Jahrgang 25, No. 12/2002(Dezember 2002)
|
Allergologie
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 0.00$ |
 |
Übersicht
Latexhandschuhe im Hautkontakt – gibt es Risiken?
G. Stein, M. Hampel und E. Wünstel
Abstract
G. Stein, M. Hampel und E. Wünstel
Fachbereich MND Umwelttechnik, Labor Physikalische Chemie und Umweltanalytik, Studienort Rüsselsheim, Fachhochschule Wiesbaden
Allergien beim Umgang mit Gummiartikeln, insbesondere beim Tragen von Naturlatexhandschuhen, sind weit verbreitet und vielfach beschrieben. Die vorliegende Untersuchung zeigt bei einer Auswahl von 6 NR-Werkstoffen für Latexhandschuhe eine Reihe von extrahierbaren Gummichemikalien auf. Es wurde deshalb versucht, verschiedene Ansätze zur labormäßigen Simulation des Tragevorgangs praxisnah zu optimieren. Dabei wurde auch exemplarisch der Einfluß eines bei medizinischen Anwendungen vorgeschriebenen Handdesinfektionsmittels mit berücksichtigt. Für die Stoffe Zinkdimethyldithiocarbamat und Mercaptobenzothiazol wurden die extrahierten Mengen in Abhängigkeit von Zeitdauer, Temperatur und pH-Wert in Anlehnung an eine BGA-Methode ermittelt. In Extraktions- und Trageversuchen mit geringerem Lösemittelvolumen wurde eine Abschätzung der beim Gebrauch der Handschuhe auf die Haut einwirkenden Mengen dieser Substanzen vorgenommen. Am Beispiel des Tetramethylthiuramdisulfids konnte gezeigt werden, daß beim Tragen auch Stoffe gebildet werden können, die als kritisch zu betrachten sind und die ursprünglich nicht in dem Material nachweisbar waren. Auf eine toxikologische Bewertung der nachgewiesenen Substanzen wurde weitestgehend verzichtet. Die Untersuchung zeigt auch, daß Werkstoffe, die praktisch keine polaren und somit wasserlösliche Schadstoffe enthalten, technisch herstellbar sind.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. G. Stein
Fachhochschule Wiesbaden
Fachbereich MND Umwelttechnik
Am Brückweg 26
D-65428 Rüsselsheim
Originalarbeit
Expression der Matrix-degradierenden Zysteinproteinasen Kathepsin B und K bei Polyposis nasi
I. Hansen, T. Hansen, L. Klimek, , K. Hörmann und C.J. Kirkpatrick
Abstract
I. Hansen1, T. Hansen2, L. Klimek1, 3, K. Hörmann1 und C.J. Kirkpatrick2
1HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 2Institut für Pathologie, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 3Zentrum für Rhinologie, Wiesbaden
Die Polyposis nasi ist eine häufige, chronisch entzündliche Erkrankung der oberen Atemwege. Ein häufiger Befund der Polyposis nasi ist die Knochenerosion. Diese wurde bislang auf eine durch die Polypen verursachte Druckatrophie zurückgeführt. Neuere Studien weisen jedoch auf eine Beteiligung proteolytischer Enzyme bei der Gewebsdestruktion hin. Wir untersuchten daher die Expression der lysosomalen Zysteinproteinasen Kathepsin B und K in mittleren Nasenmuscheln von Patienten mit Polyposis nasi (10 Patienten, 3 weiblich, 7 männlich) im Vergleich zu Patienten mit Nasenmuschelhypertrophie. In den während Septumchirurgie entnommenen Nasenmuscheln mit gesunder Nasenschleimhaut zeigte sich normal konfiguriertes Knochengewebe ohne gesteigerte Expression von Kathepsin B oder K. In den Gewebsproben mit Polyposis nasi zeigte sich eine ausgeprägte, vorwiegend aus Makrophagen und fibroblastären Zellelementen bestehende Knocheninvasionsfront. Hier konnte eine Expression von Kathepsin-B gezeigt werden. Kathepsin K war vorwiegend in Osteoklasten nachweisbar. Zudem zeigte sich eine Kathepsin B-Expression in multiplen subepithelial lokalisierten Makrophagen. Eosinophile Granulozyten waren weder für Kathepsin B noch für Kathepsin K positiv. Sie waren im Bereich der Knochenerosion nicht nachweisbar. Kathepsin B und K sind im Vergleich zu den Nicht-Polyposis-Patienten bei Polyposis nasi gesteigert exprimiert. Der Nachweis der Expression von Kathepsin B und Kathepsin K im Bereich der Knochenerosion bei Polyposis nasi weist darauf hin, daß diese Zysteinproteinasen an der Destruktion der Knochenmatrix beteiligt sind, wobei die Kathepsin- B-vermittelte Degradation vorwiegend von Makrophagen, die Kathepsin-K-vermittelte Degradation von Osteoklasten ausgeführt werden dürfte. Eosinophile Granulozyten sind nach der vorliegenden Studie an der Knochenerosion nicht direkt beteiligt, da sie nicht in der Knocheninvasionsfront nachweisbar waren und zudem weder Kathepsin B noch Kathepsin K exprimierten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Leitlinien
Durchführung des Epikutantests mit Kontakt-Allergenen – Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
A. Schnuch, W. Aberer, M. Agathos, J. Brasch, P.J. Frosch, Th. Fuchs, G. Richter für die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe
Abstract
A. Schnuch, W. Aberer, M. Agathos, J. Brasch, P.J. Frosch, Th. Fuchs, G. Richter für die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe
Kongressbericht
Die Therapie des Asthmas einfach gestalten – Mometasonfuroat (Asmanex® Twisthaler®) im Licht der aktuellen Behandlungsrichtlinien