Jahrgang 27, No. 2/2004(Februar 2004)
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Allergologie
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Originalarbeiten
Tagesschläfrigkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Abstract
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
Neben den klassischen allergischen Symptomen beklagen Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis häufig eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Zunahme von Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tage. Diese Veränderungen werden häufig mit einer möglichen Beeinträchtigung des Nachtschlafs in Verbindung gebracht, wurden bis dato jedoch nicht systematisch anhand von validierten Fragebögen evaluiert. Ziel der Studie war es daher, den Einfluß der saisonalen allergischen Rhinitis auf die Tagesschläfrigkeit anhand eines validierten Fragebogens zu untersuchen. 25 Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis wurden 25 gesunden Kontrollen in einem prospektiven kontrollierten Studiendesign gegenübergestellt. Allergische Symptome und die Tagesschläfrigkeit wurden vor und während der Pollenflugsaison 2002 anhand von Fragebögen evaluiert (Symptomfragebogen und Epworth Sleepiness Scale) und eine Einteilung des Schweregrades der Rhinitis vorgenommen. Die Tagesschläfrigkeit erhöhte sich mit Einsetzen der saisonalen Beschwerden in der Allergikergruppe während die Werte in der Kontrollgruppe unverändert blieben. Dies ergab signifikante Gruppenunterschiede für die Tagesschläfrigkeit. Die Veränderung der Scorewerte zeigten sich vornehmlich in den beiden Untergruppen mittelgradige und schwergradige allergische Rhinitis. Die saisonale allergische Rhinitis führt neben den klassischen Beschwerden auch zu einer erhöhten Tagesschläfrigkeit während der Pollensaison. Das Ausmaß der Schläfrigkeit steigt mit der Schwere der allergischen Rhinitis.Correspondence to:
Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik
D-68135 Mannheim
Email: boris.stuck@hno.ma.uni-heidelberg.de
Übersicht
Nebenwirkungsprofile von Antihistaminika und ihre klinische Relevanz
B. Lange und C. Bachert
Abstract
B. Lange1 und C. Bachert2
1Institut für Atemwegsforschung GmbH, Düsseldorf,2Kliniek voor Neus-, Keel- en Oorheelkunde, UZ Gent, Belgien
Die Antihistaminika sind Therapieoptionen der 1. Wahl bei SAR und CIU. In dieser Übersicht werden Cetirizin, Desloratadin, Ebastin, Fexofenadin, Levocetirizin, Loratadin und Mizolastin anhand der veröffentlichten Literatur hinsichtlich Kardiotoxizität, Sedierungspotential, eventueller Hepatotoxizität und Teratogenität sowie bezüglich ihrer Sicherheit in besonderen Patientengruppen (Kinder, Senioren, Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz) verglichen. Zusätzlich wurden die Hersteller und die deutsche Zulassungsbehörde, das BfArM, um Informationen gebeten. Die Antihistaminika zeigen unterschiedliche Einflüsse auf die kardiale Repolarisation und besitzen damit ein unterschiedliches Potential, insbesondere bei Risikopatienten, schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien auszulösen. Cetirizin, Desloratadin und Levocetirizin bergen dabei das geringste Risiko. Unter den modernen Antihistaminika weisen Cetirizin, Levocetirizin und Mizolastin in klinischen Studien die höchsten über Plazebo hinausgehenden Inzidenzen sedierender Nebenwirkungen auf. In objektiven psychomotorischen und kognitiven Tests führten einige Antihistaminika bereits bei therapeutischen Dosierungen vereinzelt zu Beeinträchtigungen, Cetirizin sogar unterhalb der empfohlenen Dosierung. Unter Desloratadin, Ebastin und Fexofenadin treten wenig sedierende Nebenwirkungen bei Allergikern auf, sie haben in Testbatterien an gesunden Probanden bisher keine Effekte in therapeutischer Dosierung gezeigt. Es ist nicht auszuschließen, daß Antihistaminika in Einzelfällen zu Leberfunktionsstörungen bzw. Hepatitiden führen, jedoch scheint das Risiko unter den Antihistaminika vergleichbar zu sein und im Bereich der Hintergrundrate idiopathischer Hepatitiden zu liegen. Die Erfahrungen zur Exposition mit Antihistaminika in der Schwangerschaft sind begrenzt. Generell liegt kein erhöhtes Teratogenitätsrisiko vor, Daten zu einer potentiellen Erhöhung des Hypospadierisikos unter Loratadin sind bisher nicht abschließend zu beurteilen. In Deutschland sind derzeit Cetirizin und Desloratadin für Kinder ab 2 Jahren zugelassen, Levocetirizin und Loratadin sind für Kinder ab 6 Jahren erhältlich. Cetirizin führte auch in Studien mit Kindern z.T. zu einer erhöhten Inzidenz von Schläfrigkeit. Die neueren Antihistaminika sind für Senioren geeignet, wobei Dosisanpassungen und Kontraindikationen bei Leber- und Niereninsuffizienz zu beachten sind.Correspondence to:
B. Lange
Institut für Atemwegsforschung GmbH
Benrodestraße 9
D-40597 Düsseldorf
Email: bernd.lange.ifagmbh@t-online.de
Serie: Primäre Immundefekt
X-chromosomale lymphoproliferative Erkrankung (XLP)
S. Ehl und V. Schuster
Abstract
S. Ehl und V. Schuster
Tagungsthema: Berufsbedingte Allergien Bad Saarow, 8. November 2003
11. Bad Saarower Herbsttagung des Verbandes der Allergologen Brandenburgs e.V. mit Arzthelferinnenseminar
Dr. D. Stiller
Preisausschreibungen - Mitteilung