Jahrgang 24, No. 1/2006(Januar / Februar 2006)
|
Verdauungskrankheiten
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 25.60$ |
 |
Themenschwerpunkt: Interventionelle Endoskopie II*
Endoskopisch-interventionelle Maßnahmen zur Palliation von Tumorrezidiven und anderen Komplikationen nach vorausgegangenen Therapien
H. Bosseckert und St. Donev
Abstract
H. Bosseckert1 und St. Donev2
1ehem. Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Gastroenterologische Klinik, Bezirkskrankenhaus Dobritsch, Bulgarien
58 Patienten, die primär wegen eines Ösophagus- oder Magenkarzinoms oder auch wegen eines Bronchial- oder Mammakarzinoms behandelt worden waren und bei denen es zu einem Rezidiv oder Komplikationen in Folge der Therapie gekommen war, wurden mit endoskopisch-interventionellen Verfahren (Bougienage, Injektionstherapie, Laser, Plastik- bzw. selbstexpandierenden Stents) behandelt. Dabei wurden die unterschiedlichen Verfahren den Gegebenheiten der Veränderungen beim Patienten angepaßt. Wenn auch 2 Perforationen (Patientinnen mit Zustand nach Mamma-Ca-Operationen mit Nachbestrahlung und 1/2 bzw. 1 Jahr danach aufgetretenem intramediastinalem Tumorwachstum mit Ösophaguseinengung) auftraten und bei 3 Patienten mit ösophagotrachealer Fistel nur Überlebenszeiten von 3, 8 und 21 Tagen zu verzeichnen waren, ließ sich bei den anderen Patienten eine gute Palliation erreichen. Nach 1998 wurden bis Ende 2002 weitere 21 Patienten wegen der genannten Indikationen endoskopisch-interventionell therapiert, bei denen keine schwerwiegenden Komplikationen durch die Intervention zu beobachten waren.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Bosseckert
Ehemaliger Direktor der Klinik für Innere Medizin I der FSU Jena
Ricarda-Huch-Weg 43
D–07743 Jena
Email: h.bosseck@web.de
Themenschwerpunkt: Berufsbedingte Handekzeme
Endoskopische Behandlung der Varizenblutung
G. Kleber
Abstract
G. Kleber
Medizinische Klinik I, Ostalb-Klinikum Aalen, Akademisches Lehrkrankenhaus Universität Ulm
Die endoskopische Behandlung von Ösophagusvarizen steht im Kontext multimodaler und kombiniert endoskopisch-nichtendoskopischer Verfahren. Die Auswahl der besten Behandlung wird sich nach der unten beschriebenen Studienlage richten und in Bereichen, die durch Studienergebnisse noch nicht (ausreichend) evaluiert sind, eine möglichst maßgeschneiderte und begründete Einzelfallentscheidung sein. Die Indikation (und rechtzeitige Indikationsstellung) zur Lebertransplantation richtet sich nach Leber- und Nierenfunktion und ist unabhängig von dem in Abbildung 1 empfohlenen, vereinfachten Therapie-Algorithmus.Correspondence to:
Prof. Dr. med. G. Kleber
Medizinische Klinik I
Ostalb-Klinikum Aalen
Akademisches Lehrkrankenhaus Universität Ulm
D–73430 Aalen
Email: Gerhard.Kleber@ostalb-klinikum.de
Themenschwerpunkt: Berufsbedingte Handekzeme
Endoskopische Resektion bei frühen Karzinomen des Ösophagus und Magens
M. Hocke und C.F. Dietrich
Abstract
M. Hocke1 und C.F. Dietrich2
1Abteilung Gastroenterologische Endoskopie, Klinik für Innere Medizin II, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Caritas Krankenhaus, Bad Mergentheim
Die endoskopische Resektion von hochgradigen intraepithelialen Neoplasien und frühen Karzinomen des oberen Gastrointestinaltrakts hat seit Entwicklung der Technik 1984 durch Tada [1] an Bedeutung gewonnen. Durch Verbesserung der präinterventionellen Diagnose und dem Wissen um die geringe Lymphknotenmetastasierungsrate bei eingehaltenen Indikationen [2] zur endoskopischen Resektion kann die Methode heute als sicher zur Behandlung der frühen Karzinome des Ösophagus und Magens eingesetzt werden. Unabhängig von den guten Ergebnissen und den weiter fortschreitenden Entwicklungen auf dem Gebiet der endoskopischen Technik ist jedoch bei allen so behandelnden Patienten eine weitere Überwachung und kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Resultaten insbesondere mit Blick auf die relativ hohe Rate metachroner Läsionen erforderlich [3]. Dabei sollte auch nicht vergessen werden, daß bei Therapie von großen Läsionen die Möglichkeit von Lymphknotenmetastasen deutlich steigt und die endoskopischen Methoden den zwar mit einer höheren Morbidität versehenen, aber sicher kurativ erscheinenden chirurgischen Alternativen gegenüberstehen [4].Correspondence to:
