Jahrgang 33, No. 3/2010(März)
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Allergologie
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Originalarbeit
Gefrorene native Nahrungsmittel für den Prick-Test sind über Monate bis Jahre haltbar
J. Sennekamp und M. Joest
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 3/2010, S. 97–100
Gefrorene native Nahrungsmittel für den Prick-Test sind über Monate bis Jahre haltbar
J. Sennekamp und M. Joest
Malteser Lungen- und Allergiezentrum, Bonn
Nach der Beschreibung einer neuen Technik des Einfrierens von nativen Nahrungsmitteln in Form von Saft oder Brei im Jahre 2001 wird in diesem Beitrag nachgewiesen, dass eingefrorene Nahrungsmittel auch nach mehreren Jahren ununterbrochenen Einfrierens noch positive Hautreaktionen im Prick-Test hervorrufen. Damit liegt eine wichtige Voraussetzung dafür vor, in Zukunft native Allergene breiter als bisher im Hauttest einzusetzen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Sennekamp
Malteser Lungen- und Allergiezentrum Bonn
Weberstraße 118
D–53113 Bonn
Email: sennekamp@t-online.de
Übersicht
Vorkommen und gesundheitliche/ allergologische Relevanz von Schimmelpilzen aus Sicht der Umweltmedizin
T. Gabrio und U. Weidner
Review
Occurence and hygienic/ allergological relevance of mould from point of view of the environmental medicine
T. Gabrio und U. Weidner
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 3/2010, S. 101–108
Vorkommen und gesundheitliche/ allergologische Relevanz von Schimmelpilzen aus Sicht der Umweltmedizin
T. Gabrio und U. Weidner
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart (LGA)
Allergische Haut- und Atemwegserkrankungen treten in den hochentwickelten Industriestaaten mit verstärkter Häufigkeit auf. In diesem Zusammenhang wird immer wieder diskutiert, welche Bedeutung diesbezüglich dem Schimmelpilzbefall in Innenräumen aufgrund eines Feuchtschadens zukommt. Innerhalb des vom LGA bearbeiteten Projekts “Beobachtungsgesundheitsämter Baden-Württemberg” wurden Kinder der 4. Klasse auf ihre Sensibilisierung gegenüber der Schimmelpilzmischung mx1 (Penicillium chrysogenum m1, Cladosporium herbarum m2, Aspergillus fumigatus m3 und Alternaria alternata m6) untersucht. Ca. 5% der Kinder waren gegenüber diesen vor allem außenluftassoziierten Schimmelpilzen sensibilisiert, insbesondere gegenüber Alternaria alternata. Auch bezüglich der Konzentration der spezifischen IgE (kU/l) lag Alternaria alternata am höchsten. In der Regel waren die gegenüber den Schimmelpilzen sensibilisierten Kinder polysensibilisiert. Es ist unklar, ob bei der Testung gegenüber der Schimmelpilzmischung mx1 durch Kreuzreaktion auch die Schimmelpilze mit einer Indikation für Feuchtigkeit in Innenräumen miterfasst werden (Acremonium spp., Aspergillus penicillioides, Aspergillus restrictus, Aspergillus versicolor, Chaetomium spp., Phialophora spp., Stachybotrys chartarum, Tritirachium (Engyodontium) album und Trichoderma spp.). Deshalb erlauben solche Untersuchungen keine Aussage über die durch einen Schimmelpilzbefall im Innenraum ausgelösten gesundheitlichen Beschwerden. Beim jetzigen Stand des Wissens ist es nicht möglich, die Exposition gegenüber Schimmelpilzen im Innenraumbereich zu messen, günstigstenfalls sind halbquantitative Abschätzungen möglich. Obwohl allgemein unumstritten ist, dass feuchte, verschimmelte Wohnungen eine gesundheitliche Gefährdung darstellen, ist das Wissen über den Zusammenhang zwischen einem vorliegenden Schimmelpilzbefall und den dadurch bedingten gesundheitlichen Beschwerden gering.Correspondence to:
Dr. rer. nat. T. Gabrio
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im
Regierungspräsidium Stuttgart
Nordbahnhofstraße 135
D–70191 Stuttgart
Email: thomas.gabrio@rps.bwl.de
