Jahrgang 31, No. 10/2008(Oktober 2008)
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Allergologie
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Allergien durch tierische Lebewesen II
Atemwegsallergien durch Nutz- und Stalltiere
U. Ochmann und D. Nowak
Abstract
U. Ochmann und D. Nowak
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Obwohl viele Berufsgruppen, hierunter Tierpfleger und -ärzte, Tierzüchter, Pferdetrainer, gegenüber Tierallergenen exponiert sind, gibt es nur für Landwirte umfangreichere Untersuchungen bezüglich Prävalenz und Krankheitsverlauf. Landwirte unterliegen einer Mischexposition, neben Tierallergenen sind sie auch gegenüber Vorratsmilben, Futtermittelstäuben, Gasen und Endotoxinen exponiert. Die Prävalenz von allergischen Atemwegserkrankungen ist bei Landwirten niedriger als in der Allgemeinbevölkerung, dennoch sind in Deutschland ca 5% aller Berufskrankheiten auf Atemwegserkrankungen bei Landwirten zurückzuführen. Europaweit findet sich je nach Tierhaltungsmethode eine Prävalenz von berufsbedingtem Rinderasthma bis zu 15%. Die Diagnostik eines Berufsasthmas muss das Krankheitsbild und die klinische Relevanz einer Sensibiliserung gegenüber Berufsallergenen bestätigen. Da die Prognose von der Krankheitsdauer abhängt, ist präventiv eine Expositionskarenz unumgänglich. Gleichfalls wichtig ist die Sekundärprävention, neben arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen können auch Checklisten der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sinnvoll sein.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann; Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, Ziemssenstraße 1, D-80336 München
Allergien durch tierische Lebewesen II
Katzenallergie: aktualisierte Datenlage zu Epidemiologie und Therapie und Neues aus der Molekularbiologie von Fel d 1
C.-M. Maniu, N. Hunzelmann und J.-C. Schuster
Abstract
C.-M. Maniu, N. Hunzelmann und J.-C. Schuster
C.-M. Maniu, N. Hunzelmann und J.-C. Schuster
Die Katzenallergie gehört zu den meistverbreiteten Tierallergien und ist nicht nur von hohem wissenschaftlichem und klinischem Interesse, sondern spielt auch eine zunehmende sozioökonomische Rolle. Wesentliche Fortschritte konnten in der Charakterisierung der wesentlichen Allergene erzielt werden. So wurde unter anderem die Tetramerstruktur von Fel d 1 aufgedeckt und in korrekter Faltstruktur in vitro reproduziert. Aktuelle epidemiologische Studien zur Sensibilisierung auf Katzen und daraus resultierende allergische Erkrankungen kommen nach wie vor nicht zu einheitlichen Ergebnissen. Allerdings gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die Sensibilisierung auf Katzen im Kindesalter einen Risikofaktor für spätere asthmatische Atemwegsbeschwerden bzw. manifestes Asthma darstellt. Des weiteren geben neue wissenschaftliche Ansätze zur spezifischen Immuntherapie Hoffnung auf eine bessere Effektivität und Verträglichkeit. In dieser Übersicht stellen wir Neues aus der Molekularbiologie von Fel d 1, aktuelle epidemiologische Studien und neue Therapieansätze vor.Correspondence to:
Prof. Dr. med. N. Hunzelmann; Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie; Universität Köln, D-50924 Köln
Email: Nico.Hunzelmann@uni-koeln.de
Allergien durch tierische Lebewesen II
Prävention und Diagnostik der Hundeallergie
A.R.R. Heutelbeck
Abstract
A.R.R. Heutelbeck
Institut für Arbeits- und Sozialmedizin, Universitätsmedizin Göttingen
Hunde stellen quantitativ relevante Allergene in Innenräumen dar, und das nicht nur in der privaten Wohnumgebung, sondern auch in Bereichen des öffentlichen Lebens. Zahlreiche Arbeiten belegen die Bedeutung der Hundeallergene bei der Auslösung allergischer Atemwegserkrankungen, von der nicht nur Hundehalter betroffen sind; auch indirekter Hundekontakt kann Symptome hervorrufen. Spezifische Maßnahmen zur effektiven Primärprävention sind derzeit noch unzureichend belegt und werden kontrovers diskutiert. Wesentlich ist eine frühzeitige Diagnose, um gezielte Präventionsmaßnahmen einleiten zu können. Die allergologische Diagnostik wird dadurch erschwert, dass Patienten mit anamnestisch klaren Beschwerden bei Hundekontakt im Allergietest negative oder nur schwach positive Testergebnisse mit kommerziellen Testverfahren aufweisen. Ebenso berichten Hundeallergiker immer wieder von verschieden stark ausgeprägten Beschwerden durch den Kontakt mit unterschiedlichen Hunderassen. Immunologische Untersuchungen konnten allerdings keine “hypoallergenen” Hunderassen identifizieren. Vielmehr scheinen individualspezifische Faktoren für die Allergenität relevanter zu sein als Geschlecht oder Rasse. Das therapeutische Augenmerk bei gesicherter Hundeallergie richtet sich im wesentlichen auf Maßnahmen der Sekundärprävention, wobei eine Kombination verschiedener Karenz- und Reinigungskonzepte zur Umgebungssanierung sowie eine antiallergische Medikation zu empfehlen sind.Correspondence to:
Dr. med. A.R.R. Heutelbeck; Abteilung Arbeits- und Sozialmedizin, Universitätsmedizin Göttingen, Waldweg 37, D-37073 Göttingen
Email: aheutel@gwdg.de
Erweiterte Abstracts
16. Bad Saarower Herbsttagung des Verbandes der Allergologen Brandenburgs e.V. mit Arzthelferinnenseminar: Spezifische Immuntherapie im Wandel – eine Standortbestimmung
Abstract
Abstracts nicht verfügbar
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