Jahrgang 30, No. 12/2007(Dezember 2007)
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Allergologie
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Laudatio
Professor Dr. Thomas Fuchs 60 Jahre
L. Klimek
Abstract
L. Klimek
Thomas Fuchs wurde am 21. September 1947 in Göttingen geboren und studierte Humanmedizin in München und Göttingen. Er absolvierte eine breit gefächerte Ausbildung. Von 1976 bis 1983 arbeitete er an der Universitäts-Hautklinik und der Neurochirurgischen Universitätsklinik in Göttingen, der Inneren Abteilung des Kreiskrankenhauses Northeim und der Allergieabteilung der Städtischen Kliniken Stuttgart-Bad Cannstatt. Bereits im Jahre 1978 promovierte er und wurde 1983 Oberarzt an der Universitäts-Hautklinik in Göttingen. An dieser Klinik wurde er zum Leiter des Funktionsbereichs Allergologie berufen und 1998 zum außerplanmäßigen Professor für Dermatologie und Venerologie an der Universität Göttingen ernannt.
Thomas Fuchs ist die Allergologie quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater Erich Fuchs gilt als einer der Begründer der modernen Allergologie in Deutschland – und Thomas Fuchs prägte in den vergangenen Jahrzehnten die Allergologie nicht minder. In seinen wissenschaftlichen Publikationen befasste er sich mit Allergien auf Insektengifte, Medikamente und Naturlatex sowie mit Kontaktallergien. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die spezifische Immuntherapie und die Berufsdermatologie. Als Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) gab er von 2000 bis 2004 die Richtung vor für die heutige gute Zusammenarbeit aller allergologischen Gesellschaften in Deutschland. Auch in der Fort- und Weiterbildung ist Thomas Fuchs engagiert. Im Jahre 1998 richtete er eine sehr erfolgreiche ÄDA-Jahrestagung in Göttingen aus und unter seiner Leitung entwickelte sich die Interdisziplinäre Allergologische Wintertagung in Göttingen zu einer der bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Allergologie.
Thomas Fuchs ist als Wissenschaftler und Kollege eine herausragende Persönlichkeit. Ich hoffe sehr, dass uns sein umfassendes Fachwissen, seine wertvollen Diskussionsbeiträge und die Freude, mit ihm über Sachfragen zu diskutieren, noch lange Jahre erhalten bleiben. Auch die Schriftleitung der Fachzeitschrift "Allergologie" und der Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle gratulieren Herrn Professor Fuchs herzlich zu seinem 60. Geburtstag.
Prof. Dr. med. Ludger Klimek, Wiesbaden
Originalarbeit
Retrospektive Analyse einer zwischen 1989 und 2006 mit allergenspezifischer Immuntherapie behandelten Patientengruppe
M. Liska, P. Panzner, V. Gutova, J. Hanzlikova, I. Malkusova und V. Hrasko
Abstract
M. Liska, P. Panzner, V. Gutova, J. Hanzlikova, I. Malkusova und V. Hrasko
Klinik für Allergologie und Klinische Immunologie, Universitätsklinik Pilsen, Tschechische Republik
Die spezifische Immuntherapie (SIT) stellt zur Zeit die einzige verbreitete kausale Therapieform für allergische Erkrankungen dar. Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung des Therapieverlaufs bei Patienten, die in unserer Abteilung behandelt worden waren. Retrospektiv wurden die Daten von Patienten untersucht, die zwischen 1989 und 2006 eine SIT erhalten hatten. Dabei wurden Informationen über das Erreichen der empfohlenen Dauer der Therapie, über die Ursachen für eine verfrühte Beendigung der Therapie, über die Anzahl und Schweregrade unerwünschter Wirkungen usw. gesammelt. Die untersuchte Gruppe bestand aus 1.457 Patienten, die sich 1.593 SIT-Behandlungen unterzogen. Die Repräsentation der Geschlechter war beinahe proportional. Die Impfstoffe wurden häufiger subkutan (86%) als sublingual (14%) verabreicht. Die Behandlung wurde in 1.047 Fällen beendet: In 653 Fällen (61%) vorschriftsmäßig und in 421 Fällen (39%) nicht vorschriftsmäßig, d.h. vorzeitig. Die häufigste Ursache für eine vorzeitige Beendigung der Therapie war schlechte Compliance (n = 227, 54%). Weniger häufig waren gesundheitliche Probleme, die nicht mit der Behandlung in Verbindung standen (n = 112, 27%), bzw. unerwünschte Nebenwirkungen der Behandlung (n = 39, 9%) ursächlich für einen Therapieabbruch. Andere Ursachen waren wesentlich seltener. Signifikante unerwünschte Arzneimittelwirkungen traten in 549 Fällen (35% aller SIT-Behandlungen) auf und waren vorwiegend lokal begrenzt. Systemische Reaktionen traten in 88 Fällen (16% aller unerwünschten Wirkungen) auf und verliefen meist mild. Die beste Möglichkeit zur Verringerung des Risikos eines vorzeitigen Therapieabbruchs und somit zur Steigerung der Effektivität einer SIT stellt die Verbesserung der Patienten-Compliance dar.Correspondence to:
Prof. Dr. med. P. Panzner
Klinik für Allergologie und Klinische Immunologie
Universitätsklinik Pilsen
Alej Svobody 80
CZ-323 00 Pilsen
Email: PANZNER@fnplzen.cz
Übersicht
Gräserpollenextrakte eignen sich auch zur Hyposensibilisierung einer Roggenpollenallergie
J. Sieber, M. Hrabina, K. Jain, B. Gouyon, M. Lafargue, P. Moingeon und K.-C. Bergmann
Abstract
J. Sieber1, M. Hrabina2, K. Jain2, B. Gouyon2, M. Lafargue2, P. Moingeon2 und K.-C. Bergmann3
1Stallergenes GmbH & Co. KG, Kamp-Lintfort, 2Stallergenes S.A., Antony, Frankreich, 3Allergie-Centrum Charité, Berlin
In Deutschland wird die spezifische Immuntherapie von Patienten mit einer Allergie gegen Roggenpollen (Secale cereale) meist mit speziellen Roggenpollenextrakten durchgeführt. Vor dem Hintergrund der Einführung eines 5-Gräserextrakts aus Anthoxanthum odoratum, Dactylis glomerata, Lolium perenne, Poa pratensis und Phleum pratense in Tablettenform als Fertigarzneimittel wurde die Notwendigkeit einer Hyposensibilisierung mit Roggenallergenen als Einzelextrakt oder Bestandteil einer individuellen Extraktmischung überprüft. Secale cereale gehört wie die meisten Gräser in die Unterfamilie der Pooideae. In Immunoblot- und ELISA-Inhibitionsstudien mit den Seren von 15 gräserpollenallergischen Patienten ergab sich eine über 90%ige Hemmung der IgE-Bindung von Roggenallergenen durch die 5-Gräser-Pollenmischung. Die Ergebnisse bestätigen andere publizierte Untersuchungen mit Hunderten von Seren, die Mischungen mit verschiedenen anderen Gräserpollen und auch Einzelgräsern untersuchten, und ebenfalls auf eine enge Homologie der allergierelevanten Pollenproteine aus Secale cereale und den Pollenproteinen der häufig vorkommenden Gräser hindeuten. Damit wird bei Patienten mit einer Roggenpollenallergie entsprechend zu anderen Gräsermischungen bzw. einem einzelnen Gras auch die Hyposensibilisierung mit der 5-Gräser-Pollenmischung zu klinisch relevanten Ergebnissen führen.Correspondence to:
Dr. med. J. Sieber
Stallergenes GmbH & Co. KG
Carl-Friedrich-Gauß-Straße 50
D-47475 Kamp-Lintfort
Email: jsieber@stallergenes.de
Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: johannes.ring@Irz.tum.de
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