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Letzte Aktualisierung:
14.12.2004
 

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  Immunologische Grundlagen – Diagnostik und Therapie für Praxis und Therapie
  
Jahrgang 27, Nr. 11/2004 (November)
  
  Inhaltsübersicht
     
  Übersichten
  Neues zur Urtikaria
B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp
   
    Die Rolle von regulatorischen CD4+CD25+-T-Zellen bei allergischen Krankheiten
I. Bellinghausen, J. Knop und J. Saloga
     
  Originalarbeit
  Allergenexposition im Maler- und Lackiererberuf: Allergenspektren in Farben und Lacken
U. Hillen, M. Böckler, W. Boveleth, U. Goergens, M. Poppe, W. Woeste und S. Grabbe
     
  Kasuistiken
  Anaphylaktischer Schock nachIngestion von Pinienkernen
U.-Ch. Hipler, J. Spoo, P. Elsner und A. Bauer
   
    Carbamazepin-Hypersensitivitäts-syndrom mit Leukopenie und Hepatitis – Kasuistik zweier Fälle
M. Bogic, S. Raskovic, J. Sojic, I. Boricic, R. Jesic, L. Burazer,
V. Tomic Spiric, A. Peric Popadic, V. Djuric und D. Celeketic
     
  Serie: Primäre Immundefekte
  DiGeorge-Syndrom
S. Ehl
   
   
 
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 11/2004, S. 435-443

 


Neues zur Urtikaria

B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp

Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie,Medizinische Hochschule Hannover

In den letzten Jahren sind neue Konzepte zur Urtikaria entwickelt worden. In dieser Publikation wird daher eine Auswahl aktueller Aspekte vorgestellt, die sich auf Klassifikation und Diagnose, Autoimmunurtikaria, Autoreaktivität, Infektassoziation, veränderte Laborparameter sowie Therapie und Abgrenzung zu besonderen Urtikariaformen und anderen Krankheitsbildern bezieht. Einige dieser Aspekte haben bereits zu einem veränderten Management betroffener Patienten geführt, während bei anderen noch Forschungsaktivitäten zur Bestätigung bzw. weiteren Klärung erforderlich sind. Es ist zu hoffen, daß in den nächsten Jahren vor allem neue therapeutische Strategien entwickelt werden, die das Management der oft langjährig betroffenen und in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkten Patienten erleichtern werden.

   
 

Korrespondenz an:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email:
Bettina_Wedi@t-online.de
 

 
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 11/2004, S. 444-449

 


Die Rolle von regulatorischen CD4+CD25+-T-Zellen
bei allergischen Krankheiten

I. Bellinghausen, J. Knop und J. Saloga

Universitäts-Hautklinik, Mainz

Allergische/atopische Erkrankungen wie allergische Rhinitis, Asthma bronchiale und atopisches Ekzem werden ganz wesentlich durch Th2-Zellen vermittelt. Der immunologische Mechanismus, der die meisten Menschen vor einer Allergie schützt, ist jedoch noch weitestgehend ungeklärt. Suppressor-T-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Immunantworten und bei der Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz. In vielen Tiermodellen konnte gezeigt werden, daß eine ca. 2 – 10% große Population innerhalb der CD4+ T-Zellen gleichzeitig die IL-2-Rezeptor-a-Kette (CD25) exprimiert und daß diese CD4+CD25+-T-Zellen bei der Verhinderung der Tumorimmunität, Autoimmunität, Transplantatabstoßung und chronischen Infektionen von großer Bedeutung sind. Des weiteren wurde gezeigt, daß CD4+CD25+-T-Zellen auch im humanen peripheren Blut vorkommen und daß sie die Proliferation und Zytokinproduktion von CD4+CD25-T-Zellen inhibieren können. Diese Übersicht soll einen Überblick über die Rolle von CD4+CD25+-regulatorischen T-Zellen bei allergischen/atopischen Krankheiten vermitteln.

