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Immunologische
Grundlagen – Diagnostik und Therapie für Praxis und Therapie
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27, Nr. 12/2004 (Dezember) |
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Inhaltsübersicht |
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Originalarbeit |
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Cluster-Immuntherapie bei
allergischer Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale: Sicherheit der
Initialtherapie mit Novo-Helisen Depot
I. Hansen, K. Hörmann, L. Klimek, J. Kettner und A. Narkus |
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Übersichten |
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Pharmakologische Therapie der
Polyposis nasi
C. Bachert |
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Kasuistik |
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Die Pizza: eine Quelle von
unerwarteten Allergenen – anaphylaktische Reaktion auf Lupinenmehl im
Pizzateig und in einem Lebkuchen
B. Wüthrich, D. Mittag und B.K. Ballmer-Weber |
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Leitlinien |
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Erhöhte basale Serumtryptasekonzentration oder
Mastozytose als Risikofaktor der Hymenopterengiftallergie
B. Przybilla, U. Müller, R. Jarisch und F. Ruëff |
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Letters to the editor |
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Index 2004 |
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© 2004 Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle |
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 12/2004, S.
477-483 |
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Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis und
Asthma bronchiale: Sicherheit der Initialtherapie mit Novo-Helisen
Depot
I. Hansen1,2, K. Hörmann1,
L. Klimek1,2, J. Kettner3 und A. Narkus3
1HNO-Universitätsklinik Mannheim,
Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 2Zentrum für
Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 3Allergopharma
Joachim Ganzer KG, Reinbek
Hintergrund: Neben der Allergenkarenz ist die
Hyposensibilisierungstherapie oder spezifische Immuntherapie (SIT)
die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit
allergischer Rhinokonjunktivitis. Bei der klassischen SIT wird ein
Allergenextrakt repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan injiziert.
Es existieren unterschiedliche Therapieschemata für die subkutane
SIT. Bei der Cluster-Therapie werden hierzu zwei bis drei
Injektionen je Behandlungstag in wöchentlichen Abständen
verabreicht. Patienten: In einer Untersuchung von 46
Patienten (17 Frauen, 29 Männer) im Alter von 11 – 71 Jahren
(Altersdurchschnitt: 40,7 ± 13 Jahre) wurden auftretende
Nebenwirkungen bei Anwendung des Cluster-Therapieschemas mit
Novo-Helisen Depot (Allergopharma, Reinbek) in der
Dosissteigerungsphase erhoben. Mit zwei verschiedenen Extrakten
wurden vier Patienten behandelt, so daß insgesamt 50 Therapien
beurteilt wurden; 19 Patienten (41%) litten an Asthma bronchiale.
Ergebnisse: Es wurden 34 Behandlungen mit Milben-, acht
Behandlungen mit Gräser/Getreide- und acht Behandlungen mit
Baumpollenpräparaten mit insgesamt 744 Injektionen durchgeführt. Die
Gesamtzahl der übersteigerten Lokalreaktionen (³
Grad 1, entsprechend ³
5 cm) betrug n = 23 bzw. 3,1% aller Injektionen. Hiervon waren 22
(3,0%) Sofortphasenreaktionen und eine (0,1%) eine
Spätphasenreaktion. Von allen übersteigerten Lokalreaktionen waren
22 (3,0%) Grad-1-Reaktionen (5 – 8 cm) und 1 (0,1%) eine
Grad-2-Reaktion (8 – 12 cm). Grad-3- und Grad-4-Reaktionen traten
nicht auf. Nur eine systemische Reaktion entsprechend 0,1% aller
Injektionen ist beobachtet worden. Es handelte sich um eine
Spätphasenreaktion Stadium 1 (Urtikaria). Systemische Reaktionen
entsprechend den Stadien 2, 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Es
bestanden keine Alters- oder Geschlechtsabhängigkeiten hinsichtlich
des Auftretens übersteigerter Lokalreaktionen und/oder systemischer
Reaktionen (alle p > 0,05). Schlußfolgerungen: Art und Anzahl
der unerwünschten Reaktionen bei der Cluster-SIT mit Novo-Helisen
Depot zeigen eine sehr gute Verträglichkeit und entsprechen dem bei
anderen Schemata üblichen Rahmen. |
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Korrespondenz an:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
Schöne Aussicht 38
D-65193 Wiesbaden
Email:
Ludger.Klimek@t-online.de
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© 2004 Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle |
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 12/2004, S.
