Jahrgang 28, No. 12/2005(Dezember 2005)
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Allergologie
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Serie: Primäre Immundefekte
Humorale Immundefizienz II: Antikörpermangelsyndrome mit bekanntem genetischen Defekt
H.M. Wolf, U. Baumann, M. Borte, B. Grimbacher, I. Schulze, V. Schuster und M. Weiß
Abstract
H.M. Wolf, U. Baumann, M. Borte, B. Grimbacher, I. Schulze, V. Schuster und M. Weiß
Originalarbeiten
Weltweite Umweltbeobachtung: Das Programm GEOSS und der Nutzen für die Allergologie
T. Frei
Abstract
T. Frei
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, Zürich
Beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahre 2002 wurde die Forderung zur koordinierten Umweltbeobachtung der Erde formuliert. Diese Forderung wurde beim G8-Treffen in Evian, Frankreich, vom Juni 2003 noch einmal aufgenommen und anschließend wurde durch die USA am 31. Juli 2003 zum ersten „Global Earth Observation Summit“ eingeladen, dem 33 Länder und 21 internationale Organisationen folgten. Ausgehend von diesen Aktivitäten hat sich eine neue internationale Struktur (Global Earth Observation System of Sytems (GEOSS)) gebildet, deren Sekretariat bei der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf angesiedelt ist. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde auch ein 10-Jahres-Implementierungsplan erarbeitet, der die wesentlichen Lücken und zukünftigen Tätigkeitsschwerpunkte im Rahmen der weltweiten Umweltbeobachtung aufzeigt. GEOSS ist ausgehend von 9 Gesellschaftsthemen aufgebaut, wobei „Gesundheit“ eines der 9 Themen darstellt. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, daß Allergien in verschiedenen Themen angesprochen sind. So wird die Fragen von Pollenallergien und deren Veränderung in der Prävalenz unter anderem beim Thema „Gesundheit“, „Klima“ und „Biodiversität“ angesprochen. Eine Zusammenstellung im Auftreten der aggressiven Ambrosiapollen, welche sich vom Süden, Südwesten und Osten der Schweiz nähern, zeigt die Wichtigkeit von grenzüberschreitender, internationaler Kooperation bei der Umweltbeobachtung.Correspondence to:
Dr. sc. nat. Th. Frei
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
CH-8044 Zürich
Email: thomas.frei@meteoswiss.ch
Originalarbeiten
Kälteurtikaria: Untersuchung zu Ursachen, Therapie und Verlauf
Y. Buss und M. Sticherling
Abstract
Y. Buss1 und M. Sticherling2
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, 2Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Leipzig
Die Kälteurtikaria ist eine Erkrankung, die nach Kältekontakt zu Quaddeln in leichteren und zu Schockreaktionen in schwereren Fällen führt. Zahlreiche unterschiedliche klinische und serologische Tests sollen diagnosesichernd sein sowie eine mögliche Ursache aufdecken können. Therapeutische Möglichkeiten sind unter anderen Antihistaminika und kalte Ganzkörperbäder zur Induktion einer Kältetoleranz. Das Ziel dieser Arbeit war, diagnostische Parameter zu beurteilen, Behandlungsmethoden zu vergleichen sowie klinische Symptome und therapeutische Erfolge innerhalb eines großen Patientenkollektivs nachzuverfolgen. 82 Patienten wurden bei Erstdiagnose sowie 1 – 20 Jahre später mittels eines Fragebogens untersucht. Die durchschnittliche Dauer der Erkrankung lag bei einem Jahr bei abgeheilten und bei 15 Jahren bei weiterhin betroffenen Patienten. Die Schwellentemperatur, unter welcher es zu einer Quaddelbildung kam, lag im Mittel bei 22 °C vor und 17 °C nach Therapie. Es wurden keinerlei statistisch relevante Auffälligkeiten in serologischen und hämatologischen Untersuchungen entdeckt. Isolierte Infektionsherde fanden sich insbesondere im Hals-Nasen-Ohrenbereich. 52% derjenigen Patienten, die mit Cetirizin behandelt wurden (12 von 23 Patienten), berichteten von einem merklichen Rückgang ihrer Symptome. Keiner der Patienten, die eine Therapie mit kalten Bädern durchgeführt hatten, führte diese länger als 1 Jahr fort. Diese Studie zeigt das Dilemma, daß trotz eines klar definierten physikalischen Auslösefaktors das ätiopathogenetische sowie das therapeutische Wissen um diese Erkrankung begrenzt sind. Die Ergebnisse dieser Erhebung zu diversen Parametern in einem großen und umfangreich charakterisierten Patientenkollektiv deuten darauf hin, daß umfassende laborchemische Untersuchungen nur individuell angepaßt nach einer ausgiebigen Anamneseerhebung sinnvoll sind. Eine intensive Langzeitbetreuung dieser Patienten ist notwendig.Correspondence to:
Prof. Dr. M. Sticherling
Klinik für Dermatologie,
Venerologie und Allergologie
Universitätsklinikum Leipzig
Stephanstraße 11
D-04103 Leipzig
Kasuistik
ECP (eosinophil cationic protein) in der pulmologischen Praxis
G. von Kirchbach, V. Ebert, R. Krause und R. Wahl
Abstract
G. von Kirchbach1, V. Ebert2, R. Krause2 und R. Wahl2
1Adalbertsteinweg 12, Aachen, 2Allergopharma Joachim Ganzer KG, Reinbek
ECP ist einer der bekanntesten Proteinmediatoren aus aktivierten Eosinophilen. Auch wenn deren diagnostischer Stellenwert häufig kontrovers diskutiert wird, konnten unsere Untersuchungen zeigen, daß bei Krankheitsbildern wie Asthma bronchiale der Einsatz des ECP sinnvolle medizinisch-diagnostische Hinweise geben kann, die die Beurteilung des Krankheitsverlaufs erleichtern. Der Allergopharma-ECP-Test ist einfach in der Durchführung – alle Inkubationsschritte werden bei Raumtemperatur durchgeführt. Der Test läßt sich sehr gut in die Abarbeitung bestehender Mikrotiterplatten-ELISA-Testsysteme integrieren.Correspondence to:
Dr. med. G. von Kirchbach
Adalbertsteinweg 12
D-52070 Aachen
Email: GottfriedvonKirchbach@t-online.de