   
 

Korrespondenz an:
Dr. rer. nat. Iris Bellinghausen
Universitäts-Hautklinik
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email:
bellinghausen@hautklinik.klinik.uni-mainz.de
 

 
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 11/2004, S. 450-461

 


Allergenexposition im Maler- und Lackiererberuf: Allergenspektren in Farben und Lacken

U. Hillen1, M. Böckler2, W. Boveleth3, U. Goergens4,
M. Poppe5, W. Woeste5 und S. Grabbe1

1Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Essen, 2Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik, Köln, 3Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft, Düsseldorf, 4Bau-Berufsgenossenschaft Rheinland und Westfalen, Wuppertal, 5Holz-Berufsgenossenschaft, Köln

Das Allergenspektrum, dem Maler und Lackierer ausgesetzt sind, ist breit. Ziel der Arbeit war es, das Spektrum von Allergenen in Farben und Lacken zu charakterisieren und übersichtlicher zu gestalten. Zunächst wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und mitgeteilte Kontaktallergene in Farben und Lacken in einer Allergenliste zusammengefaßt. Die Liste wurde ergänzt um weitere potentielle Allergene in Farben und Lacken, und dann an führende Hersteller versandt mit der Bitte anzugeben, ob die genannten Allergene in ihren Produkten vorkommen und gegebenenfalls weitere ähnliche und neu eingesetzte Substanzen aufzulisten. Aus den rückübermittelten Listen wurde eine Allergenliste erstellt und die einzelnen Allergene nach ihrem Vorkommen den verschiedenen Lackarten zugeordnet. Es wurde außerdem erhoben, welche Lackarten in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Malers und Lackierers eingesetzt werden. Die am häufigsten genannten allergologisch relevanten Bindemittel waren Acrylatharze, Epoxidharze und Polyurethane. Acrylatharze werden in lösemittelhaltigen Lacken, High-Solid-Lacken, strahlenhärtenden Lacken und Wasserlacken eingesetzt. Am häufigsten genannt wurden Butylacrylat, Methylacrylat, Ethylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Butylmethacrylat und Methylmethacrylat. Epoxidharze (Bisphenol A- und F-Epoxidharze, cycloaliphatische Epoxidharze einschließlich verschiedener Härter und Reaktivverdünner) werden in lösemittelhaltigen Lacken, High-Solid-Lacken, Wasser- und Pulverlacken eingesetzt. Polyurethane finden hauptsächlich Verwendung in lösemittelhaltigen Lacken und High-Solid- Lacken. Unter den Additiven nehmen die Biozide einen breiten Raum ein. Biozide werden überwiegend in Wasserlacken, Dispersionsfarben und Holzschutzmitteln eingesetzt. Häufig genannt wurden die Isothiazolinone, Chloracetamid, Dibromodicyanobutan, Formaldehyd, Iodopropynylbutylcarbamat sowie Bronopol. Die Zuordnung der verschiedenen Lackarten zu den Tätigkeitsfeldern ergab, daß lösemittelhaltige Lacke, High-Solid-Lacke und Wasserlacke in nahezu allen Bereichen eingesetzt werden. Pulverlacke werden überwiegend im Maschinenbau/Werkzeugbau/Elektrotechnik und im Fahrzeugbau eingesetzt, seltener in der Feinmechanik und Optik, Dispersionsfarben nahezu ausschließlich von Hausmalern verwendet. Strahlenhärtende Lacke finden hauptsächlich in der Holzindustrie Anwendung. Anhand der in einem bestimmten Tätigkeitsbereich verarbeiteten Lackarten läßt sich das Allergenspektrum abschätzen. Die Liste sensibilisierender Inhaltsstoffe zeigte jedoch auch, daß für etliche der Substanzen bisher noch keine ausreichenden Daten hinsichtlich deren Bedeutung als berufliches Kontaktallergen im Maler- und Lackiererberuf vorliegen.

