Jahrgang 27, No. 9/2004(September 2004)
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Allergologie
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Originalarbeit
Die klinische Wirksamkeit der sublingualen und subkutanen birkenpollenallergenspezifischen Immuntherapie: Eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Double-Dummy-Studie*
M.S. Khinchi, L.K. Poulsen, F. Carat, C. André, A.B. Hansen† und H.J. Malling
Abstract
M.S. Khinchi1, L.K. Poulsen1, F. Carat2, C. André2, A.B. Hansen1† und H.J. Malling1
1Klinik für Allergologie, Nationale Universitätsklinik Kopenhagen, Dänemark, und 2Stallergènes SA, Antony, Frankreich
Hintergrund: Es konnte nachgewiesen werden, dass sowohl die sublinguale allergenspezifische Immuntherapie (SLIT) als auch die subkutane Immuntherapie (SCIT) klinisch wirksam sind. Dennoch wurden bislang nur wenige vergleichende Studien durchgeführt. Zielsetzung: Zum einen sollte die klinische Wirksamkeit der SLIT im Vergleich zur SCIT untersucht werden. Zum anderen sollten SLIT und SCIT mit Plazebo verglichen sowie die klinische Wirksamkeit im Verhältnis zu den systemischen Nebenwirkungen bewertet werden. Methodik: Im Rahmen einer dreijährigen, randomisierten, plazebokontrollierten, doppelblinden Double-Dummy-Studie wurden 71 erwachsene birkenpollenallergische Heuschnupfenpatienten nach einem Baselinejahr in zwei aufeinanderfolgenden Jahren behandelt. Die Zuteilung zu den einzelnen Behandlungsgruppen richtete sich nach dem Schweregrad der Erkrankung im Baselinejahr sowie nach Geschlecht und Alter. Ergebnisse: Die klinische Wirksamkeit wurde anhand von 58 Patienten, die das 1. Behandlungsjahr abgeschlossen hatten, durch Subtraktion der Baselinedaten sowie durch Bildung des Quotienten aus den Daten des ersten Behandlungsjahres und des Baselinejahres bestimmt. Die SLIT verringerte die mediane Intensität der Erkrankung auf die Hälfte und die SCIT auf ein Drittel der Werte in der Plazebogruppe. Es konnte zwischen den beiden aktiven Gruppen kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt werden. Sowohl die Symptomatik als auch die Medikation betreffend zeigte sich bei den aktiv behandelten Patienten im Vergleich zu den Plazebopatienten eine statistisch signifikante und klinisch relevante Wirksamkeit. Die SLIT ergab nur wenige leichte lokale Nebenwirkungen, wohingegen die SCIT zu wenigen schwerwiegenden systemischen Nebenwirkungen führte. Schlussfolgerung: Von der begrenzten Anzahl der Patienten ausgehend, unterschied sich die SLIT, was die klinische Wirksamkeit anbelangt, statistisch nicht von der SCIT. Beide Immuntherapieregime sind im Vergleich zu Plazebo in der Behandlung der Birkenpollenrhinokonjunktivitis klinisch wirksam. Das Fehlen eines statistisch signifikanten Unterschiedes zwischen den beiden aktiven Behandlungen deutet nicht auf eine äquivalente Wirksamkeit hin; um kleinere Unterschiede nachzuweisen, sind jedoch Untersuchungen an größeren Gruppen erforderlich. Ihr vorteilhaftes Sicherheitsprofil könnte Anlass geben, die SLIT zu bevorzugen.Correspondence to:
Dr. med H.-J. Malling
Allergy Clinic 4222
National University Hospital
Blegdamsvej 9
DK-2100 Kopenhagen, Dänemark
Übersicht
Die Rolle topischer Immunmodulatoren (TIMs) bei der Pathophysiologie der atopischen Dermatitis
N. Novak und T. Bieber
Abstract
N. Novak und T. Bieber
Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Die atopische Dermatitis ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die auf einer genetischen Prädisposition basiert und zusammen mit der allergischen Rhinitis, dem allergischen Asthma und der atopischen Dermatitis den Formenkreis der atopischen Erkrankungen bildet. Für eine lange Zeit bestand die therapeutische Strategie bei der Behandlung der atopischen Dermatitis in der Verabreichung topischer oder systemischer Steroide oder anderer immunsuppressiv wirksamen Substanzen, deren Anwendung durch unerwünschte Nebenwirkungen eingeschränkt wurde. Kürzlich hat die Einführung einer neuen Generation topischer, nicht-steroidaler Substanzen, die ursprünglich für die Transplantationsmedizin entwickelt wurden, zu einer kleinen Revolution im Bereich der Behandlung der atopischen Dermatitis geführt. Da bei einem Großteil der Patienten eine rapide Verbesserung des Krankheitsbildes durch Anwendung dieser Substanzen erzielt werden konnte, haben sich die wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahre auf die Identifizierung der immunologischen Wirkmechanismen der Substanzgruppe der topischen Immunmodulatoren (TIMs) konzentriert. In dieser Übersicht möchten wir die wichtigsten anti-entzündlichen und anti-allergischen Wirkmechanismen der TIMs, die bislang auf zellulärer Ebene identifiziert werden konnten, zusammenfassend darstellen.Correspondence to:
PD Dr. med. Natalija Novak
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Sigmund-Freud-Straße 25
D-53105 Bonn
Email: Natalija.Novak@ukb.uni-bonn.de
Leitlinien
Insektengiftallergie – Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Abstract
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Jena, 8. – 9. Oktober 2004
6. Jenaer Mykologiesymposium
Prof. Dr. P. Elsner und Dr. U.-Ch. Hipler
Abstract
Prof. Dr. P. Elsner und Dr. U.-Ch. Hipler