Jahrgang 30, No. 11/2007(November 2007)
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Allergologie
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Übersicht
Hyposensibilisierung bei Patienten mit atopischer Dermatitis?
C. Bußmann und N. Novak
Abstract
C. Bußmann und N. Novak
Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Bonn
Bei mehr als der Hälfte der erwachsenen Patienten mit atopischer Dermatitis bestehen klinisch relevante Sensibilisierungen gegenüber Aeroallergenen. Gerade den Hausstaubmilbenallergenen als wichtige Innenraumallergene kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, da die ganzjährige Exposition gegenüber diesen Allergenen zum chronischen Verlauf der Erkrankung beitragen kann und Milbenreduktionsmaßnahmen wie milbendichte Bezüge (Encasings) allein oft nicht zu einer Besserung der Symptome führen. Die spezifische Immuntherapie (SIT) stellt bereits eine etablierte Therapieoption bei allergischer Rhinitis und mildem Asthma bronchiale dar, zur SIT bei Patienten mit atopischem Ekzem existieren hingegen bisher wenige Studien. In dieser Arbeit möchten wir auf die Problematik der Hausstaubmilbenallergie bei Patienten mit AD eingehen und eine Übersicht über die derzeitige Studienlage zu SIT bei AD geben.Correspondence to:
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Universitätsklinikum Bonn
Sigmund-Freud-Straße 25
D-53105 Bonn
Email: Natalija.Novak@ukb.uni-bonn.de
Übersicht
Unerwünschte Reaktionen auf Kosmetika
A. Schnuch
Abstract
A. Schnuch
Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), Universität Göttingen
Kosmetika bilden auf Grund ihrer unterschiedlichen Anwendungen, etwa als pflegende oder als dekorative Kosmetik, eine heterogen zusammengesetzte Produktgruppe. Pflegende Kosmetik findet eine breite Anwendung, andere Produktkategorien (z.B. Nagelkosmetika) werden weniger häufig benutzt. Während einerseits produktübergreifend bestimmte Stoffe eingesetzt werden (z.B. Duftstoffe und Konservierungsmittel), ist der Einsatz bestimmter Stoffe auf besondere Produkte begrenzt (z.B. Haarfarben). Auf Grund der ganz unterschiedlichen (chemischen) Eigenschaften der in Kosmetika eingesetzten Stoffe, und auf Grund des unterschiedlichen häufigen Einsatzes der einzelnen Produktkategorien unterscheiden sich auch die unerwünschten Reaktionen in ihrer Art und in ihrer Häufigkeit. Zu unterscheiden ist eine mögliche systemische Wirkung auf den Gesamtorganismus und eine lokal begrenzte Wirkung auf die Haut. Abgesehen von Einzelfällen systemischer Reaktionen/Intoxikationen, die auch auf einer falschen Anwendung beruhen können, werden als wesentliche systemische Effekte die auf das endokrine Systeme und auf die Entstehung von Malignomen diskutiert. Während endokrine Effekte sehr wahrscheinlich zu vernachlässigen sind, sind die Ergebnisse der zahlreichen epidemiologischen Studien zum Einfluß des Haarefärbens auf die Malignomentstehung widersprüchlich. Bei den lokalen Reaktionen an der Haut sind zahlenmäßig lediglich die irritativen und allergischen Kontaktekzeme von Bedeutung. Durch Kosmetikainhaltsstoffe verursachte Sensibilisierungen sind insofern von Bedeutung, als es sich dabei um bleibende Veränderungen des Immunsystems handelt, die auch bei Kosmetika-fremder Exposition (z.B. gegenüber Berufsstoffen) zu einem Ekzem-Rezidiv führen können. Als Allergene spielen vor allem bestimmte Duftstoffe, Konservierungsmittel und oxidative Haarfarben eine Rolle. In der Bevölkerung treten Kosmetika-assoziierte allergische Kontaktekzme mit einer Häufigkeit von etwa 0,1% (100 pro 100.000) pro Jahr auf. Wenn es sich also relativ zur weiten Verbreitung um eher seltene Ereignisse handelt, ist die Zahl der Fälle doch derart, dass Anstrengungen zu ihrer Reduzierung und zur ständigen Überwachung angebracht bleiben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. A. Schnuch
Zentrale des IVDK
Universitäts-Hautklinik
Von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Email: aschnuch@med.uni-goettingen.de
Kasuistik
Anaphylaktische Reaktion auf Cefazolin bei guter Verträglichkeit von Penicillin, Amoxicillin und einzelnen anderen Cephalosporinen
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Abstract
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Penicilline und Cephalosporine werden häufig zur Behandlung bakterieller Infektionen sowie zur Durchführung einer Endokarditisprophylaxe eingesetzt. Nach Auftreten einer IgE-vermittelten allergischen Reaktion stellt sich die Frage einer Gruppenallergie der Penicilline, bzw. einer Kreuzallergie zu einzelnen oder allen Cephalosporinen. Wir präsentieren eine mittels In-vitro-Diagnostik und Hauttestung gesicherte allergische Reaktion vom Soforttyp auf Cefazolin bei anamnestisch intraoperativer Anaphylaxie. Die weitere Abklärung zeigte eine gute Verträglichkeit von Penicillin und Amoxicillin sowie des Drittgenerations-Cephalosporins Ceftriaxon, aber auch positive Reaktionen auf Cefotiam, Cefuroxim und Cefuroximaxetil im Hauttest bzw. in der oralen Expositionstestung.
Correspondence to:
Dr. med. Dorothea Wieczorek
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Hautklinik Linden
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: Wieczorek.Dorothea@mh-hannover.de
Autorenreferate
2nd World Congress on Work-Related and Environmental Allergy – WOREAL
Varia
Personalia, Industrienachrichten
Abstract
kein Abstract verfügbar