Jahrgang 23, No. 1/2005(Januar / Februar 2005)
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Verdauungskrankheiten
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Themenschwerpunkt: Ernährungsmedizin II*
Volksleiden gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) – Einflüsse von Ernährungs- und Lebensstilfaktoren
O. Leiß, A. Lutz-Vorderbrügge und N. Börner
Abstract
O. Leiß, A. Lutz-Vorderbrügge und N. Börner
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis PD Dr. N. Börner,
In einer Übersicht werden epidemiologische Daten zur Häufigkeit von Sodbrennen vorgestellt. Natürlicher Verlauf der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) und die Frage, ob ein GERD-Spektrum oder ob verschiedene Erkrankungen vorliegen, wird diskutiert. Unter den Allgemeinmaßnahmen, die in die Pathophysiologie der Refluxkrankheit eingreifen, werden Nahrungs- und Genußmittel erörtert. Ausführlicher wird auf das Übergewicht und die Effekte einer Gewichtsreduktion auf Refluxsymptomatik eingegangen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
PD Dr. N. Börner, Dr. Th. Clement, Dr. W. Gödderz, Dr. H.-J. Schreiber,
Dr. A. Lutz-Vorderbrügge, Prof. O. Leiß
Bahnhofplatz 2
D-55116 Mainz
Email: OLeiss@aol.com
Themenschwerpunkt: Ernährungsmedizin II*
Ernährung und Kolonkarzinom – können Rezidivpolypen durch Gabe von Ballaststoffen verhindert werden?
O. Leiß
Abstract
O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis PD Dr. N. Börner,
Das kolorektale Karzinom ist einer der häufigsten Tumoren in westlichen Ländern. Die überwiegende Mehrzahl kolorektaler Karzinome sind sporadische Karzinome, in deren Genese Ernährungsfaktoren eine entscheidende Rolle spielen. In einer Übersicht werden die derzeitigen Vorstellungen, über die Ernährungsfaktoren in die Pathogenese des Kolonkarzinoms eingreifen, dargestellt und fünf sich teils ergänzenden Modellen zugeordnet. Die Fett-/Ballaststoff- und Gallensäurenhypothese wird ausführlicher erörtert, daneben wird auch die Hypothese von Karzinogenen in gebratenem Fleisch und die Insulinresistenzhypothese besprochen und auf Hypothesen zur DNS-Methylierung und Zellwachstumsregulatoren eingegangen. Interventionsstudien zur Frage, ob durch Gabe von Ballaststoffen die Rezidivrate kolorektaler Polypen gesenkt werden kann, werden im Detail besprochen. Im Gegensatz zu den negativen Ergebnissen dieser Interventionsstudien belegen eine kürzlich publizierte große Fall-Kontroll-Studie und eine Kohortenstudie den Nutzen einer ballaststoffreichen Ernährung. Statt Supplementierung mit kommerziell hergestellten Ballaststoffen sollte eher eine lebenslange an Gemüse, Obst und Getreide reiche Ernährung bevorzugt werden. Durch eine mediterrane Ernährung kann die Mortalität nicht nur an kolorektalen Karzinomen, sondern auch an anderen Erkrankungen gesenkt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
PD Dr. N. Börner, Dr. Th. Clement, Dr. W. Gödderz, Dr. H.-J. Schreiber,
Dr. A. Lutz-Vorderbrügge, Prof. O. Leiß
Bahnhofplatz 2
D-55116 Mainz
Email: OLeiss@aol.com
Themenschwerpunkt: Ernährungsmedizin II*
Ernährung bei Leberzirrhose und hepatischer Enzephalopathie
O. Leiß, Th. Clement und H.-J. Schreiber
Abstract
O. Leiß, Th. Clement und H.-J. Schreiber
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis PD Dr. N. Börner,
Patienten mit Leberzirrhose weisen zu einem hohen Prozentsatz eine Protein-Energie-Malnutrition auf. Mit fortschreitendem Krankheitsstadium nimmt die Malnutrition zu und geht mit erhöhtem Mortalitätsrisiko und schlechteren Ergebnissen nach Lebertransplantation einher. Die Schwierigkeit einer exakten Erfassung des Ernährungszustandes bei chronischen Lebererkrankungen und die vielfältigen Ursachen für die unzureichende Protein- und Kalorienzufuhr von Zirrhotikern werden dargestellt, auf die Bedeutung von zusätzlichen Vitaminmangelzuständen wird hingewiesen. Auslösende Faktoren für eine hepatische Enzephalopathie werden aufgelistet und diätetische Maßnahmen in Behandlung und Prävention der hepatischen Enzephalopathie erörtert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
PD Dr. N. Börner, Dr. Th. Clement, Dr. W. Gödderz, Dr. H.-J. Schreiber,
Dr. A. Lutz-Vorderbrügge, Prof. O. Leiß
Bahnhofplatz 2
D-55116 Mainz
Email: OLeiss@aol.com
Themenschwerpunkt: Ernährungsmedizin II*
Ernährung in Genese und Therapie von Pankreaserkrankungen
O. Leiß, N. Börner und W. Gödderz
Abstract
O. Leiß, N. Börner und W. Gödderz
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis PD Dr. N. Börner,
In einer kurzen Übersicht werden Ernährungsfaktoren in der Genese von akuten und chronischen Pankreatitiden und Ernährungs- und Lebensstilfaktoren in der Genese des Pankreaskarzinoms dargestellt. Während bei der milden akuten Pankreatitis nach initialer Nahrungskarenz mit dem vorsichtigen Kostaufbau begonnen werden kann, ist bei der schweren Pankreatitis eine gezielte Ernährungstherapie, bevorzugt in Form einer enteralen Ernährung via jejunaler Sonde, angezeigt. Diätetische Maßnahmen in der Behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz und nach partieller oder totaler Pankreatektomie werden dargestellt, auf die Bedeutung einer Energiezufuhr via mittelkettige Triglyzeride (MCT) wird hingewiesen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
PD Dr. N. Börner, Dr. Th. Clement, Dr. W. Gödderz, Dr. H.-J. Schreiber,
Dr. A. Lutz-Vorderbrügge, Prof. O. Leiß
Bahnhofplatz 2
D-55116 Mainz
Email: OLeiss@aol.com