Jahrgang 22, No. 1/2010(1. Quartal)
|
Prävention und Rehabiliation
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 30.00$ |
 |
Originalarbeit
Ergebnis- und Prozesserwartungen von Rehabilitanden mit muskuloskelettalen Störungen in der ganztägig ambulanten Rehabilitation
K. Schleider und H.-J. Herzog
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 22, Nr. 1/2010, S. 1-8
Ergebnis- und Prozesserwartungen von Rehabilitanden mit muskuloskelettalen Störungen in der ganztägig ambulanten Rehabilitation
K. Schleider1 und H.-J. Herzog2
1Abteilung für Beratung, Klinische und Gesundheitspsychologie, Pädagogische Hochschule Freiburg, 2Ambulantes Reha Centrum, Schweinfurt
Durchführende Institution: Ambulantes Reha Centrum, Schweinfurt
Berichtet werden die Ergebnisse einer Fragebogenstudie mit 42 Rehabilitanden der ganztägig ambulanten Rehabilitation mit der Indikation muskuloskelettale Erkrankungen. Eingesetzt wurde der “Fragebogen zu Erwartungen und Zielen der Rehabilitation” (FEZ). Bei Aufnahme stuften die Studienteilnehmer ihre Ergebniserwartungen (“Was ist das Behandlungsziel?”) und Prozesserwartungen (“Was ist eine angemessene Behandlungsmethode?”) auf einer 5-stufigen Skala ein. Die Ergebnisse machen deutlich, dass vornehmlich die Reduktion der konkreten Symptomatik und Wiederherstellung der körperlichen Funktion und Fitness durch ärztliche Betreuung und eine direkte Behandlung des Körpers durch Training und balneophysikalische Therapie erwartet wird. Soziale Ziele oder der Austausch in der Gruppe mit anderen PatientInnen werden hingegen eher nicht verfolgt bzw. erwartet. Es werden mögliche Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Rehabilitanden einerseits sowie der tatsächlichen Struktur der ganztägig ambulanten Rehabilitation andererseits diskutiert und Hinweise für die Praxis zur Verbesserung des Rehabilitationsergebnisses durch eine angemessene Beratung im Vorfeld gegeben. Zudem wird die Forschungstätigkeit für den Bereich der ganztägig ambulanten Rehabilitation angeregt und die Verbindung zwischen Forschung und Praxis betont.Correspondence to:
Dipl.-Psych. H.-J. Herzog
Ambulantes Reha Centrum
Gretel-Baumbach-Straße 16
D–97424 Schweinfurt
Email: herzog.badbocklet@freenet.de
Originalarbeit
Sind Troponin-Bestimmungen ergänzend zur Bestimmung natriuretischer Peptide in der kardiologischen Begutachtung sinnvoll?
H. Seyfert, V. Bohlscheid und T. Wendt
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 22, Nr. 1/2010, S. 9-11
Sind Troponin-Bestimmungen ergänzend zur Bestimmung natriuretischer Peptide in der kardiologischen Begutachtung sinnvoll?
H. Seyfert1, V. Bohlscheid1 und T. Wendt2
1Klinik für Innere Medizin III, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Neubrandenburg, 2Rehabilitationsklinik Wetterau, Bad Nauheim
Fragestellung und Methode: Die Bestimmung natriuretischer Peptide kann einen sinnvollen Beitrag zur Beurteilung der beruflichen Leistungsfähigkeit leisten. Erhöhte Troponin-Werte besitzen eine prognostische Bedeutung. Wir führten eine Datenbank-Recherche (Dimdi, pubmed) mit der Frage des Beitrags von Troponinen in der Begutachtung von Patienten mit kardialer Anamnese durch. Ergebnisse: Es besteht eine schwache Korrelation zwischen natriuretischem Peptid und Troponin-Werten. Troponin-Elevationen sind in der allgemeinen Bevölkerung mit Alter, Hypertonus oder einer New-York-Heart-Association-Klasse assoziiert und haben bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit einen prädiktiven Wert für die Mortalität. Erhöhte Troponin-Spiegel finden sich unter anderem bei ausgeprägter Herzinsuffizienz oder Dialysepatienten. Troponin-Elevationen waren bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit als Folge moderater körperlicher Aktivität mit nicht hochsensitiven Messverfahren nicht nachweisbar. Schlussfolgerung: Aktuell findet sich für die Troponin-Bestimmung im Rahmen der Beurteilung der Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben kein sicherer Stellenwert.Correspondence to:
Dr. H. Seyfert
Klinik für Innere Medizin III
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum
Salvadore-Allende-Straße 30
D–17036 Neubrandenburg
Email: DSeyfert@t-online.de
Übersicht
Glutenfreie Ernährung und künftige Therapieoptionen bei Zöliakie/Sprue
O. Leiß, A. Lutz-Vorderbrügge, H. Bertram, N. Börner, W. Gödderz und T. Clement
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 22, Nr. 1/2010, S. 12-24
Glutenfreie Ernährung und künftige Therapieoptionen bei Zöliakie/Sprue
O. Leiß, A. Lutz-Vorderbrügge, H. Bertram, N. Börner, W. Gödderz und T. Clement
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis, Mainz
reie Ernährung benötigt. Danach wird auf die Frage eingegangen, ob Patienten mit milder Enteropathie (Marsh-1- oder -2-Veränderungen) ebenfalls eine glutenfreie Ernährung benötigen. Das Prinzip der glutenfreien Ernährung wird erläutert und auf versteckte Quellen von Gluten – insbesondere in lebensmitteltechnologisch veränderten Nahrungsmitteln – eingegangen. Zur Frage, ob es eine kritische Gluten-Menge gibt, oberhalb der eine Schleimhautschädigung auftritt, wird ausführlich Stellung bezogen. Faktoren, die die Compliance mit einer glutenfreien Ernährung bestimmen, werden diskutiert. Künftige Therapieoptionen wie zum Beispiel Weizensorten mit geringerem Gehalt an toxischen Gluten-Peptiden oder die therapeutische Gabe von Propylendopeptidasen werden erörtert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. O. Leiß
Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis
Bahnhofplatz 2
D–55116 Mainz
Email: OLeiss@aol.com
Autorenreferate
7. Gemeinsame Jahrestagung der AG Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (AGAS) und der AG Neurodermitisschulung e.V. (AGNES)am 19. und 20. Februar 2010 in München