambulanter fachärztlicher Medizin und klinisch-stationärer Zentren sind regionale Abstimmungen zwischen den Versorgern sinnvoll.
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Authors
Departments
- 1 Ihre Lungenpraxis, Ambulantes Zentrum für Pneumologie, Campus Innopark, Kitzingen,
- 2 Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Pneumologie und Beatmungsmedizin, Klinikum Würzburg Mitte,
- 3 Medizinische Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Address
Professor Dr. med. Matthias Held
Ihre Lungenpraxis, Campus Innopark
Steigweg 24
97318 Kitzingen
Email:
[email protected]
Citation
M. Held.Nachsorge nach venöser Thromboembolie. 2026; 52: 239-244. doi: 10.5414/ATX02924.