484-494 |
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Pharmakologische Therapie der Polyposis nasi
C. Bachert
Kliniekhoofd, HNO-Klinik, Universitätsklinik Gent
Nasenpolypen kommen bei etwa 4% der europäischen Bevölkerung vor
und stellen aufgrund ihrer Rezidivrate und Chronizität eine echte
Herausforderung dar. Histologisch sind Nasenpolypen durch eine
eosinophile Entzündung und eine Gewebsdestruktion gekennzeichnet,
deren Regulation durch Zytokine, Chemokine und Metalloproteinasen im
Vordergrund der Forschung steht. Die Ätiologie der Erkrankung ist
nach wie vor ungewiß. Der gegenwärtige Therapiestandard umfaßt die
topischen und systemischen Steroide, wobei nur für die lokale
Behandlung ausreichend kontrollierte Studien vorliegen, die eine
evidenzbasierte Therapie ermöglichen. Die chirurgische Intervention
ist erst angezeigt, wenn die medikamentöse Therapie erfolglos
bleibt, wobei topische Steroide auch nach einer Operation als
Langzeittherapie (Monate bis Jahre) eingesetzt werden sollten. Die
Erfahrungen mit anderen Arzneimitteln wie Antihistaminika,
Antileukotrienen und Furosemid sind begrenzt. Die adaptive
Deaktivierung mit Aspirin ist eine therapeutische Möglichkeit bei
aspirinsensitiven Patienten, bei denen andere therapeutische Ansätze
versagt haben. Neuerdings werden auch Antibiotika wegen ihrer
antientzündlichen Eigenschaften diskutiert, aussagekräftige
kontrollierte Studien fehlen allerdings bislang. Neue Ansätze zielen
auf die Hemmung spezifischer Komponenten der Entzündungsreaktion ab.
Diese Übersichtsarbeit diskutiert die gegenwärtigen Kenntnisse zur
Pathophysiologie und die sich daraus ergebenden Therapieansätze für
die Polyposis nasi. |
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Korrespondenz an:
Prof. Dr. med. C. Bachert
Kliniekhoofd
HNO-Klinik
Universitätsklinik Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Email:
claus.bachert@ugent.be
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© 2004 Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle |
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 12/2004, S.
495-502 |
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Die Pizza: eine Quelle von unerwarteten Allergenen – anaphylaktische
Reaktion auf Lupinenmehl im Pizzateig und in einem Lebkuchen
B. Wüthrich, D. Mittag und B.K. Ballmer-Weber
Allergiestation, Dermatologische Klinik und
Poliklinik, UniversitätsSpital, Zürich
Lupinenmehl (Lupinus albus), aus der Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae),
findet heute eine weite Verwendung in der Nahrungsindustrie, vor
allem als Zusatz zu Getreidemehlen und als Emulgator. Wir stellen
den Fallbericht eines Patienten mit hochgradiger Erdnußallergie vor,
der nach Genuß einer "Take-away"-Pizza mit einem schweren Status
asthmaticus reagierte, welcher eine Intubation auf der
Intensivstation erforderte. Durch mehrere Nachfragen an den
Großverteiler dieser “Take-away”-Pizza ergab sich, daß der Pizzateig
mit Lupinenmehl angereichert war. Die Lupinensensibilisierung wurde
im Pricktest und serologisch (CAP-Klasse 4; 44,30 kU/l)
nachgewiesen. Eine Erdnußkontamination der Pizza wurde
ausgeschlossen. Der IgE-Immunoblot zeigte Hauptbanden bei 20, 34, 60
und 62 kDa. Durch Inhibitionsexperimente mit Erdnußextrakt konnte
eine partielle Inhibition der IgE-Bindung an Lupinenproteine
beobachtet werden. Kurz nach dieser ersten Beobachtung wurde uns
eine Patientin zugewiesen, welche nach Genuß eines Lebkuchens mit
deklariertem Zusatz von Lupinenmehl mit einem Quincke-Ödem des
Gesichts und Abdominalschmerzen reagierte. Der Pricktest und der CAP
mit Lupinenmehl waren positiv (CAP-Klasse 3; 7,59 kU/l). Die
gleichzeitige Inkubation des Blotstreifens mit Patientenserum und
Erdnußextrakt führte zu keiner Inhibition der IgE-Bindung an
Lupinenextrakt. Allergische Reaktionen auf Lupinen kommen sowohl im
Rahmen von Kreuzreaktionen auf andere Leguminosen wie Erdnüsse,
Kichererbsen und weiße Bohnen vor, als auch als isolierte
Sensibilisierungen. Aufgrund einer zunehmenden industriellen
Verwendung sollte Lupinenmehl deshalb als allergenes Nahrungsmittel
mit starkem Allergiepotential vermehrte Berücksichtigung finden.
Nebst Erdnuß- und Soja sollte auch Lupine in die Liste der
obligatorisch zu deklarierenden Nahrungsmittel der EU und der
Schweiz aufgenommen werden. |
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Korrespondenz an:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Facharzt FMH für Allergologie und Dermatologie
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH-8125 Zollikerberg
Email:
wuethric@unizh.ch
bs.wuethrich@bluewin.ch
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© 2004 Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle |
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Standort:
www.dustri.de
deutschsprachige
Zeitschriften
Allergologie
Nr. 12/2004 (Dezember)
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Dustri-Verlag
online: Alle Rechte vorbehalten,
© 2004 Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle;
Anregungen & Kommentare an info@dustri.de |
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