Dr. med. M. Hocke
Abteilung Gastroenterologische Endoskopie
Klinik für Innere Medizin II
Friedrich-Schiller-Universität
Bachstraße 18
D–07740 Jena
Email: michael.hocke@med.uni-jena.de
Themenschwerpunkt: Berufsbedingte Handekzeme
Fremdkörper im Verdauungstrakt – Alltagserfahrungen
G. Pott und J. Pongratz
Abstract
G. Pott und J. Pongratz
Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie, Marienkrankenhaus, Nordhorn
Beschrieben werden Alltagserfahrungen bei der Entfernung von Fremdkörpern im oberen und unteren Verdauungstrakt. 3 – 5% aller endoskopischen Untersuchungen einer gastroenterologischen Abteilung dienen der Diagnose und Entfernung von Fremdkörpern. Überwiegend kommt es zur Einklemmung von Speiseboli im Ösophagus, nur 15 – 20% der Fremdkörper entfallen auf den unteren Verdauungstrakt. Zumeist kommt es aus akzidentellen, gelegentlich aus psychotischen und suizidalen Gründen zur Ingestion von Fremdkörpern. Nicht jeder Fremdkörper muß entfernt werden. Zur Indikationsstellung der Entfernung sind Lage, Größe, Beschaffenheit des Fremdkörpers und Zeitpunkt der Ingestion von Bedeutung (Tab. 1). Fremdkörper des oberen Verdauungstrakts gehen häufig spontan mit dem Stuhl ab. Spezielle Techniken zur endoskopischen Entfernung von Fremdkörpern (Abb. 5) werden beschrieben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. G. Pott und Dr. med. J. Pongratz
Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie
Marienkrankenhaus Nordhorn
Hannoverstraße 5
D–48529 Nordhorn
Email: innere@marienkrankenhaus.de
Themenschwerpunkt: Berufsbedingte Handekzeme
Endoskopisch-interventionelle Maßnahmen in der Therapie von Gallenwegserkrankungen
M.-A. Ortner
Abstract
M.-A. Ortner
Division de Gastro-entérologie et d’Hépatologie, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne, Schweiz
Die Hauptindikation endoskopisch-interventioneller Maßnahmen am Gallengang ist die biliäre Obstruktion. In der Behandlung benigner Erkrankungen gibt es gegenüber den letzten Jahren nicht viel Neues zu berichten. Die endoskopische Therapie ist unverändert die Standardtherapie bei der Choledocholithiasis und die Erstlinientherapie bei benignen postoperativer Stenosen. Neue Entwicklungen gibt es bei der palliativen Therapie maligner Gallenwegserkrankungen. In der Behandlung nichtoperabler Tumoren steht zwar unverändert die Einlage von Endoprothesen zur Beseitigung der Cholestase im Vordergrund; der Verlauf der Erkrankung wird jedoch dadurch kaum beeinflußt und daher ist die Prognose nach Endoprotheseneinlage sehr schlecht. Die endoluminale Radiotherapie (Brachytherapie) verbessert weder Lebensqualität noch Überlebenszeit. Eine neue endoluminale endoskopische Therapie – die photodynamische Therapie (PDT) – hat in den letzten Jahren als Zusatztherapie bei nichtoperablen Tumoren weite Verbreitung gefunden. Die PDT führt zu einer Verbesserung der Cholestase, auch in Fällen, in denen die Endoprotheseneinlage versagt. Zusätzlich führt sie zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu einer deutlichen Verlängerung der Überlebenszeit. Daher sollte sie derzeit allen nichtoperablen Patienten angeboten werden.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Ortner
Division de Gastroentérologie et d’Hépatologie
Centre Hospitalier
Universitaire Vaudois
Rue de Bugnon 46
CH–1011 Lausanne
Email: Maria-Anna.Ortner@chuv.ch
Mitteilungen
Verbandsmitteilungen des bng
Mitteilungen
Buchbesprechung