   
 

Korrespondenz an:
U. Hillen
Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Hufelandstraße 55
D–45147 Essen
Email:
uwe.hillen@uni-essen.de
 

 
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 11/2004, S. 462-467

 


Anaphylaktischer Schock nach Ingestion von Pinienkernen

U.-Ch. Hipler, J. Spoo, P. Elsner und A. Bauer

Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena

Pinien gehören zur Familie der Pineaceae spp. und haben eine weite Verbreitung im Mittelmeerraum. Allergische Reaktionen gegen Pinienkerne sind bisher selten beschrieben worden. Wir stellen den Fallbericht eines Patienten vor, der nach Genuß von Pinienkernen mit schwerem Schockzustand und Bewußtseinsverlust reagierte. Die Pinienkernsensibilisierung wurde mit Hilfe des Hautpricktests (SPT), der spezifischen IgE-Antikörperbestimmung mittels UniCAP-100, dem Zellantigenstimulationstest (CAST) sowie dem Westernblot untersucht. Die Sensibilisierung gegenüber Pinienkernen konnte in den Inhibitionsexperimenten anhand einer homologen Inhibition der spezifischen IgE-Antikörper zu etwa 98% durch Pinienkernextrakt nachgewiesen werden. Die CAST-Untersuchungen zeigten eine erhöhte Freisetzung von Sulfidoleukotrienen (sLT) (2 400 – 2 600 pg/ml). Mit Hilfe der Immunoblotuntersuchungen konnten Hauptbanden bei 10, 30 und 47,5 kDa gefunden werden, die für die Proteine der Pinienkerne charakteristisch sind. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine isolierte, IgE-vermittelte Sensibilisierung vom Typ C (nach Pichler) gegen Pinienkerne.

   
 

Korrespondenz an:
Dr. rer. nat. Uta-Christina Hipler
Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität
Erfurter Straße 35
D-07740 Jena
Email:
christina.hipler@med.uni-jena.de
 

 
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Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 11/2004, S. 468-472

 


Carbamazepin-Hypersensitivitätssyndrom mit Leukopenie und Hepatitis – Kasuistik zweier Fälle

M. Bogic1, S. Raskovic1, J. Sojic1, I. Boricic2, R. Jesic2, L. Burazer4,
V. Tomic Spiric1, A. Peric Popadic1, V. Djuric1 und D. Celeketic4

1Institut für Allergologie und Immunologie, Klinikzentrum Serbien, Belgrad, 2Institut für Pathologie, Medizinische Fakultät, Belgrad, 3Institut für Gastroenterologie und Hepathologie, Klinikzentrum Serbien, Belgrad 4Institut für Immunologie und Virologie, Torlak, 5Abteilung für Hämatologie und Immunologie, Klinisches Krankenhaus-Zentrum, Zemun, Serbien-Montenegro

Das Arzneimittelüberempfindlichkeitssyndrom ist eine schwere Form der Hypersensitivität gegen den antiepileptischen Wirkstoff Carbamazepin, die vor allem mit viszeralen und hämatologischen Manifestationen einhergeht, die rechtzeitig erkannt und behandelt werden müssen. Die Fälle zweier weiblicher Patienten mit carbamazepininduziertem Hypersensitivitätssyndrom sollen im folgenden vorgestellt werden. Beide Patientinnen hatten auffällige allgemeine Beschwerden (Fiebrigkeit, Schwäche). Die erste Patientin litt unter Leukopenie, Lymphadenopathie und Exanthem, während bei der zweiten Patientin nach Carbamazepinverabreichung Urtikaria, Angioödem und Hepatitis auftraten. Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch in der Praxis vielfach angewandte Antiepileptika hervorgerufen werden, können einen schweren und lebensbedrohlichen Verlauf nehmen, wenn durch immunologische oder nichtimmunologische Mechanismen Blutbestandteile involviert sind und wenn die Hypersensitivität in Hepatitis resultiert.

   
 

Korrespondenz an:
Dr. med. V. Djuric
Institut für Allergologie und Immunologie
Koste Todorovica
211 000 Belgrad
Serbien-Montenegro
Email:
vojadj@Eunet.yu
 

 
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