Jahrgang 27, No. 6/2009(November/Dezember)
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Verdauungskrankheiten
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Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Editorial
H. Messmann
Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Endoskopische Submukosa-Dissektion – technische Voraussetzungen
J. Hochberger, S. Dammer, E. Kruse, D. Menke, P. Köhler, J. Raiser und M. Enderle
Abstract
J. Hochberger1, S. Dammer1, E. Kruse1, D. Menke1, P. Köhler2, J. Raiser3 und M. Enderle3
1Medizinische Klinik III – Gastroenterologie, St.-Bernward-Krankenhaus, Hildesheim, 2Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Nutztiergenetik, Mariensee, 3ERBE Medizintechnik, Tübingen
Für die endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD) als in der westlichen Welt neues endoskopisches Verfahren existieren bisher nur wenige technische Standards. Dies betrifft Endoskope, Unterspritzungssubstanzen zur Elevation der Läsion, Resektionsmesser, Stromqualitäten, Zubehör, wie Distalkappen etc.. Im vorliegenden Artikel sollen verschiedenen Variationen aufgezeigt werden, Vor- und Nachteile diskutiert und eigene Erfahrungen praxisorientiert dargestellt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Hochberger
Medizinische Klinik III – Gastroenterologie
St.-Bernward-Krankenhaus
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen
Treibestraße 9
D–31134 Hildesheim
Email: prof.dr.j.hochberger@bernward-khs.de
Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Endoskopische Mukosaresektion (EMR) und endoskopische Submukosadissektion (ESD) bei oberflächlichen Ösophaguskarzinomen
T. Oyama
Abstract
T. Oyama
Department of Gastroenterology, Saku Central Hospital, Nagano, Japan
Die Inzidenz von Ösophaguskarzinomen steigt und eine Ösophagektomie ist die Standardbehandlung. Die Lebensqualität nach Ösophagektomie ist eher schlecht, während die Lebensqualität nach endoskopischer Behandlung des Ösophaguskarzinoms sehr gut ist. Allerdings gibt es für die endoskopische Behandlung zahlreiche Einschränkungen. Indikationen, Behandlungsmethode, Komplikationen und Prognose werden im Folgenden diskutiert.Correspondence to:
T. Oyama, MD, PhD
Department of Gastroenterology
Saku Central Hospital
197 Usuda, Saku
Nagano 384-0301, Japan
Email: oyama@coral.ocn.ne.jp
Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Endoskopische Möglichkeiten bei submukosal invasivem Magenfrühkarzinom
T. Nordmann und H. Neuhaus
Abstract
T. Nordmann und H. Neuhaus
Medizinische Klinik, Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf
Unter Beachtung einiger Voraussetzungen ist die endoskopische Therapie von Magenfrühkarzinomen angemessen. Besteht bereits eine Infiltration in die Submukosa, muss die mögliche Lymphknotenmetastasierung beachtet werden. Sinnvoll ist die Lokaltherapie daher nur bei gut differenzierten Karzinomen < 3 cm mit einer Infiltrationstiefe von weniger als 500 µm in der Submukosa (sm1) und fehlender Beteiligung von Lymphgefäßen oder Venen. Die Sicherheit in der Durchführung der ESD lässt sich durch Zusammenführung der Fälle in Zentren gewährleisten. Die lokale Therapie geht mit einem potenziell geringerem Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko einher als eine Gastrektomie und resultiert darüber hinaus in einer besseren Lebensqualität.Correspondence to:
Dr. med. T. Nordmann
Medizinische Klinik
Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf
Kirchfeldstraße 40
D–40217 Düsseldorf
Email: thomas.nordmann@evk-duesseldorf.de
Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Endoskopische Submukosadissektion (ESD) im Kolon
H. Messmann
Abstract
H. Messmann
III. Medizinische Klinik, Klinikum Augsburg
Die endoskopische Submukosadissektion (ESD) ist ein relativ neues endoskopisches Verfahren, welches in Japan entwickelt wurde und dort mittlerweile bei der Therapie von Magenfrühkarzinomen eine zentrale Rolle spielt. Die Technik ermöglicht es, größere Läsionen in einem Stück, also en bloc zu resezieren und ersetzt somit die sogenannte Piecemeal-Resektion. Gerade in der endoskopischen Therapie von Frühkarzinomen sollte die endoskopische Mukosaresektion (EMR) in Piecemeal-Technik vermieden werden, da sie dann per Definition eine R1-Resektion des Tumors darstellt. Bei den Magenfrühkarzinomen konnte gezeigt werden, dass die Lokalrezidivrate mit der ESD signifikant niedriger ist als mit der EMR. Mittlerweile gibt es erste Erfolg versprechende Ansätze aus Japan, die diese Technik im Kolon einsetzen. Die lange Lernkurve sowie die hohe technische Anforderung, einhergehend mit langen Untersuchungszeiten und einer nicht unerheblichen Komplikationsrate – gerade beim Anfänger –, stehen dem Vorteil der En-bloc-Resektion mit niedriger Rezidivrate gegenüber.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Messmann
III. Medizinische Klinik
Klinikum Augsburg
Stenglinstraße 2
D–86156 Augsburg
Email: helmut.messmann@klinikum-augsburg.de
Endoskopische Submukosadissektion (ESD)
Endoskopische Submukosadissektion (ESD) großflächiger Läsionen im Gastrointestinaltrakt – Entwicklung von Erfolgsrate und Untersuchungsdauer (Lernkurve)
A. Probst und H. Messmann
Abstract
A. Probst und H. Messmann
III. Medizinische Klinik, Klinikum Augsburg
Die endoskopische Submukosadissektion erlaubt En-bloc-Resektionen auch großflächiger Läsionen im Gastrointestinaltrakt. Vorteile sind eine verminderte Rezidivrate im Vergleich zu anderen endoskopischen Resektionsverfahren sowie eine verminderte Morbidität und Mortalität im Vergleich zur chirurgischen Resektion. Die Methode ist technisch anspruchsvoll und zeitintensiv. Nach einer Lernkurve können Erfolgsrate und Untersuchungsdauer verbessert werden. Die ESD besitzt ein signifikantes Komplikationsrisiko, welches in erfahrenen Händen akzeptabel scheint. Aufgrund der möglichen R0-En-bloc-Resektion mit verminderter Rezidivrate muss die ESD zumindest für frühmaligne Läsionen im Gastrointestinaltrakt (z.B. Magenfrühkarzinome) als Therapieverfahren der Wahl betrachtet werden. Wegen der erforderlichen Lernkurve und der relativen Seltenheit gastraler Frühneoplasien in Europa sollte die Methode zunächst auf endoskopische Zentren beschränkt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Messmann
III. Medizinische Klinik
Klinikum Augsburg
Stenglinstraße 2
D–86156 Augsburg
Email: helmut.messmann@klinikum-augsburg.de
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