Jahrgang 26, No. 6/2003(Juni 2003)
|
Allergologie
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 24.80$ |
 |
Laudatio
Brunello Wüthrich
Jahre
Originalarbeit
Beurteilung der Lebensqualität von Asthmatikern durch Visual Analog Skala und St. George’s Respiratory Questionnaire
A. Meszaros, Z. Bartfai, T. Major, P. Magyar
Abstract
A. Meszaros1, Z. Bartfai2, T. Major2, P. Magyar2,
1Institut für Pharmazeutika-Anwendung, Pharmazeutische Fakultät, Semmelweis-Universität, Budapest, 2Pneumologische Klinik, Medizinische Fakultät, Semmelweis-Universität, Budapest
Hintergrund: Ziel unserer Untersuchung war die Analyse der Korrelationsrate zwischen 2 Instrumenten zur Messung der Lebensqualität bei erwachsenen Asthmatikern: der Visual Analog Skala (VAS) und dem St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ). Methodik: Die Daten der Lebensqualität wurden mit einem krankheitsspezifischen Meßinstrument, dem St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ) und einem allgemeinen Meßinstrument, der Visual Analog Skala (VAS), bei 321 Asthmapatienten untersucht. Stufenweise Multivarianz-Analysen wurden ausgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der VAS, eingeteilt nach Schweregrad der Erkrankung, lauteten für intermittierendes Asthma 76 %, mildes Asthma 69%, mittelschweres Asthma 60% und schweres Asthma 49%. Die Korrelation zwischen Spirometrie und den Daten der Lebensqualität war mäßig (r = 0,36; p = 0,001). Die Ergebnisse des SGRQ für das Gesamtergebnis lauten wie folgt (je höher die Prozentzahl, desto niedriger die Lebensqualität): intermittierendes Asthma 16%, mildes Asthma 34%, mittelschweres Asthma 50% und schweres Asthma 58%. Die Korrelation zwischen den Daten der Lebensqualität und denen der Lungenfunktion ist mäßig. Wir stellten jedoch eine gute Korrelation (r = 0,619) zwischen den Meßergebnissen der beiden verwendeten Instrumente zur Messung der Lebensqualität fest. Schlußfolgerungen: Wir konnten eine mäßige Korrelation zwischen der Lungenfunktion und den Daten der Lebensqualität feststellen. Obwohl das Ausmaß der Atembeschwerden gut meßbar ist, ist nicht vorhersehbar, wie der Patient seinen Gesundheitsstatus und seine Lebensqualität beurteilt. So betonen unsere Ergebnisse die Wichtigkeit der Analysen der Lebensqualität in der klinischen Praxis. Aufgrund unserer Ergebnisse, die eine gute Korrelation zwischen der VAS und dem SGRQ zeigen, empfehlen wir die Anwendung der Visual Analog Skala in der Praxis zur Analyse der Lebensqualität von Asthmapatienten.Correspondence to:
Agnes Meszaros MD
Institute of Pharmacy Administration
Faculty of Pharmacy
Semmelweis University
Hogyes Endre u. 7 – 9
Budapest 1092
Hungary
Übersicht
Vergleich unterschiedlicher Meßverfahren zur Beurteilung der Atmungsaktivität von allergendichten Matratzenbezügen (Encasings)
V.T. Bartels und K.-H. Umbach
Abstract
V.T. Bartels und K.-H. Umbach
Abteilung Bekleidungsphysiologie, Hohensteiner Institute, Bönnigheim
In der Literatur werden unterschiedliche Meßverfahren beschrieben, mit denen die Wasserdampfdurchlässigkeit (“Atmungsaktivität”) von Encasings bestimmt werden soll, um Rückschlüsse auf den vermittelten Schlafkomfort zu ziehen. Für Hersteller, Krankenkassen, Ärzte und Patienten ist es in dieser Situation nahezu unmöglich, einen Überblick über die verschiedenen Verfahren zu gewinnen und die mit Hilfe der unterschiedlichen Meßgeräte gewonnenen Ergebnisse einzuordnen. An dieser Stelle werden daher verschiedene Techniken verglichen, um zu einem besseren Verständnis der Meßverfahren beizutragen. Dabei zeigt sich, daß die Qualität der Meßverfahren bezüglich ihrer Reproduzierbarkeit und Aussagekraft zum Schlafkomfort stark variiert: So ist das nach DIN EN 31092 bzw. ISO 11092 normierte “Hautmodell” in idealer Weise für die Prüfung der Atmungsaktivität von Encasings geeignet; mit anderen Verfahren wie insbesondere einfachen Becher- oder Schalenmethoden gemäß ASTM E 96 oder DIN 53122 können hingegen keinerlei für den Schlafkomfort relevante Daten ermittelt werden.Correspondence to:
Dr. rer. nat. V.T. Bartels
Abteilung Bekleidungsphysiologie
Hohensteiner Institute
D-74357 Bönnigheim
Positionspapier
In-vitro-Allergiediagnostik
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
Abstract
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
Standpunkt
Welche Zukunft hat die stationäre Allergologie?
V. Blaschke und Th. Fuchs
Abstract
V. Blaschke1 und Th. Fuchs2
1Herzzentrum, Abteilung Kardiologie und Pneumologie und 2Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Georg-August-Universität, Göttingen
Mit Einführung der diagnosis-related groups (DRG) in das deutsche Krankenhausfinanzierungssystem werden tagesgleiche Pflegesätze durch ein pauschalisierendes Entgeltsystem abgelöst. Der ökonomische Anreiz für Krankenhäuser besteht zukünftig in einer möglichst frühen Entlassung der Patienten. Es wird erwartet, daß mit der Verkürzung der Verweildauer eine deutliche Reduktion der stationären Kapazitäten einhergeht. Die finanziellen Auswirkungen auf die Profitabilität der stationären Allergologie werden beispielhaft für allergologische Kernleistungen berechnet. Es zeigt sich, daß eine orale Medikamentenexposition für das Krankenhaus wesentlich lukrativer sein kann als z.B. die Diagnostik einer chronischen Urtikaria. Unter steigendem ökonomischen Druck bei reduzierter Bettenkapazität wird für die Krankenhäuser eine aktivere Auswahl ihrer Patienten, z.B. nach ökonomischen Kriterien, zunehmende Bedeutung erlangen.Correspondence to:
Dr. med. V. Blaschke
Herzzentrum
Abteilung Kardiologie und Pneumologie
Georg-August-Universität
Robert-Koch-Straße 40
D-37075 Göttingen