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 3/2010, S. 101–108
Occurence and hygienic/ allergological relevance of mould from point of view of the environmental medicine
T. Gabrio und U. Weidner
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart (LGA)
Allergic skin and respiratory diseases range among the most frequent afflictions in industrialized countries. Due to this fact the importance of indoor mould pollution based on dampness is discussed. In a sentinel health study of the State Health Agency (LGA) children attending Class 4 of a primary school were tested by an in-vitro allergy screening (UniCap 100/Phadia) for the mould allergens mx1 (Penicillium chrysogenum m1, Cladosporium herbarum m2, Aspergillus fumigatus m3 und Alternaria alternata m6). Primarily about 5% of the children were sensitized against mould which are associated with the ambient air. The investigations showed that most of the children were sensitized against Alternaria alternata and concerning the IgE-concentration (kU/l) Alternaria alternata had the highest concentration among the tested allergens. Commonly children with sensitization against mould were polysensitized. It is unclear if the allergy screening against mould mx1 includes mould with indication for indoor mould pollution such as Acremonium spp., Aspergillus penicillioides, Aspergillus restrictus, Aspergillus versicolor, Chaetomium spp., Phialophora spp., Stachybotrys chartarum, Tritirachium (Engyodontium) album und Trichoderma spp. by means of crossreaction. Therefore such investigations do not admit any conclusion about health problems as a result of indoor mould pollution. At the present state of knowledge the exposure measurements of indoor mould pollutions are not possible, at most a semiquantitative assessment. Although it is generally accepted that dwellings with moisture and mould represent a health risk, knowledge about indoor mould pollution and the related health problems is lacking.Correspondence to:
Dr. rer. nat. T. Gabrio
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im
Regierungspräsidium Stuttgart
Nordbahnhofstraße 135
D–70191 Stuttgart
Email: thomas.gabrio@rps.bwl.de
Übersicht
Allergieprävention mit Präbiotika?
C. Grüber
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 3/2010, S. 109–113
Allergieprävention mit Präbiotika?
C. Grüber
Kinderzentrum, Klinikum Frankfurt/Oder GmbH
Muttermilch ist als Standardnahrung in den ersten Lebensmonaten allgemein akzeptiert, auch hinsichtlich Allergieprävention. Einzelne Studien legen nahe, dass die Supplementation von Säuglingsmilch mit Probiotika vor Allergieentwicklung schützt, die Datenlage ist allerdings heterogen. Erste Studien mit Präbiotika suggerieren einen allergiepräventiven Effekt. Möglicherweise ist eher präbiotikumsupplementierte Säuglingsmilch als probiotikumsupplementierte Säuglingsmilch der Muttermilch hinsichtlich Allergieprävention funktionell ähnlich.Correspondence to:
PD Dr. med. C. Grüber
Kinderzentrum
Klinikum Frankfurt/Oder GmbH
Müllroser Chaussee 7
D–15202 Frankfurt/Oder
Email: christoph.grueber@klinikumffo.de
Übersicht
Einsatz von rekombinanten Allergenen in der allergologischen Diagnostik
G. Mühlmeier und H. Maier
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 3/2010, S. 114–120
Einsatz von rekombinanten Allergenen in der allergologischen Diagnostik
G. Mühlmeier und H. Maier
Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Bundeswehrkrankenhaus Ulm
