Jahrgang 29, No. 9/2006(September 2006)
|
Allergologie
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 24.80$ |
 |
Originalarbeit
Extremereignisse beim Pollenflug
T. Frei
Abstract
T. Frei
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, MeteoSchweiz, Zürich
Ein weitverbreitetes Instrument zur Beantwortung von Fragen betreffend klimatologische Ereignisse wie Stürme, Überschwemmungen oder Trockenperioden ist die Extremwertanalyse. Basierend auf langzeitlichen Beobachtungsreihen erlaubt sie z.B. eine Schätzung der Wiederkehrperiode eines bestimmten Extremereignisses. Dieser statistische Ansatz wurde nun auch gewählt, um Extremereignisse beim Pollenflug zu untersuchen und damit für die längste Beobachtungsreihe in der Schweiz (Basel) die Wiederkehrperiode für bestimmte maximale Tagesmengen von Birkenpollen und Gräserpollen berechnen zu können. Bei den Birkenpollen wie auch bei den Gräserpollen ergibt sich aus dem linearen Trend eine Zunahme der Jahresmaxima. Hingegen zeigt die Loess-Glättung, daß sehr wohl unterschiedliche Phasen im Auftreten von Jahresmaxima zu unterscheiden sind und bei Betrachtung der einzelnen Zeitabschnitte nicht von einer generellen Zunahme bei den Extremwerten gesprochen werden kann.Correspondence to:
Dr. Th. Frei
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
MeteoSchweiz
Krähbühlstraße 58
CH-8044 Zürich
Email: thomas.frei@meteoswiss.ch
Übersichten
Die Hypereosinophilie-Syndrome
D. Simon, L.R. Braathen und H.-U. Simon
Abstract
D. Simon1, L.R. Braathen1 und H.-U. Simon2
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie,2Institut für Pharmakologie, Universität Bern, Schweiz
Die Hypereosinophilie-Syndrome (HES) umfassen eine Gruppe seltener Erkrankungen, die durch eine Eosinophilie im peripheren Blut (> 1.500/mm3; > 1,5 G/l) und im Gewebe mit assoziierter Organschädigung ohne erkennbare andere Ursache charakterisiert sind. Der Einsatz moderner diagnostischer, einschließlich immunologischer und molekularbiologischer Methoden, habt in den letzten Jahren zur Identifizierung der myeloproliferativen und lymphozytären Varianten der HES geführt. Herausragend war die Entdeckung des Fusionsgens FIP1L1-PDGFRA, das eine Tyrosinkinase kodiert, als Ursache eines Subtyps der HES, da bei diesen Patienten der Tyrosinkinaseinhibitor Imatinib therapeutisch eingesetzt werden kann. In diesem Artikel stellen wir gegenwärtige Konzepte zur Klassifikation, diagnostisches Vorgehen und Therapie der HES vor.Correspondence to:
Dr. med. Dagmar Simon
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Inselspital
Universität Bern
CH-3010 Bern
Email: dagmar.simon@insel.ch
Übersichten
Therapie der Mastozytose
F. Ruëff, C. Bauer, M. Placzek, P. Schöpf und S. Dugas-Breit
Abstract
F. Ruëff, C. Bauer, M. Placzek, P. Schöpf und S. Dugas-Breit
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Campus Innenstadt, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Bei vielen Patienten mit Mastozytose bestehen keine oder allenfalls geringe Krankheitssymptome. Im wesentlichen werden Symptome durch Mediatorfreisetzung und/ oder die Mastzellinfiltration ausgelöst. Durch akute Mediatorfreisetzung kommt es zu Reaktionen mit den Symptomen einer Soforttyp-Allergie bis hin zur Anaphylaxie mit lebensbedrohlichem Verlauf. Die Aktivierung von Mastzellen kann dabei IgE-vermittelt oder nicht IgE-vermittelt (z.B. pharmakologisch oder physikalisch induziert) erfolgen. Selten kommt es aufgrund von verdrängendem Wachstum zu Beschwerden an den befallenen Organen. Eine kurative Behandlung bei Mastozytose ist bislang nicht verfügbar. Grundsätzlich erfolgt die Behandlung, soweit nötig, symptom- bzw. befundbezogen. Allgemeine Präventionsmaßnahmen umfassen die Meidung von Mastzell-Liberatoren und das Mitführen eines Notfallsets. Besteht eine Insektengiftallergie, ist aufgrund der Gefahr besonders schwerer Reaktionen eine Hyposensibilisierung dringlich indiziert. Nach derzeitiger Auffassung ist die Behandlung lebenslang durchzuführen. Bei Patienten mit systemischer Mastozytose darf eine Osteoporose nicht übersehen werden. Bei aggressiver Mastozytose ist eine zytoreduktive Therapie nötig.Correspondence to:
PD Dr. med. Franziska Ruëff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Campus Innenstadt
Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9-11
D-80337 München
Email: Franziska.Rueff@med.uni-muenchen.de
Leitlinien
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergien
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Abstract
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Autorengruppe der AG Nahrungsmittelallergie der DGAKI
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Niggemann
Klinik für Pädiatrie m. S.
Pneumologie und Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: bodo.niggemann@charite.de
Mitteilung
Industrienachricht: Aktuelle Entwicklungen der subkutanen und sublingualen Immuntherapie