Zielblutdruck bei Nierenerkrankungen C. Ott, R.E. Schmieder Medizinische Klinik 4 , Nephrologie und Hypertensiologie, Universität Erlangen-Nürnberg
DOI 10.5414/NHX01621
Abstract
Die Datenlage hat sich zwischen dem Erscheinen der beiden wichtigsten Leitlinien (KDIGO und ESH/ESC) auf diesem Gebiet nicht verändert. Die unterschiedlichen Empfehlungen der Zielblutdrücke bei CKD in den vorliegenden Leitlinien sind auf eine differente Betrachtung, im Sinne der Gewichtung und Einforderung einer mehr oder weniger strikteren Evidenz zurückzuführen. Eine solide Evidenz für strengere Zielblutdruckwerte als < 140/90 mmHg existiert nur für Patienten mit (Makro-) Proteinurie, und dies auch nur im Hinblick auf renale Endpunkte. Die Empfehlungen einer strikteren Blutdruckeinstellung mögen mitunter nachvollziehbar und pathophysiologisch begründet sein, doch sind Studien, die dies „evidenz-basiert“ begründen, aktuell nicht vorhanden. Diese Debatte wird wohl trotz alledem noch länger geführt werden. So befasste sich eine Debatte des letztjährigem ASN mit der Frage „BP < 130 is the target for CKD“ versus „BP < 140 mmHg is just fine“und eine weitere Session fragte „40/90? How low should we go?“ Diese Debatten erbrachten keinen neuen Erkenntnisgewinn.
4 , Nephrologie und Hypertensiologie, Universität Erlangen-Nürnberg
Address
Prof. Dr. R.E. Schmieder und PD Dr. med. C. Ott
Medizinische Klinik 4, Nephrologie und Hypertensiologie
Universität Erlangen-Nürnberg
Ulmenweg 18
D-91054 Erlangen Email: [email protected]
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Citation
C. Ott und R.E. Schmieder.Zielblutdruck bei Nierenerkrankungen.2014; 43: 255-261. doi: 10.5414/NHX01621.
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