Jahrgang 39, No. 4/2010(April)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Übersicht
Magnesium und die Doppelfunktion der Na/K-ATPase
R. Hunger
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 4/2010, S. 141–144
Magnesium und die Doppelfunktion der Na/K-ATPase
R. Hunger
Chur, Schweiz
Mit der Retraktionsmethode in menschlichem Frischblut wird die Thrombozytenfunktion untersucht. Die Methode eignet sich zum Studium der drei Membranproteine Ca-ATPase, Na/Ca-Exchange und Na/K-ATPase. Die Doppelfunktion des Na/K-ATPase-Moleküls als Pumpe und als Exchanger wird dargestellt und die Funktion des Magnesiums in Abhängigkeit der ATP-Menge wird beschrieben. Entscheidend für die Doppelfunktion sind die beiden Wege zur Phosphorylierung der α1-Subunit des ATPase-Moleküls. Weg 1: Phosphorylierung mit Mg-ATP (Na-Pumpe), Weg 2: Phosphorylierung mit Mg und PO4 ohne ATP-Verbrauch, aber mit K im Serum (Na/K-Exchange). Störungen dieser Funktionen führen zu einer intrazellulären Dysfunktion (Erhöhung der Ca- und/oder Na-Ionen-Konzentration) und zu Störungen des Membranpotenzials und den entsprechenden klinischen Auswirkungen (z.B. Hypertonie).Correspondence to:
Dr. med. R. Hunger
Lürlibadstraße 80
CH–7000 Chur
Übersicht
Therapeutische Apherese 2009
A. Heibges, E. Steinhagen-Thiessen, K. Winkler, U. Mandelartz, E. Mauch, M. Koziolek, F. Heigl und R. Klingel
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 4/2010, S. 145–152
Therapeutische Apherese 2009
A. Heibges1, E. Steinhagen-Thiessen2, K. Winkler3, U. Mandelartz4, E. Mauch5, M. Koziolek6, F. Heigl7 und R. Klingel1
1Apherese ForschungsInstitut, Köln, 2Interdisziplinäres Stoffwechsel-Zentrum, Arbeitsbereich Lipidstoffwechsel, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Lipidambulanz/Abteilung Klinische Chemie, Universitätsklinikum Freiburg, 4Rechtsanwältin, München, 5Fachklinik für Neurologie Dietenbronn, Schwendi, 6Abteilung Nephrologie und Rheumatologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Dres. Heigl, Hettich & Partner, Medizinisches Versorgungszentrum Kempten-Allgäu
Correspondence to:
Prof. Dr. med. R. Klingel
Apherese ForschungsInstitut
Stadtwaldgürtel 77
D–50935 Köln
Email: afi@apheresis-research.org
Kasuistik
Rekurrenz und spontane Remission der membranösen Nephropathie nach Nierentransplantation
R. Liebl und B.K. Krämer
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 4/2010, S. 153–155
Rekurrenz und spontane Remission der membranösen Nephropathie nach Nierentransplantation
R. Liebl1 und B.K. Krämer2
1KfH-Nierenzentrum, Regensburg, und 2Marienhospital Herne, Ruhr-Universität Bochum
Die membranöse Nephropathie ist die häufigste Ursache des nephrotischen Syndroms bei Erwachsenen und führt bei 5% zu Niereninsuffizienz und Dialyse. Nach einer Nierentransplantation tritt mit einer 10- bis 30%-igen Wahrscheinlichkeit die membranöse Nephropathie erneut auf. Für eine rekurrierende membranöse Nephropathie gibt es keine etablierte Therapie. Diese Kasuistik beschreibt die vermutlich spontane klinische Remission einer rekurrierenden membranösen Nephropathie nach Nierentransplantation. Die vorliegende Kasuistik zeigt, dass eine spontane Remission der membranösen Nephropathie auch nach einer Nierentransplantation möglich ist und dass es sich bei den nach verschiedenen Therapien auftretenden Remissionen, wie sie in Kasuistiken und Fallserien beschrieben werden, sowohl um eine Folge dieser Therapie als auch um eine spontane Remission handeln könnte.Correspondence to:
Dr. med. R. Liebl
KfH-Nierenzentrum Regensburg Günzstraße
Günzstraße 4
D-93059 Regensburg
Email: Robert.Liebl@kfh-dialyse.de
Kasuistik
Erfolgreiche Off-Label-Therapie mit Cinacalcet-HCl nach Versagen der Standardtherapie bei einem jungen Mann mit Pseudohypoparathyreoidismus Typ 1b und Folgeerscheinungen einer Vitamin-D-Intoxikation
M. Koch und M. Kohnle
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 4/2010, S. 156–161
Erfolgreiche Off-Label-Therapie mit Cinacalcet-HCl nach Versagen der Standardtherapie bei einem jungen Mann mit Pseudohypoparathyreoidismus Typ 1b und Folgeerscheinungen einer Vitamin-D-Intoxikation
M. Koch und M. Kohnle
Nephrologisches Zentrum Mettmann
Die folgende Kasuistik beschreibt den Fall eines jungen Mannes mit Pseudohypoparathyreoidismus Typ 1b – einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch eine Endorgan-Resistenz gegen Parathormon (PTH) charakterisiert ist. Da die Erkrankung mit einer Standard-Vitamin-D-Therapie alleine nicht mehr behandelbar war, erfolgte eine unzureichend überwachte Vitamin-D-Therapie, in deren Folge es zu einer Vitamin-D-Intoxikation kam. Durch eine Off-Label-Therapie mit Cinacalcet-HCl, einem Kalzimimetikum, das für die Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus zugelassen ist, und gleichzeitiger Gabe des Vitamin-D-Analogs Dihydrotachysterol konnten jedoch die Konzentrationen von Parathormon (PTH), knochenspezifischer alkalischer Phosphatase (BAP), Serum-Kalzium und Phosphat erfolgreich reguliert werden.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Koch
Arzt fr Innere Medizin und Nephrologie
Gartenstraße 8
D-40822 Mettmann
Email: koch@dialyse-mettmann.de
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