Sowohl die Diagnostik als auch die Therapie von Allergien werden bislang mit nativen Allergenextrakten durchgeführt. Diese Extrakte enthalten ein Gemisch von Proteinen aus den reinen Allergensorten, die eine unterschiedliche Allergenität besitzen. Mit der Etablierung gentechnologischer Verfahren können Einzelallergenkomponenten separiert und rekombinant hergestellt werden. Die Bedeutung der einzelnen allergenen Proteine wird am Beispiel der Pollen vom Lieschgras und der Birke erklärt, die in ihren Pflanzenfamilien Leitallergene darstellen. Lieschgras erreicht seine hohe Allergenität durch die Markerallergene Phl p 1 und 5 als Majorallergene und Phl p 7 und 12 als Minorallergene. Analog weist die Birke ein Majorallergen (Bet v 1) auf und besitzt mit Bet v 2 und 4 ebenfalls zwei relevante Minorallergene. IgE-Antikörper (AK) gegen Minorallergene bewirken in Abwesenheit der Majorallergen-AK eine scheinbare Polysensibilisierung. Die Minorallergene lassen sich den Profilinen und den Calcium bindenden Proteinen (CBP) als Panallergengruppen zuordnen. Sowohl Profiline als auch CBP weisen jeweils untereinander eine hohe Kreuzallergenität auf und können für Unverträglichkeiten vieler pflanzlicher und tierischer Nahrungsmittel verantwortlich sein. Weitere wichtige Panallergengruppen sind Tropomyosine, Prolamine und Cupine. Zusammenfassend ermöglichen die rekombinanten Allergene eine Erweiterung des diagnostischen Spektrums in der serologischen Allergiediagnostik. Durch sehr gute Fähigkeiten der IgE-Bindung eignen sich die rekombinanten Allergenkomponenten sowohl für die kutane als auch für die In-vitro-Diagnostik. Als besonderer Vorteil erweist sich dies in der Praxis bei polyvalent Sensibilisierten zur Detektion der primären Allergien. Für die Zukunft sind die passgenaue Zusammensetzung von Therapiepräparaten und die präventive Vakzinierung vorstellbar.Correspondence to:
Dr. med. G. Mühlmeier, OFA
Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Bundeswehrkrankenhaus Ulm
Oberer Eselsberg 40
D – 89081 Ulm
Email: gmhno@t-online.de
Übersicht
Methoden der In-vitro-Allergiediagnostik und deren Stellenwert unter Berücksichtigung ihrer technischen Aspekte
R. Wahl und R. Krause
Abstract
Methoden der In-vitro-Allergiediagnostik und deren Stellenwert unter Berücksichtigung ihrer technischen Aspekte
R. Wahl und R. Krause
Allergopharma Joachim Ganzer KG, Reinbek
Neben der In-vivo-Allergiediagnostik kommt der In-vitro-Allergiediagnostik ein wachsender Stellenwert zu. Von besonderer Bedeutung ist die Messung des spezifischen IgE, wobei bei unserer Betrachtung das Hauptaugenmerk auf den technischen Ablauf der unterschiedlichen Messmethoden gelegt wurde. Der Vorteil besteht u.a. darin, dass die Untersuchung nicht direkt an dem Patienten durchgeführt wird und somit der direkte Allergenkontakt mit der Haut entfällt. Das ist besonders vorteilhaft, wenn Testungen mit giftigen, ätzenden oder aggressiven Allergenen, wie zum Beispiel Isozyanaten oder mit Insektengiften, durchgeführt werden müssen. Auch kann mit nur 1 ml Serum auf 20 verschiedene Allergene getestet werden, da zur Testdurchführung nur jeweils 50 µl Serum benötigt werden. Obwohl die Bestimmung des Gesamt-IgE nicht den gleichen Stellenwert wie die Messung des spezifischen IgE innerhalb der Diagnostik hat, hat sie doch einen festen Platz ganz am Beginn einer Such- und Differenzialdiagnostik. Die Messung des spezifischen IgG ist einerseits zur Alveolitis-Diagnostik einsetzbar, andererseits kann sie zur Verlaufskontrolle der Immuntherapie dienen. ECP wird zur Differenzial-Diagnostik bei asthmatischen Erkrankungen und zum Therapiemonitoring eingesetzt. All diese Methoden basieren auf der ELISA-Technologie, sind relativ einfach durchzuführen und können in einem Routinelabor sinnvoll eingesetzt werden.Correspondence to:
Dr. rer. nat. R. Wahl
Allergopharma Joachim Ganzer KG
Hermann-Körner-Straße 52
21462 Reinbek bei Hamburg
Email: Ruediger.Wahl@allergopharma.de
Positionspapier
Fruktosemalabsorption
Position paper
Fructose malabsorption
Interview, Kongressankündigung