Wearables zur Blutdruckmessung
N. Büchner1, S. Eckert2, C. Ott3, T. Westhoff4, R. Dechend5, S. Lüders6, T. Mengden7, B. Sanner8; für die Sektion Hochdruckdiagnostik der DHL
1 HELIOS-Klinikum Duisburg – Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Duisburg, 2 Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum – Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie, Bad Oeynhausen, 3 Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg – Nephrologie und Hypertensiologie, Erlangen, 4 Marien Hospital Herne, Medizinische Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, Herne, 5 HELIOS-Klinikum Berlin-Buch – Kardiologie, Berlin, 6 St.-Josefs-Hospital Cloppenburg – Nephrologie, Cloppenburg, 7 Kerckhoff-Klinik GmbH – Rehabilitationszentrum, Bad Nauheim, 8 Agaplesion-Bethesda-Krankenhaus Wuppertal gGmbH – Medizinische Klinik, Wuppertal
DOI 10.5414/NHX02406
Abstract
Im Zuge der Digitalisierung im alltäglichen und medizinischen Umfeld nutzen immer mehr Menschen Wearables zur Erfassung verschiedener Biosignale einschließlich des Blutdrucks. Diese erlauben im Vergleich zur Praxismessung (Office BP) oder der ambulanten/häuslichen Blutdruckmessung (ABPM/HBPM) oft häufigere, zum Teil sogar kontinuierliche Messungen (Beat-to-beat) und Messungen in verschiedenen Situationen. Teilweise werden die Blutdruckwerte mit anderen erfassten Biosignalen wie Herzfrequenz, Aktivität, Schlaf, Sauerstoffsättigung kombiniert, was uns neue Einblicke in verschiedene Phänotypen (z. B. stressbedingt, saisonal, schlafbezogen, hohe Variabilität) erlauben wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass viele Menschen für ihre Blutdruckwerte und die Beeinflussung durch Lifestyle modification sensibilisiert werden und die Therapiesteuerung bei Bluthochdruck erleichtert wird. Auf der anderen Seite wird unser Gesundheitssystem mit der Abklärung großer Datenmengen belastet, wofür entsprechende Ressourcen bereitzustellen sind und Abrechnungsstrukturen geschaffen werden müssen. Hinzu kommt, dass viele der eingesetzten Devices nicht für medizinische Zwecke validiert sind, einerseits weil sie als Wellnessgeräte konzipiert wurden und es andererseits noch keine geeigneten Validierungsprotokolle gibt. Viele der eingesetzten Geräte müssen in unterschiedlichen Abständen gegen eine validierte Blutdruckmessung initialisiert bzw. kalibriert werden. Zusammenfassend haben Wearables zur Blutdruckmessung zwar großes Potenzial, die Diagnostik, Therapieüberwachung und Beurteilung neuer Phänotypen des Bluthochdrucks zu verbessern, für die breite klinische Anwendung sind die große Mehrzahl der Geräte insbesondere bei fehlender Validierung noch nicht verlässlich einsetzbar.
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- 1 HELIOS-Klinikum Duisburg – Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Duisburg,
- 2 Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum – Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie, Bad Oeynhausen,
- 3 Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg – Nephrologie und Hypertensiologie, Erlangen,
- 4 Marien Hospital Herne, Medizinische Klinik I – Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, Herne,
- 5 HELIOS-Klinikum Berlin-Buch – Kardiologie, Berlin,
- 6 St.-Josefs-Hospital Cloppenburg – Nephrologie, Cloppenburg,
- 7 Kerckhoff-Klinik GmbH – Rehabilitationszentrum, Bad Nauheim,
- 8 Agaplesion-Bethesda-Krankenhaus Wuppertal gGmbH – Medizinische Klinik, Wuppertal
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PD Dr. med. Nikolaus Büchner
Helios Klinikum Duisburg
Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Dieselstraße 185
47166 Duisburg
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N. Büchner, S. Eckert, C. Ott, T. Westhoff, R. Dechend, S. Lüders, T. Mengden und B. Sanner; für die Sektion Hochdruckdiagnostik der DHL.Wearables zur Blutdruckmessung. 2024; 53: 194-207. doi: 10.5414/NHX02406.