Jahrgang 39, No. 6/2010(Juni)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Kurz-, mittel- und langfristig wirkende Epoietine: mögliche Vor- und Nachteile
R. Brunkhorst
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 6/2010, S. 233–240
Kurz-, mittel- und langfristig wirkende Epoietine: mögliche Vor- und Nachteile
R. Brunkhorst
Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Gefäßkrankheiten, Klinikum Hannover Oststadt
Neben rekombinant humanem Erythropoetin (rhuEpo alpha, beta, sowie Biosimilars) stehen mit Darbepoetin alfa und C.E.R.A. zwei Erythropoese stimulierende Faktoren (ESF) zur Verfügung, die eine deutlich längere Halbwertzeit aufweisen. Angesichts der besseren Effizienz von Darbepoetin alfa im Vergleich zu Epoetin lag die Annahme nahe, dass eine weitere Steigerung der Halbwertszeit noch vorteilhafter sein könnte. Die bisherigen Erfahrungen mit der zuletzt eingeführten Substanz C.E.R.A. lassen vermuten, dass eine lange ESF-Halbwertszeit neben der Möglichkeit die Applikationsintervalle noch weiter zu verlängern, auch potentielle Nachteile haben könnte. So könnte die C.E.R.A.-Halbwertszeit (beinahe 6 Tage) auch eine reduzierte Steuerbarkeit der Therapie zur Folge haben. Eine zusätzliche Konsequenz der C.E.R.A.-Pharmakokinetik ist die relativ lange Dauer bis zum Ansprechen der Patienten (median über 40 Tage) und das verzögerte Einsetzen der maximalen Wirkung.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R. Brunkhorst
Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Gefäßkrankheiten
Klinikum Hannover Oststadt
Podbielskistraße 380
D–30659 Hannover
Email: reinhard.brunkhorst@krh.eu
Renale Sympathikusdenervation bei therapierefraktärer Hypertonie
F. Mahfoud, C. Ukena und M. Böhm
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 6/2010, S. 241–245
Renale Sympathikusdenervation bei therapierefraktärer Hypertonie
F. Mahfoud, C. Ukena und M. Böhm
Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
Die Pathophysiologie der therapierefraktären Hypertonie ist komplex, wobei der Aktivierung des sympathischen Nervensystems eine entscheidende Rolle zu kommt. Mit der Durchführung einer interventionellen renalen sympathischen Denervation mittels Hochfrequenzablation kann eine signifikante Reduktion der zentralen Sympathikusaktivität, des Gesamtkörpernoradrenalinspillovers sowie eine deutliche und nachhaltige Blut- drucksenkung erzielt werden. In der Proof-of-concept Studie (Symplicity HTN) wurden von Krum und Mitarbeitern 45 Patienten mit therapierefraktärer Hypertonie einer interventionellen renalen Sympathikusdenerva- tion unterzogen. Im Verlauf von einem Jahr nach der Sympathektomie kam es zu einer anhaltenden Blutdruckreduktion (systolisch: –27 mmHg, diastolisch: –17 mmHg). Die Prozedur war sicher durchzuführen und die renale Funktion blieb während der Nachbeobachtungszeit konstant. In den durchgeführten renovasographischen Untersuchungen konnten postprozedurale Nierenarterienstenosen oder sichtbare Gefäßveränderungen ausgeschlossen werden. Die interventionelle renale Sympathektomie führt zu anhaltenden Blutdrucksenkungen und ist eine plausible pathophysiologische Therapieoption für Patienten mit therapieresistenter Hypertonie. Die Ergebnisse der randomisierten kontrollierten Symplicity-HTN-2-Studie werden wichtige Erkenntnisse in Bezug auf Effektivität und Langzeitsicherheit des neuen Therapieverfahrens liefern.Correspondence to:
Dr. med. F. Mahfoud
Klinik für Innere Medizin III
Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße 1
D-66421 Homburg/Saar
Email: felix.mahfoud@uks.eu
Schwerer Verlauf einer Influenza-A/H1N1- Virusinfektion bei einem 45-jährigen Patienten mit nephrotischem Syndrom
D. Hüwe, R. Massarwa, S. Knutsen und B. Winterberg
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 6/2010, S. 246–251
Schwerer Verlauf einer Influenza-A/H1N1- Virusinfektion bei einem 45-jährigen Patienten mit nephrotischem Syndrom
D. Hüwe, R. Massarwa, S. Knutsen und B. Winterberg
Abteilung für Nephrologie, Marienhospital Emsdetten
Ein 45-jähriger Patient mit einem nephrotischen Syndrom infolge einer membranösen Glomerulonephritis wurde wegen einer schweren Pneumonie aufgenommen. Als Erreger wurde das neue Grippevirus (H1N1) isoliert sowie ein weiterer bakterieller Keim vermutet. Die Therapie bestand aus Oseltamivir, Antibiotika, nichtinvasiver Beatmung, Immunglobulinsubstitution und supportiven Maßnahmen. Nach 5 Tagen besserte sich die respiratorische Insuffizienz. Vor Einleitung einer immunsuppressiven Therapie der membranösen Glomerulonephritis wurde eine Pneumokokken-Impfung empfohlen.Correspondence to:
Dr. med. D. Hüwe
Abteilung für Nephrologie
Marienhospital Emsdetten
Marienstraße 45
D–48282 Emsdetten
Email: dirkhuewe@hotmail.com
Serie
Blick in die Fachliteratur
Preisverleihung, Buchbesprechung